Meine OP am 18.08.2008 im ISH

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von Saida81 » 21.09.2008, 18:04

Klingt, als hättest du es fast genau so erlebt wie ich auch. War schön zu lesen!

von Partypapst » 21.09.2008, 02:20

clapede hat geschrieben:Mich würde mal interessiere, ob Ihr mit Euren , bis jetzt gemachten,
Erfahrungen,
immer wieder den Weg einer Auslans Op dem gegenüber einer hier
in D. ausgeführten wählen würdet.
Für mich scheint es so , das die Probleme erst nach einer Op
beginnen.
Welche Medikamente in Frage kommen ,
wer übernimmt die Nachsorge,
und wer ist mein schneller Ansprechparner bei Problemen?
Denke aber auch , das man die Folgekosten: Nachsorgeuntersuchungen hier in D.
oder
eine nochmalige Reise ins Ausland,nicht ausser acht lassen kann.

Ist es normal, das bei einer höheren Fehlsichtigkeit auch ein
erhöhtes Maß an Augentrockenheit vorkommt?
Vielen Dank für Eure Antworten
clapede
Hallo,

ich hatte aus rein monetären Gründen eine Lasik im Ausland in Betracht gezogen. Meine Recherche brachte mich dann auf Dr. Sinan Göker im ISH. Also nam ich Kontakt mit einer in Deutschland ansässigen Agentur auf und fragte mal pauschal an, was sie mir so Ende Juni anbieten könnten. Ich hatte extra einen Termin ausgewählt, der mitten in der Woche war und keine Gruppentermine beinhaltete, um den großen Zulauf aus dem Weg zu gehen (was sich im Nachhineien auch als gute Wahl herausstellte).

Man bot mir ein Pauschalangebot über einen großen Reiseveranstalter an für 4 Tage, für mich zu kurz.
Kurzerhand sagte ich der Agentur meinen Wunschtermin für die OP und besorgte mir Supi ****-Hotel in Sultanahmet und Flüge mit der Kranich-Airline für weniger Geld als das kürzere Pauschalangebot.
Damit "verwirkte" ich zwar den Transfer Flughafen-Hotel, aber die hypermoderne, klimatisierte Tram (made by Bombardier ) fährt für läppische 2€ bis vor die Hoteltür. 8)

Ich wollte Deutschland aber nicht verlassen, ohne mir vorher über meine Voraussetzungen im Klaren zu sein. Deshalb habe ich einen Termin bei einem Oberarzt in der nahen Augenklinik, die auch wenige Lasik's im Jahr macht, wahrgenommen, wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet. :)
Naja, das Übliche mit Hornhaut-Pachymetrie, Pupillometer, ...
Viel wichtiger war aber das Gespräch mit dem Arzt, dass sehr offen von seiner Seite geführt wurde, aber nie belehrend auf mich wirkte.
Sprich, er hat mir die Risiken der einzelnen Schritte der Lasik erklärt und wie man dann eigentlich als Arzt vorgeht, falls sie eintreffen würden.
Letzendlich gab er das generelle OK für eine Lasik bei mir, auch wenn ich ihm vorher offen nannte, dass ich das ISH als Ziel habe.

Schon mal eine erste Beruhigungspille für die Nerven. :wink:

