Langzeiterfahrung mit Lasik

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von regina_garbe » 30.07.2006, 12:31

@pinbot:
Ich denke mal so kann man deinen Bericht nicht stehen lassen.
Das finde ich auch! Ich würde mich nämlich sofort und jederzeit wieder lasern lassen. Meine Begeisterung hält auch zweieinhalb Jahre nach meiner Lasik noch an! Kann sein, dass ich (ich werde nächsten Sonntag 43) vielleicht schon in zwei oder drei Jahren eine Lesebrille brauche - aber das wusste ich ja vorher, dass die Altersweitsichtigkeit eher einsetzen kann.
Außerdem hängt beim Gelingen der Lasik sicher viel vom Wissen des Operateurs ab. Vielleicht habe ich eben einen besonders guten "Griff" gemacht! :wink:
Regina :D [/quote]

von ippili » 30.07.2006, 10:05

Hervorragender Beitrag von Ron Lehnert! Die Bilder illustrieren deutlich die möglichen Sofort-Beeinträchtigungen. Wenn Ghosting, Kontrastverlust, Halo und Starburst in Kombination auftreten, dann wird es für den Betroffenen echt arg! Und wenn dann nach Jahren als Spätfolgen ständig variierende Hornhautverkrümmungen und erneute Kurzssichtigkeit dazukommen, dann gibt es wohl kein Argument mehr, das für so eine Lasik-Operation spricht.

von Pinbot » 29.07.2006, 17:59

Ok, Ron ich muss meine obige Aussage etwas relativieren. Ich bezog mich dabei auf die "echte" Nachtblindheit also die Nyctalopia/Hemeralopie. Es geistern ja immer mal wieder Meldungen durch die Welt, dass diese Funktionsstörung durch Laser bzw. als Folge von refrakriven Lasereingriffen ausgelöst werden könne. Dafür gibt es aber , soweit mir bekannt ist, keinerlei Hinweise oder belegte Fälle.

Im Falle einer " optischen Nachtblindheit" also durch Aberrationen auf der Hornhautoberfläche, kann es natürlich durch die auftretenden Blendwirkungen und den Kontrastverlust zu einer Verschlechterung des Dämmerungs/ Nachtsehnes kommen. Allerdings sind diese Fälle wohl doch eher selten und treten nur zu Tage, wenn der Operateur aus welchem Grund auch immer, subotimal ( wie du so schön sagst) gearbeitet hat. Sicher passen Pupillengröße und notwendiges OP-Feld nicht immer zusammen, aber darüber und die entsprechenden Folgen sollte ( und wird, so hoffe ich) jeder Patient auch aufgeklärt. In diesem Zusammenhang dann von einer Spätfolge zu sprechen ist somit nicht ganz korrekt, zumal der Effekt ja auch unmittelbar nach der OP auftritt.

"Nachtblindheit" durch LASIK, LASEK, PRK

von Dr. med. Ron Lehnert » 29.07.2006, 14:34

@ Pinbot: eine "Nachtblindheit" kann sehr wohl etwas mit einer refraktiven OP wie LASIK zu tun haben. Das Auge ist ein komplexes optisches System und das dahintergeschaltete Gehirn sowieso. Wenn man von Nachtblindheit spricht kann diese an verschieden Orten des Auges und durch Kombination verschiedener Fehler entstehen.
Ort 1 die Netzhaut (Retina): In der Dunkelheit öffnet sich die Pupille damit mehr Lichtstrahlen und um es korrekt zu sagen Lichtquanten, die Stäbchen der Netzthaut (Retina) anregen können. Wenn z.B. durch Vit A Mangel oder andere Defekte die Wahrnehmung auf der Netzhaut nicht funktioniert, kann es zu einer "Nachtblindheit" kommen.
Ort 2 , die Hornhaut (Cornea): Wenn nach einer suboptimalen hornhautbrechkraftändernden OP wie LASIK, LASEK etc. die Lichtstrahlen nicht mehr richtig gebrochen werden, dann ist dies solange kein Problem wie die Pupillen klein sind. Wenn sich die Pupille in der Dunkelheit vergrößert, fällt aber mehr, durch unregelmäßige Hornhaut entstehende, Streustrahlung auf die Netzheit die zu verschieden visuellen Nebeneffekten ( => http://www.operationauge.de/bilder1.html ) bis hin zur "Nachtblindheit" führen kann.

von Pinbot » 28.07.2006, 20:57

Ich denke mal so kann man deinen Bericht nicht stehen lassen. Es gibt da einige Dinge die aus meiner Sicht so nicht stimmen(können).

