17. bis 23. Tag / dritte Woche nach der OP — 10. bis 16. Dezember
Langsam erkannte ich, dass die deutlichste Trübung meines Visus immer dann zustande kam, wenn ich meine enzündungshemmenden Tropfen Efflimidex anwandt -- aber was will man machen? Eine weitere Rücksprache mit der Chirurgie ergab, dass diese Tropfen auch dafür sorgen würden, dass ich morgens noch trockene Auge(n) hätte.
So schön es ist, nach 3 Wochen einen schon ganz guten Visus zu haben, so bedrückend ist es doch, die Besserung kaum mehr wahrzunehmen, da sie natürlich immer langsamer verläuft.
Immerhin: in der Woche zuvor hatte ich noch das Gefühl, dass irgendetwas mit der Geometrie meiner Sicht nicht stimmen würde, aber es war wohl einfach die fehlende Übung, meine Augen (wieder) auf diese Art einsetzen zu können. Mit ein bisschen Mühe und vielleicht weniger Faulheit bei der Dokumentation meiner Heilung würden mir diese Dinge vielleicht auch noch deutlicher auffallen
Ich fieberte also weiter darauf hin, den ersten Monat komplett hinter mich zu bringen, um endlich guten Gewissens die Entzündungshemmer absetzen zu dürfen -- bis ich plötzlich tatsächlich fieberte; ich hatte mir bereits die zweite Grippe des Jahres zugezogen! Freitag blieb ich dann mal wieder der Arbeit fern (mein Arbeitgeber kannte mich bisher eigentlich als besonders widerstandfähigen Angestellten, aber irgendwann schlägt die Statistik auch mal bei mir zu

) und das Wochenende drohte mehr, als dass ich mich drauf freute, wie zuvor ...
Für den Freitagabend hatten wir Karten für den Hobbit vorbestellt und ich habe mit einer nicht unbeträchtlichen Menge Paracetamol (die Pharmaindustrie hat noch nie soviel Geld an mir verdient, wie in diesen 4 Wochen!) das auch überstehen können. Soviel dazu: während des Filmes habe ich mich höchstens ein paar Mal daran erinnert, dass ich ja noch nicht wie "normale" Menschen sehen würde -- und das, obwohl die Werbung eeecht lang war, der Film selbst sowieso und dieser auch gleich noch in auch für die Augen sicherlich nicht ganz unbeanspruchenden Sonderformaten 3D und High Frame Rate kam.
Die Nacht dann war scheiße und ich wachte wegen Kopfschmerzen dauernd auf, den Samstag verbrachte ich komplett im Bett (außer 2 Stunden Serien mit meiner Freundin gucken auch zumeist schlafend) und stand erst am Sonntag um 12 Uhr wieder auf. Während dieser Zeit nahm ich Efflumidex nur sporadisch und so hatte ich auch eine erstaunlich gute Sicht am Sonntag, wenn auch noch von der Perfektion ein gutes Stück entfernt, versteht sich.
Erwähnenswert ist vielleicht noch die sonntagabendliche Heimfahrt auf der Autobahn: am deutlichsten merke ich momentan meine behinderte Sicht bei Lichtquellen im Dunklen. ganz grob könnte man sie wohl so abbilden:
Angenommen, dieser Simulator würde Abbilden, was ich als Fahrer durch die komplette Breite der Frontscheibe sehe
http://www.visionsimulations.com/simula ... ulator.htm , wäre mein Visus etwa so
Dazu kommt, dass ich momentan in Scheinwerfern entgegenkommender Autos keine Details (die verschieden geformten Reflektoren oder die Glühlampen selbst) erkennen kann, sondern diese als gleichmäßig, strahlend helle Flächen erscheinen.
Achja, meine Halos erscheinen momentan etwa so wie oben rechts dargestellt
http://www.visionsimulations.com/simulations/Halos.htm
---
Bevor ich es vergesse (weil ich das schonmal tat):
Nehmt eine Woche nach der OP Urlaub! Tut euch, euren Augen und eurem Arbeitgeber diesen Gefallen. Ein bisschen mehr Ruhe tut garantiert nicht schlecht.