So ging's am 24.06.2008 nach Istanbul. Die Transfers haben wunderbar geklappt, auch morgens fand der schwäbelnde Fahrer nach kurzer Suchzeit "mein" Hotel und brachte uns vorbei an den Sehenswürdigkeiten zum ISH. Dort war die Betreuung ansich vorbildlich. Zunächst kamen die Nachuntersuchungen der Vortagesoperationen zum Tragen, bevor mich dann zuerst meine Agenturbetreuerin begrüßte und dann auch gleich mein Betreuer.
Danach folgte der mir bekannte Voruntersuchungsvorgang mit ähnlichen Instrumenten.
Danach gab's die Tropfen zur Pupillenvergrößerung und die Voruntersuchungen nochmal.
Bei der Abschlussuntersuchung vor der Operation sagte man mir lediglich: "Wir können sie operieren."
Wahrscheinlich haben sie dann auf Jubelstürme von mir gewartet, aber lediglich mit ein paar Fragen von mir wurden sie "belohnt". :D
Die beantworteten sie mir auch und damit war das gelaufen.
Fazit: Keine mündlichen Belehrung hinsichtlich Operationsrisiken, lediglich im Schriftkram hab ich 'n paar kurze Worte dazu gefunden, aber ich hatte auch nicht mehr erwartet, deshalb ja meine Fragestunde schon in Deutschland.
Dann sollte Mittagspause sein, die aber abrupt unterbrochen wurde, da meine Agenturbetreuerin sagte, es gehe gleich los.
Also waren die hübschen Prospekte mit Restaurants um die Ecke für die Pause fürn Ar*** und ich schob mir Sandwich aus der Kantine rein und es ging das berühmte Stockwerk aufwärts.
Schnell die Einweg-Puschen über die Schuhe (solche Automaten gibt's nichtmal hier in vielen Kliniken im Osten, berichte mir meine zur Unterstützung begleitende Freundin (auch ne Frau Dr.)) und es ging in den Vorraum.
Es gab Betäubungstropfen und bei mir und noch einem Patienten wurde ein Auge abgeklebt. Kurz danach wurde ich dann operiert.
Die Operation ansich war überhaupt nicht schmerzhaft, lediglich das hier auch schon oft genannte "Zweite Auge" war etwas unangenehmer. Nachdem auch der zweite Patient operiert war, kam der Arzt, Faik Ocrumov und betrachte, ob der Flap auch richtig saß. Keine Probleme, also ging's mit dem Medikamentenbeutelchen und Puck-Die-Stubenfliege-Brille wieder zurück ins Hotel.
Meine Freundin hat mir noch was zu beißen besorgt aus einem Restaurant gegenüber, wo wir schon am Abend zuvor waren und ich habe erstmal etwas geschnuffelt.
Trotz Schlafmittel bin ich halt vor der magischen "3-Stunden-Grenze" aufgewacht und noch etwas in den Genuss der leicht brennenden Augen gekommen, aber dies ging tatsächlich nur 3h 15min nach der OP.
Abends war gerade das Halbfinale gegen die Türken, aber alle hatte mir geraten im Hotel zu bleiben. :roll:
Also das Spiel auf türkisch geschaut und schon der guten Sicht gefröhnt.
Am nächsten Tag gab's die Nachuntersuchung im ISH mit Sehtest der ordentlich verlief. Im Anschluss gleich Sightseeing, am nächsten Tag ebenfalls inkl. ausgiebigem Shopping.
Am Sa. gings dann in aller Ruhe und viel Platz kurz nach dem Mittag in einer halbleeren Boeing 737-300 mit dem Kranich auf dem Leitwerk zurück.

Wieder in Deutschland gab's in den ersten Wochen doch schon trockene Augen, die anfänglich mit den Tears Natural Free bekämpft wurden, anschließend gab's jetzt Tests von mehreren Präparaten wie Lacophtal sine, Hyabak und inzwischen mit Hylo-Vision sine bzw. HD, die mir der Arzt in Deutschland empfahl. Derzeit hat sich das schon stark gebessert und ich tropfe maximal 3-4 mal am Tag.

Nach 7 Wochen habe ich dann mich entschlossen einen Arzt aufzusuchen, der eine Nachsorge macht.
Da mir vom Oberarzt der Voruntersuchung als Spezialist für Refraktive Chirurgie in meiner Heimat Prof. Duncker von der Uni Halle empfohlen wurde, der ein eigenes Laserzentrum führt, habe ich mir dort einen Termin besorgt und dort wurde mir das gute Ergebnis der Operation bestätigt.
Auf die Angabe leichter Halo's hin und meinem Hinweis auf einen evtl. möglichen zu kleinen Lasikbereich, wurde auch noch ein Pupillographie (Pupille dunkel / Dämmerung / hell) gemacht und dort wurden auch die Bedenken zerstreut. Man sagte mir, dass sich das nach 7 Wochen noch nicht gelegt hat und ich Geduld mitbringen solle.
Dem glaube ich auch, denn bis heute hat sich das schon deutlich gebessert im Vergleich kurz nach der OP.
Die Privatkosten, die ich dort bezahlt habe, sind sehr gering.
Etwa 5% des OP-Preises im ISH. :lol:
Ein Termin war kurzfristig zu haben auch sehr flexibel, denn ich hatte Wünsche - Fr. nachmittag nach 15.00 Uhr. :D
Der Prof. und auch seine Ärztin, sowie das Praxispersonal waren sehr freundlich und zwar erstaunt über einen "Patienten aus Istanbul", aber keinesfalls abfällig, ich denke eher, sie waren überrascht über das gute Ergebnis. Ich habe mich dann auch noch kurz über die Abläufe im ISH unterhalten.