Die Verschelchterung nach der OP kann durchaus andere Ursachen haben und tritt häufiger auf. Im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen des Auges und/oder der allgemeinen Adaption. Zudem ist ein Visus von 1 ( den meintest du wahrscheinlich) selten über längere Zeit stabil und kann sich auch bei nichtoperierten Augen verändern.

Von einem " Kristallwachstum" unter dem Flap habe ich noch nie etwas gehört. In seltenen Fällen kommt es zu Einwachsen von Epitelzellen unter den Rand des Flaps. Diese haben jedoch nicht die von dir beschrieben Wirkung. Meistens treten diese Epithlwucherungen schon kurze Zeit nach der OP auf und können relativ leicht von einem Augenarzt gestoppt oder zumindest vermindert werden. Deshal sollte man in den ersten Monaten nach der Op auch ein bis zwei Untersuchungstermine wahrnehmen

Die besgten Halos/ Starbursts sind in der Tat lästig undtreten auch häufig auf. allerdings nur wenn die sog. optische Zone der Laserbehandlung zu klein gewählt wurde oder in Fällen in dene die Pupillengröße bei Dunkelheit( größte Öffnung) an den RAnd des gelaserten Bezirkes reicht. Hier ist Die Korrektur vermindert (technische Gegebenheit). Der Operatuer hat mit größter Wahrscheinlichkeit bei der Erstuntersuchung Fehler bei der Bestimmung der Pupillengröße gemacht oder die größe des Operationfeldes falsch bestimmt.

Für eine OP die 8 Jahre zurückliegt kann man die Aussage bezüglich der "Grobheit des Laser u.U. noch gelten lassen. Dies trifft aber auf die heutige Generation von Lasern nicht oder nur in sehr stark eingeschränktem Maße zu. Sicher ist ein Krater von wenigen Mircrometern unter einem Mikroskop betrachtet riesig, aber in der Praxis haben diese Krater kaum eine Auswirkung auf den SChärfeeindruck des Sehens. Zudem werden sie durch nachwachsende Epitelzellen ( Lasek) bzw. den Flap ( Lasik) wieder weitgehend ausgeglichen. Was wesentlich ist, ist die Form der Hornhaut die ja durch die OP an- bzw- ausgeglichen wird.

Die beschrieben Adaptionproblem (Scharfstellen) deuten eher auf eine beginnende Altersweitsichtigkeit hin. Diese hat ihre Ursache nämlich in genau diesem Verslust der Adaptionsfähigkiet des Linsenapperates ( Augapfel, Linse). Mit zuhnehmendem ALter verliert das Auge die Fähigkeit seine Form zu Verändern und somit auch den Fokus auf nahe Objekte einzustellen. Dies hat aber nichts mit einer Lasik zu tun, sondern trifft fast jeden einmal. Aus diesem Grund legen viele Operateure die Korrekturwerte auch etwas niedriger an ( bei Patienten die im " Gefahrenbereich" einer ALtersweitsichtigkeit liegen) um dann Beim Einsetzen einer solchen
einen Ausgleich zu schaffen und dem Patienten einen normalen Visus zu erhalten.

NAchtblindheit hat, entgegen anders lautender Berichte nicht mit einer Op der Hornhaut oder der Linse zu tun. Sondern ist auf eine Funktionsstörung der Netzhaut zurückzuführen. In manchen Fällen kommt es auch bei beginnendem Grauen Star zu Probleme bei Dämmerung. Diese Erkrankung hat aber auch keinen ursächlichen Zusammenhang zu einer Laser-OP ( nach derzeitigen Stand des Wissens).

Leider habe ich keine Anhaltspunkte auf dein Alter. Solltest du aber der Altersgruppe über 45 angehören führe ich deine Probleme eher auf eine Erkrankung des Sehapperates bzw. eben die schon erwähnte einsetzende Altersweitsichtigkeit zurück. Eine gründliche, eingehende Untersuchung bei einem UAgenarzt wäre auf jeden Fall angeraten.

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