Lasik bei CareVision in Berlin

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Lasik bei CareVision in Berlin

von topas » 29.04.2009, 01:03

Hallo

ich möchte dann auch mal die Reihe der Erfahrungsberichte aufgreifen und von meiner LASIK bei CareVision in Berlin berichten.

Ich muss anmerken, dass ich schon 2001 einmal eine LASIK (damals im Virchow-Klinikum Berlin) durchführen lassen wollte - hatte das damals wenige Stunden vor der OP gecancelt, da ich mich (a) nicht ausreichend sicher informiert hatte und (b) der Arzt am Abend vor der OP erstmals auf das Thema Risiken zu sprechen kam.

Nun ja, Weihnachten hat sich ein Bekannter von mir bei CareVision operieren lassen und mich gebeten, ihn zur ersten Nachuntersuchung zu fahren ("Da kannst du dann dich ja mal erkundigen, du wolltest das ja auch schon mal machen lassen"). Das endete darin, dass ich spontan mein erstes Beratungsgespräch hatte und mein Bekannter 2 Stunden warten musste :) Die Beratung war soweit ok, an 1-2 STellen vielleicht etwas zu "verkäuferisch" ("Na dann machen wir in 2 Wochen die OP") - was ja aber eine subjektive Sache ist, vielleicht war ich da auch einfach zu empfindlich :) Es wurden alle Fragen beantwortet, die Vor- und Nachteile von LASEK vs. LASIK erklärt, wieso LASIK bei mir das bessere ist, schon einmal auf potentielle Risiken/Nebenwirkungen eingegangen - im wesentlichen ganz nett. Nach dem Gespräch habe ich mir dann Bedenkzeit ausgebeten, da ich doch etwas durch meinen Bekannten überrumpelt wurde, und wollte mich dann melden.

Nach ca. 10 Wochen, in denen ich hier das Forum täglich besucht habe, einmal pro Woche mit dem Bekannten über dessen Fortschritte/Befindlichkeit telefoniert habe hab ich dann angerufen und einen OP-Termin ausgearbeitet. Netterweise war es möglich, sowohl die Voruntersuchung als auch die erste Nachuntersuchung auf einen Samstag zu legen - spart ungemein Urlaubstage, da ich 400km weiter weg wohne :) Am 28.3. also zur Voruntersuchung. Nochmal alle relevanten Werte geprüft, Anamnesebogen ausgefüllt und geprüft, nochmal die OP mit allem drum und dran erklärt - einfach nochmal alles erklärt bekommen, Fragen wurden gut beantwortet.

Am 3.4. war es dann soweit - der große Tag kam. Die Tage zuvor allen Leuten (egal ob es sie interessierte oder nicht) erzählt, dass ich die OP mache, damit ich nicht wieder kneife, Chauffeurdienst für den Tag organisiert. Und dann ging es in's Europacenter. Augentropfen für die Wochen nach der OP erhalten, Beruhigungsmittel erhalten ("Und, wollen sie ein Beruhigungsmittel?" - "Mindestens!"), Zahlungsmodalitäten geklärt. Und dann ging es in den Vorbereitungsraum. Brille gleich draußen gelassen, halbblind in den Raum gegangen. Dort weitere Augentropfen erhalten (brannten zwar etwas - aber wer schön sein will muss bekanntlich leiden), Haarnetz etc... Nach vielleicht 15 Minuten in den OP geführt worden. Dort habe ich mich beim ersten (rechten) Auge etwas störrisch angestellt, da ich trotz Beruhigungsmittel einen ganz guten Adrenalinspiegel hatte :) Die Ärztin hat mir auch geduldig 5 mal gesagt, dass ich nach oben schauen soll. Von der OP selbst gar nich viel gesehen - lief deutlich unspektakulärer ab als ich dachte - weswegen sich beim zweiten Auge dann auch eine Art "Routine" einstellte und alles wie am Schnürchen lief. Zuletzt Flaps zurück geklappt, glatt gezogen ("Die liegen jetzt so richtig gut - wehe Sie kommen dran und ich muss die neu legen" (mit einem Lächeln in der Stimme)). Dann der spannende Moment: "Jetzt setzen Sie sich mal hin... und jetzt schauen Sie auf die Uhr und sagen wie spät es ist" - "Hm, 7 Minuten vor um 5" *ratter ratter... Du hast doch gar keine Brille auf* *Gänsehaut* Dann das obligatorische Foto gemacht, noch 10 Minuten im Post-OP gesessen und dann war's das. Laut meiner Begleitung bin ich dann nur noch an den Fenstern langgelaufen (hey, 17. Stock im EC) und nur noch ganz bewusst rausgeschaut, um zu schauen, wie gut ich gucken kann.
Am Samstag erste Nachuntersuchung - alles soweit gut gewesen. Nach fast zwei Wochen (nach einer Woche war Osterwochenende, danach wollte ich keinen Urlaub nehmen) zur zweiten Nachuntersuchung - Flap ist immer noch sehr gut, fast kein Schnitt mehr zu sehen, das rechte AUge hat die 100% nicht ganz geschafft, aber zusammen klappen die 100%. Mal schauen, was die nächste Untersuchung bringt :)

Zusmamenfassend: Von rechts -8,75 und -0,75cyl, links -7,75 und -1,0cyl auf ca. 100% (nach fast 4 Wochen). Blendempfindlichkeit im großen und ganzen gleich geblieben (Starbursts und Höfe hatte ich vorher auch schon, sind nur etwas stärker, dafür hat die direkte Blendempfindlichkeit subjektiv sogar etwas abgenommen). Wenn die Werte so bleiben also sogar bei so grenznahen Werten (über -9 Dioptrin auf dem rechten Auge) ein Leben ohne Brille :)

Kurzum: An 1-2 Stellen vielleicht ein klein wenig zu rountinemäßig abgehandelt - aber ich bin diesbezüglich auch ziemlich sensibel - und von anderen Ärzten bin ich da schon deutlich schlimmeres gewohnt. Und im Gegenzug lohnt sich ja diese Routine auch - die Ärzte wissen was sie tun, kennen sich aus. Ich würde die Klinik jedenfalls jederzeit weiterempfehlen, ich bin sehr zufrieden mit der Behandlung.

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