Abschließend noch mein Gesamtfazit:
Für mich war es erfolgreich, aber ich würde es wohl nicht ohne Planung der Vor- und Nachuntersuchung machen. Eine Begleitperson nach Istanbul war für mich ein Muss, vor allem in der Zeit unmittelbar nach der OP.
Es waren auch Patentinnen da, mit -1,0, die haben das offensichtlich wie ein Frisörtermin behandelt, weil Cousine, Schwester und Mutter dies ja auch schon gemacht hätten, müssten sie es jetzt tun. Ein absolutes No-Go für mich.
Unter den Umständen wäre ich keinesfalls nach Istanbul geflogen.
Ein Termin mitten in der Woche abseits der Gruppentermine ist goldwert. Waren doch z.B. am Osterwochende 117 Personen bei der Behandlung, bei mir lediglich 7.

MfG

von Saida81 » 18.09.2008, 16:51

So, vorhin war meine erste Nachuntersuchung in Deutschland und es ist alles wunderbar verheilt bis jetzt. Man sieht gar nichts mehr. Meine Werte jetzt nach vier Wochen:
Visus Rechts: 0,8 Links: 1,0

Damit habe ich jetzt auch eine Bestätigung für den Führerschein erhalten und darf dann ab sofort ohne Sehhilfe fahren.

Es ist also alles gar nicht so schlimm wie vermutet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie erleichtert und glücklich ich jetzt bin. Ich war schon ganz sicher mir 'ne neue Brille besorgen zu müssen und habe schon über Relasik nachgedacht.


Habe gerade wieder einen tollen Tip aus der Apotheke erhalten (Na ja, viele von euch kennen das vermutlich schon...):

"Hylo-Comod" heißen die Tropfen. Mal wieder - wie der Name schon verrät - mit Hyaluronsäure (was ja angeblich top sein soll) und in einer "großen" Flasche, d.h. keine Einzeldosen. Diese Tropfen sind dreimal so lange wie normale Augentrofen in der Flasche haltbar, nämlich 12 Wochen ab dem Öffnen und troztdem konservierungsmittelfrei! Billig ist es leider nicht. Habe für 10ml 13,99€ bezahlt, aber ich denke für die Zeit nach der OP, in der man immer seltener Tropfen braucht ist es echt ideal.

von singforfun » 28.08.2008, 17:11

Gaesch hat geschrieben:
jemand der nur ne kleine fehlsichtigkeit hat von ich sag mal -1,5 bis -2 brauch meiner meinung nach keine op da das ergebnis nicht den möglichen risiken überwiegt .

cu
:lol: das sehe ich genauso :lol:

lg singsang

von michel » 28.08.2008, 12:32

HI Gaesch,

natürlich bin ich nicht nach Istanbul gefahren wegen " einem Arzt".

Ich bin zu Frau Dr. Kandur gefahren, weil sie nicht nur eine sehr gute und erfahrene Operateurin ist, sondern auch über die neuesten Geräte verfügt. Ganz wichtig war für mich auch, das alles von einer Person gemacht wird, von den Voruntersuchungen über die OP bis zu den Nachuntersuchungen. Außerdem wußte ich aus diesem Forum durch die vielen Erfahrungsberichte, dass sie gerade bei höher Fehlsichtigen gute bis sehr gute Erfolge erzielte.

Es war also das Gesamtpaket " Klinik Dr. Kandur " das mich überzeugte. Geld sparen tut natürlich jeder gerne, trotzdem war es bei mir nicht der Beweggrund nach Istanbul zu gehen. Hätte sich die Klinik in Köln befunden, hätte ich es in Köln gemacht für die hier üblichen Preise.
Ich habe aber in Köln Voruntersuchungen durchführen lassen und in dieser Klinik hätte ich mich nie operieren lassen. Aber nicht aufgrund des Geldes, sondern aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen.

Ich rat auch niemandem dazu, den gleichen Weg zu wählen, wie ich ihn genommen habe.

Denn nur darain stimme ich Dir zu: Jeder muss es am Ende für sich selbst entscheiden.

Gruß

Michel

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