Ich möchte meine Kommentare an Julianes Bericht ranhängen, da dieser schon sehr ausführlich ist, und ich in nahezu allen Punkten einfach nur zustimmen kann:
Meine Voruntersuchung war bereits am 30.06.11 im Lasikland FFM. Die 3-4 Messungen liefen wie am Fließband ab, ich musste zwischen den Stationen maximal 5 Minuten warten. Beim abschließenden Beratungsgespräch konnte der Doktor alle Bedenken meinerseits (z.B. schlechtes Bindegewebe, Heuschnupfen) beiseite räumen. Nach nicht einmal 1h war alles erledigt.
Ich nahm mir dann eine längere Überlegensfrist, und wollte auch den OP-Termin möglichst günstig legen. Die Termin-Absprache per Telefon war sehr angenehm, und es war auch kein Problem, als ich den Termin nochmal 2 Wochen nach hinten verschieben musste. Somit stand dann der 14.09.11 für die OP fest.
Am Tag der OP lief es zeitlich nicht ganz so koordiniert ab, wie ich mir es vorgestellt hatte. Zunächst musste ich etwa 1h warten. Da auch bei mir die Voruntersuchung schon etwas länger her war, wurden noch 2 Messungen wiederholt (was ich auch für sinnvoll halte). Mit der einen Messung, bei der man für gefühlte 30 Sekunden nicht blinzeln darf, hatte ich allerdings schon beim ersten Mal etwas Probleme. Könnte an meinem "Schlafzimmerblick" liegen, d.h. ich bekomme die Augen nicht weit genug auf => Zitat "Das Oberlid scheint im Weg zu sein." Nach Hin und Her und Rücksprache zwischen der Dame und dem Doktor waren die Messungen aber wohl doch aussagekräftig genug.
Dann war es fast soweit: Nach weiteren 40 Minuten warten Beruhigungstablette und Augentropfen rein, und dann ins OP-Vorbereitungszimmer. Hier konnte ich meine letzten Sorgen mit einem Hamburger "Leidensgenossen" kleinreden. => Danke hierfür
Im OP-Raum bekommt man selbst nicht viel mit: Zunächst wird das erste Auge mit einer Art Ring zentriert, der Flap lasergeschnitten, dann wird das Auge oben und unten per Klebeband (denke ich zumindest) fixiert, und der Flap beiseite gehoben. Anschließend blickt man auf einen blinkenden roten Punkt, der sein Aussehen während der "Bearbeitung" seltsam verändert. Den Excimer-Laser hört man übrigens als Pulsieren, das ist aber nichts Unangenehmes. Danach spült der Doktor das Auge und schiebt den Flap zurück auf seine Position. Dann ist das zweite Auge dran.
Gespürt habe ich während der gesamten OP überhaupt nichts. Nur der Ring wird etwas fest aufs Auge gedrückt, da spürt man für wenige Sekunden den Druck auf den Augapfel.
Nach nicht einmal 10 Minuten im OP-Raum war alles erledigt!
Die nächsten Stunden sind etwas unangenehm: Die Augen jucken und tränen. Zunächst sieht man etwas milchig und ist lichtempfindlich, aber das lässt nach 3-4h nach, und die Sehstärke nimmt nach und nach zu.
Am nächsten Morgen das erste Erfolgserlebnis: Ich kann beim Duschen meine Zehspitzen erkennen! (Das sind die kleinen Glückmomente, die niemand nachfühlen kann, der keine -5,5dpt hat)
Die Nachuntersuchung am Tag nach der OP war nach 10 Minuten inklusive Verweildauer im Wartezimmer erledigt: Der Doktor schaut sich die Augen mit der Spaltlampe an, ob es z.B. Anzeichen einer Entzündung gibt. Der kurze Sehtest hat - mit beiden Augen gleichzeitig - 125% Sehstärke ergeben!!!
Das einzige Manko, dass ich nennen möchte: In der Broschüre, die man am Voruntersuchungstermin erhält, wird nicht erwähnt, dass man für die Stunden nach der OP eine Begleitperson haben sollte. Ein Freund hatte mich spontan begleitet - was eigentlich nicht so eingeplant war - und ich war ihm dafür sehr dankbar, denn man sollte und möchte wegen des Juckens und der Tränen die Augen am liebsten geschlossen halten. Wenn man so mit Bus oder U-Bahn fährt und darauf achten muss wo man gerade ist, ist das sehr unangenehm.
Noch ein kleiner Rat: Ich habe mir nach(!) der OP youtube-Videos von der Femto-Lasik-OP angeschaut. Ich finde die Videos eher abschreckend, und als Patient bekommt man die OP-Schritte eh nicht so mit. Als Information vorab sind die Animationen zur Lasertechnik, die hier im Forum zu finden sind, eher zu empfehlen.
Und noch etwas sehr wichtiges: Manche schreiben, dass sie nach der OP fehlsichtig wurden. Mein Arzt hat mich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Standard-Messtechnik, mit der die Sehstärke ermittelt wird, bei gelaserten Augen nicht funktioniert! Das hängt damit zusammen, dass bei der Technik die gesamte Augenkontur vermessen wird, und nicht nur der kleine Teil vor der Pupille, der bei der Laser-OP verändert wird!
Aussagekräftig sind dann nur Messmethoden, die für gelaserte Augen geeignet sind (und natürlich der "traditionelle Sehtest")! Wenn im Forum jemand über Abweichungen berichtet, wäre es daher interessant zu wissen, wie die Sehstärke ermittelt wurde.
