von HaVonTe » 25.08.2009, 20:15
Hallo
die Berichte in diesem Forum habe ich vor meiner OP sehr interessiert gelesen. Ich möchte nun meine eigenen Erfahrungen beitragen um anderen genauso helfen zu können.
Ich hatte nur eine relativ geringe Kurzsichtigkeit.
Links 1.75 und Rechts 2.5 Dioptrin. Nur durch die Hornhaut bedingt. Nichts vom Zylinder.
Zu EuroEyes bin ich über das Inet gekommen. Ich war auch bei keiner anderen Klinik. Angelockt wurde ich durch das Angebot "800/Auge". Vorweg: Das Angebot sollte niemand glauben. Egal.
Die kostenlose Voruntersuchung beinhaltete einen Seetest wie man ihn bei jedem Optiker machen kann und eine Messung der Hornhautdicke sowie ein Untersuchung von deren Oberfläche. Die Dicke betrug nur etwa 480. Zuwenig für eine LASIK. Es käme eigentlich nur eine PRK in Frage. Aber aufgrund der geringen Fehlsichtigkeit wäre eine Femto-Lasik vielleicht doch möglich. Ich machte also einen neuen Termin. Diesmal bei mit einer richtigen Augenärztin.
Bei diesem Termin wurde die Dicke nochmal gemessen. Diesmal waren es allerdings etwa 500. Genug für Lasik. Wieso die Werte so schwanken können, wurde mir erklärt, aber ich habe es nicht ganz verstanden und auch schon wieder vergessen. Dann wurden mir sehr detailliert die verschiedenen Operationsmethoden erklärt und ich entschied mich für die Femto-Lasik, da diese offensichtlich die Methode ist, die am wenigsten Komplikationen und Schmerzen verursachen soll.
Nach dem der Operateur noch sein OK dazu gegeben hat, wurde der Operationstermin auf den 24.08.09 gelegt.
24.08.09
Gestern war es dann also soweit. Ich wurde sehr gewissenhaft und freundlich auf die Prozedur vorbereitet. Nachdem die finanzielle Transaktion abgeschlossen war, bekam ich eine Beruhigungs- und eine Schmerztablette. Etwa 30 Minuten später wurde mir Operationskleidung angelegt und der Operateur stellte sich mir vor. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl in guten Händen zu sein. Dann ging es auch schon los.
Den Eingriff selbst würde ich als sehr unangenehm beschreiben. Zuerst werden die Lider ab geklebt. Dann wird das Auge mit einer Art Spange oder Ring aufgehalten. Es gibt Tropfen und eine Augenspülung. Der Arzt hat jeden Schritt kommentiert. Ich musste die ganze Zeit in rotes Licht schauen, was von einem grünen überlagert wurde. Dann kam der Ring für den Femto-Schnitt auf das Auge und es wurde meine Hornhaut mit drei kleinen Picksern markiert. Dann drückte der Arzt den Ring nach unten worauf ich die Sicht verlor. Ich konnte das vorher recht grelle rote Licht nur sehr wage sehen. Ich sollte nun laut bis 10 zählen. Dabei schnitt der Laser den Flap von der Hornhaut. Das merkte ich praktisch nicht. Die Sicht kehrte zurück. Der Arzt klappte den Flap nach oben und nun sah ich das rote Licht als undeutliche Wolke. Nun kam das eigentliche Lasern. Es ging sehr schnell. Der Laser knatterte 2 mal kurz und es roch etwas nach verbrannten Haaren. Eine weitere Spülung. Der Flap wurde zurück geklappt, mit einem Pinsel glatt gestrichen und dann wurde ein Kontaktlinse aufgelegt. Das wars für das rechte Auge. Die gleiche Prozedur wurde beim linken wiederholt. Da allerdings mit etwas größeren Schwierigkeiten. Da ich die ganze Prozedur als immer unangenehmer empfand fing ich innerlich an zu krampfen. Ohne es zu wollen oder etwas dagegen tun zu können, kniff ich das Auge sehr zusammen, weswegen der Halterungsring verrutschte und 2 mal angelegt werden musste. Ich glaube der Arzt hatte seine liebe Not mit mir und sagte immer wieder ich solle nicht so kneifen. Das hat mein Unwohlsein noch verstärkt. Ohne die Beruhigungstablette hätte ich wahrscheinlich Panik bekommen. Das schneiden des Flaps hat dann auch zu meinem Entsetzen kurz geschmerzt. Zum Glück lief der Rest der Behandlung dann Reibungslos. Ich durfte aufstehen und nach ein paar Minuten im Wartebereich wurde ich vom Arzt nochmal kurz Untersucht und konnte dann gehen.