[b]17. bis 23. Tag / dritte Woche nach der OP[/b] — 10. bis 16. Dezember
Langsam erkannte ich, dass die deutlichste Trübung meines Visus immer dann zustande kam, wenn ich meine enzündungshemmenden Tropfen Efflimidex anwandt -- aber was will man machen? Eine weitere Rücksprache mit der Chirurgie ergab, dass diese Tropfen auch dafür sorgen würden, dass ich morgens noch trockene Auge(n) hätte.
So schön es ist, nach 3 Wochen einen schon ganz guten Visus zu haben, so bedrückend ist es doch, die Besserung kaum mehr wahrzunehmen, da sie natürlich immer langsamer verläuft.
Immerhin: in der Woche zuvor hatte ich noch das Gefühl, dass irgendetwas mit der Geometrie meiner Sicht nicht stimmen würde, aber es war wohl einfach die fehlende Übung, meine Augen (wieder) auf diese Art einsetzen zu können. Mit ein bisschen Mühe und vielleicht weniger Faulheit bei der Dokumentation meiner Heilung würden mir diese Dinge vielleicht auch noch deutlicher auffallen ;)
Ich fieberte also weiter darauf hin, den ersten Monat komplett hinter mich zu bringen, um endlich guten Gewissens die Entzündungshemmer absetzen zu dürfen -- bis ich plötzlich tatsächlich fieberte; ich hatte mir bereits die zweite Grippe des Jahres zugezogen! Freitag blieb ich dann mal wieder der Arbeit fern (mein Arbeitgeber kannte mich bisher eigentlich als besonders widerstandfähigen Angestellten, aber irgendwann schlägt die Statistik auch mal bei mir zu ;) ) und das Wochenende drohte mehr, als dass ich mich drauf freute, wie zuvor ...
Für den Freitagabend hatten wir Karten für den Hobbit vorbestellt und ich habe mit einer nicht unbeträchtlichen Menge Paracetamol (die Pharmaindustrie hat noch nie soviel Geld an mir verdient, wie in diesen 4 Wochen!) das auch überstehen können. Soviel dazu: während des Filmes habe ich mich höchstens ein paar Mal daran erinnert, dass ich ja noch nicht wie "normale" Menschen sehen würde -- und das, obwohl die Werbung eeecht lang war, der Film selbst sowieso und dieser auch gleich noch in auch für die Augen sicherlich nicht ganz unbeanspruchenden Sonderformaten 3D und High Frame Rate kam.
Die Nacht dann war scheiße und ich wachte wegen Kopfschmerzen dauernd auf, den Samstag verbrachte ich komplett im Bett (außer 2 Stunden Serien mit meiner Freundin gucken auch zumeist schlafend) und stand erst am Sonntag um 12 Uhr wieder auf. Während dieser Zeit nahm ich Efflumidex nur sporadisch und so hatte ich auch eine erstaunlich gute Sicht am Sonntag, wenn auch noch von der Perfektion ein gutes Stück entfernt, versteht sich.
Erwähnenswert ist vielleicht noch die sonntagabendliche Heimfahrt auf der Autobahn: am deutlichsten merke ich momentan meine behinderte Sicht bei Lichtquellen im Dunklen. ganz grob könnte man sie wohl so abbilden:
Angenommen, dieser Simulator würde Abbilden, was ich als Fahrer durch die komplette Breite der Frontscheibe sehe http://www.visionsimulations.com/simulations/StarburstSimulator.htm , wäre mein Visus etwa so
[url=http://www.abload.de/image.php?img=2012-12-18_03h36_597glj4.png][img]http://www.abload.de/thumb/2012-12-18_03h36_597glj4.png[/img][/url]
Dazu kommt, dass ich momentan in Scheinwerfern entgegenkommender Autos keine Details (die verschieden geformten Reflektoren oder die Glühlampen selbst) erkennen kann, sondern diese als gleichmäßig, strahlend helle Flächen erscheinen.
Achja, meine Halos erscheinen momentan etwa so wie oben rechts dargestellt
http://www.visionsimulations.com/simulations/Halos.htm
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Bevor ich es vergesse (weil ich das schonmal tat):
Nehmt eine Woche nach der OP Urlaub! Tut euch, euren Augen und eurem Arbeitgeber diesen Gefallen. Ein bisschen mehr Ruhe tut garantiert nicht schlecht.