Ich möchte meine Kommentare an Julianes Bericht ranhängen, da dieser schon sehr ausführlich ist, und ich in nahezu allen Punkten einfach nur zustimmen kann:
Meine Voruntersuchung war bereits am 30.06.11 im Lasikland FFM. Die 3-4 Messungen liefen wie am Fließband ab, ich musste zwischen den Stationen maximal 5 Minuten warten. Beim abschließenden Beratungsgespräch konnte der Doktor alle Bedenken meinerseits (z.B. schlechtes Bindegewebe, Heuschnupfen) beiseite räumen. Nach nicht einmal 1h war alles erledigt.
Ich nahm mir dann eine längere Überlegensfrist, und wollte auch den OP-Termin möglichst günstig legen. Die Termin-Absprache per Telefon war sehr angenehm, und es war auch kein Problem, als ich den Termin nochmal 2 Wochen nach hinten verschieben musste. Somit stand dann der 14.09.11 für die OP fest.
Am Tag der OP lief es zeitlich nicht ganz so koordiniert ab, wie ich mir es vorgestellt hatte. Zunächst musste ich etwa 1h warten. Da auch bei mir die Voruntersuchung schon etwas länger her war, wurden noch 2 Messungen wiederholt (was ich auch für sinnvoll halte). Mit der einen Messung, bei der man für gefühlte 30 Sekunden nicht blinzeln darf, hatte ich allerdings schon beim ersten Mal etwas Probleme. Könnte an meinem "Schlafzimmerblick" liegen, d.h. ich bekomme die Augen nicht weit genug auf => Zitat "Das Oberlid scheint im Weg zu sein." Nach Hin und Her und Rücksprache zwischen der Dame und dem Doktor waren die Messungen aber wohl doch aussagekräftig genug.
Dann war es fast soweit: Nach weiteren 40 Minuten warten Beruhigungstablette und Augentropfen rein, und dann ins OP-Vorbereitungszimmer. Hier konnte ich meine letzten Sorgen mit einem Hamburger "Leidensgenossen" kleinreden. => Danke hierfür :D
Im OP-Raum bekommt man selbst nicht viel mit: Zunächst wird das erste Auge mit einer Art Ring zentriert, der Flap lasergeschnitten, dann wird das Auge oben und unten per Klebeband (denke ich zumindest) fixiert, und der Flap beiseite gehoben. Anschließend blickt man auf einen blinkenden roten Punkt, der sein Aussehen während der "Bearbeitung" seltsam verändert. Den Excimer-Laser hört man übrigens als Pulsieren, das ist aber nichts Unangenehmes. Danach spült der Doktor das Auge und schiebt den Flap zurück auf seine Position. Dann ist das zweite Auge dran.
Gespürt habe ich während der gesamten OP überhaupt nichts. Nur der Ring wird etwas fest aufs Auge gedrückt, da spürt man für wenige Sekunden den Druck auf den Augapfel.
Nach nicht einmal 10 Minuten im OP-Raum war alles erledigt!
Die nächsten Stunden sind etwas unangenehm: Die Augen jucken und tränen. Zunächst sieht man etwas milchig und ist lichtempfindlich, aber das lässt nach 3-4h nach, und die Sehstärke nimmt nach und nach zu.
Am nächsten Morgen das erste Erfolgserlebnis: Ich kann beim Duschen meine Zehspitzen erkennen! (Das sind die kleinen Glückmomente, die niemand nachfühlen kann, der keine -5,5dpt hat)
Die Nachuntersuchung am Tag nach der OP war nach 10 Minuten inklusive Verweildauer im Wartezimmer erledigt: Der Doktor schaut sich die Augen mit der Spaltlampe an, ob es z.B. Anzeichen einer Entzündung gibt. Der kurze Sehtest hat - mit beiden Augen gleichzeitig - 125% Sehstärke ergeben!!!
Das einzige Manko, dass ich nennen möchte: In der Broschüre, die man am Voruntersuchungstermin erhält, wird nicht erwähnt, dass man für die Stunden nach der OP eine Begleitperson haben sollte. Ein Freund hatte mich spontan begleitet - was eigentlich nicht so eingeplant war - und ich war ihm dafür sehr dankbar, denn man sollte und möchte wegen des Juckens und der Tränen die Augen am liebsten geschlossen halten. Wenn man so mit Bus oder U-Bahn fährt und darauf achten muss wo man gerade ist, ist das sehr unangenehm.
Noch ein kleiner Rat: Ich habe mir nach(!) der OP youtube-Videos von der Femto-Lasik-OP angeschaut. Ich finde die Videos eher abschreckend, und als Patient bekommt man die OP-Schritte eh nicht so mit. Als Information vorab sind die Animationen zur Lasertechnik, die hier im Forum zu finden sind, eher zu empfehlen.
Und noch etwas sehr wichtiges: Manche schreiben, dass sie nach der OP fehlsichtig wurden. Mein Arzt hat mich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Standard-Messtechnik, mit der die Sehstärke ermittelt wird, bei gelaserten Augen nicht funktioniert! Das hängt damit zusammen, dass bei der Technik die gesamte Augenkontur vermessen wird, und nicht nur der kleine Teil vor der Pupille, der bei der Laser-OP verändert wird!
Aussagekräftig sind dann nur Messmethoden, die für gelaserte Augen geeignet sind (und natürlich der "traditionelle Sehtest")! Wenn im Forum jemand über Abweichungen berichtet, wäre es daher interessant zu wissen, wie die Sehstärke ermittelt wurde.