Meine Augen taten sehr weh. Ich hatte große Schwierigkeiten sie auf zumachen und wenn ich sie auf machte, sah ich alles sehr milchig aber nicht verschwommen.
Auf der Heimfahrt habe ich die Augen die ganze Zeit geschlossen gehalten. Wenn ich nicht abgeholt worden wäre, hätte ich in der Klinik übernachten müssen. An eine Zug- oder Busfahrt wäre nicht zu denken gewesen.
Zuhause angekommen habe ich mühsam die verschriebenen Tropfen benutzt und habe mich dann ins Bett gelegt. Gegen Abend konnte ich dann die Augen lange genug offen halten um mir das Ergebnis im Spiegel zu betrachten. Ich habe kleine Verletzungen an den Augenlidern und Blutergüsse in beiden Augen. Später habe ich dann versucht ein Buchseite zu lesen. Zu meiner großen Freude ging es ohne Brille wirklich besser als damit. Die Schmerzen ließen im Lauf des Abends immer mehr nach. Ich konnte relativ gut schlafen.
25.08.09:
Am heutigen Morgen gab es da kaum noch Probleme. Die Sicht war immer noch etwas verschleiert. Die Schmerzen vernachlässigbar.
Als ich heute 10:45 zur Nachuntersuchung eintraf, ging es mir schon wieder richtig gut. Die Kontrolle zeigte sehr gute Ergebnisse und auch die Sehschärfe ist besser. Ich bekam noch mal ein Fläschchen Tränenflüssigkeit und nach 10 Minuten war die Untersuchung beendet und ich konnte mir mit meinem Vater die Dresdener Altstadt etwas ansehen.
Über den Tag wurde die Sicht weiter besser. Selbst das schreiben jetzt am PC ist ohne viel Mühe möglich. Ich bin sehr optimistisch für die Zukunft.
Hallo
die Berichte in diesem Forum habe ich vor meiner OP sehr interessiert gelesen. Ich möchte nun meine eigenen Erfahrungen beitragen um anderen genauso helfen zu können.
Ich hatte nur eine relativ geringe Kurzsichtigkeit.
Links 1.75 und Rechts 2.5 Dioptrin. Nur durch die Hornhaut bedingt. Nichts vom Zylinder.
Zu EuroEyes bin ich über das Inet gekommen. Ich war auch bei keiner anderen Klinik. Angelockt wurde ich durch das Angebot "800/Auge". Vorweg: Das Angebot sollte niemand glauben. Egal.
Die kostenlose Voruntersuchung beinhaltete einen Seetest wie man ihn bei jedem Optiker machen kann und eine Messung der Hornhautdicke sowie ein Untersuchung von deren Oberfläche. Die Dicke betrug nur etwa 480. Zuwenig für eine LASIK. Es käme eigentlich nur eine PRK in Frage. Aber aufgrund der geringen Fehlsichtigkeit wäre eine Femto-Lasik vielleicht doch möglich. Ich machte also einen neuen Termin. Diesmal bei mit einer richtigen Augenärztin.
Bei diesem Termin wurde die Dicke nochmal gemessen. Diesmal waren es allerdings etwa 500. Genug für Lasik. Wieso die Werte so schwanken können, wurde mir erklärt, aber ich habe es nicht ganz verstanden und auch schon wieder vergessen. Dann wurden mir sehr detailliert die verschiedenen Operationsmethoden erklärt und ich entschied mich für die Femto-Lasik, da diese offensichtlich die Methode ist, die am wenigsten Komplikationen und Schmerzen verursachen soll.
Nach dem der Operateur noch sein OK dazu gegeben hat, wurde der Operationstermin auf den 24.08.09 gelegt.
24.08.09
Gestern war es dann also soweit. Ich wurde sehr gewissenhaft und freundlich auf die Prozedur vorbereitet. Nachdem die finanzielle Transaktion abgeschlossen war, bekam ich eine Beruhigungs- und eine Schmerztablette. Etwa 30 Minuten später wurde mir Operationskleidung angelegt und der Operateur stellte sich mir vor. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl in guten Händen zu sein. Dann ging es auch schon los.
Den Eingriff selbst würde ich als sehr unangenehm beschreiben. Zuerst werden die Lider ab geklebt. Dann wird das Auge mit einer Art Spange oder Ring aufgehalten. Es gibt Tropfen und eine Augenspülung. Der Arzt hat jeden Schritt kommentiert. Ich musste die ganze Zeit in rotes Licht schauen, was von einem grünen überlagert wurde. Dann kam der Ring für den Femto-Schnitt auf das Auge und es wurde meine Hornhaut mit drei kleinen Picksern markiert. Dann drückte der Arzt den Ring nach unten worauf ich die Sicht verlor. Ich konnte das vorher recht grelle rote Licht nur sehr wage sehen. Ich sollte nun laut bis 10 zählen. Dabei schnitt der Laser den Flap von der Hornhaut. Das merkte ich praktisch nicht. Die Sicht kehrte zurück. Der Arzt klappte den Flap nach oben und nun sah ich das rote Licht als undeutliche Wolke. Nun kam das eigentliche Lasern. Es ging sehr schnell. Der Laser knatterte 2 mal kurz und es roch etwas nach verbrannten Haaren. Eine weitere Spülung. Der Flap wurde zurück geklappt, mit einem Pinsel glatt gestrichen und dann wurde ein Kontaktlinse aufgelegt. Das wars für das rechte Auge. Die gleiche Prozedur wurde beim linken wiederholt. Da allerdings mit etwas größeren Schwierigkeiten. Da ich die ganze Prozedur als immer unangenehmer empfand fing ich innerlich an zu krampfen. Ohne es zu wollen oder etwas dagegen tun zu können, kniff ich das Auge sehr zusammen, weswegen der Halterungsring verrutschte und 2 mal angelegt werden musste. Ich glaube der Arzt hatte seine liebe Not mit mir und sagte immer wieder ich solle nicht so kneifen. Das hat mein Unwohlsein noch verstärkt. Ohne die Beruhigungstablette hätte ich wahrscheinlich Panik bekommen. Das schneiden des Flaps hat dann auch zu meinem Entsetzen kurz geschmerzt. Zum Glück lief der Rest der Behandlung dann Reibungslos. Ich durfte aufstehen und nach ein paar Minuten im Wartebereich wurde ich vom Arzt nochmal kurz Untersucht und konnte dann gehen.
Meine Augen taten sehr weh. Ich hatte große Schwierigkeiten sie auf zumachen und wenn ich sie auf machte, sah ich alles sehr milchig aber nicht verschwommen.
Auf der Heimfahrt habe ich die Augen die ganze Zeit geschlossen gehalten. Wenn ich nicht abgeholt worden wäre, hätte ich in der Klinik übernachten müssen. An eine Zug- oder Busfahrt wäre nicht zu denken gewesen.
Zuhause angekommen habe ich mühsam die verschriebenen Tropfen benutzt und habe mich dann ins Bett gelegt. Gegen Abend konnte ich dann die Augen lange genug offen halten um mir das Ergebnis im Spiegel zu betrachten. Ich habe kleine Verletzungen an den Augenlidern und Blutergüsse in beiden Augen. Später habe ich dann versucht ein Buchseite zu lesen. Zu meiner großen Freude ging es ohne Brille wirklich besser als damit. Die Schmerzen ließen im Lauf des Abends immer mehr nach. Ich konnte relativ gut schlafen.
25.08.09:
Am heutigen Morgen gab es da kaum noch Probleme. Die Sicht war immer noch etwas verschleiert. Die Schmerzen vernachlässigbar.
Als ich heute 10:45 zur Nachuntersuchung eintraf, ging es mir schon wieder richtig gut. Die Kontrolle zeigte sehr gute Ergebnisse und auch die Sehschärfe ist besser. Ich bekam noch mal ein Fläschchen Tränenflüssigkeit und nach 10 Minuten war die Untersuchung beendet und ich konnte mir mit meinem Vater die Dresdener Altstadt etwas ansehen.
Über den Tag wurde die Sicht weiter besser. Selbst das schreiben jetzt am PC ist ohne viel Mühe möglich. Ich bin sehr optimistisch für die Zukunft.