von tallis » 06.06.2008, 20:04
So, nun ist es knapp mehr als einen Tag her seit meiner Relasik - ihr seht, ich habe mich schlussendlich entschieden. *g* Ich hab mir zwar bis zur Untersuchung (Ergebnis: links zwischen 0,75 und 1 Dioptrie(n), er wird auf 0,75 lasern, um erstens eine Überkorrektur zu vermeiden, und um zweitens den Unterschied zwischen beiden Augen nicht zu groß werden zu lassen - rechts hab ich ja auch so ca. 0,25) gestern nichts sehnlicher gewünscht, als dass eine Operation aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, aber nix da, mein Auge wird für tauglich befunden, und ich für 12:15 Uhr zum Laserraum beordert.
Dort steh ich dann um 10 nach 12, fühl mich, als würde ich zum Schafott geführt, schau noch mal bewusst mit beiden Augen rum, um mich von meiner Sehfähigkeit zu verabschieden (nein, einen Hang fürs Dramatische hat man mir noch nie unterstellt), und setz ich mich hin und warte gottergeben. Vor mir ist noch eine alte Frau dran, die unterzieht sich aber eher keinem refraktiven Eingriff, sondern die kommt nach 10 Minuten wieder mit einem Verband über einem Auge raus, ich tipp halt mal auf Star oder so was. Naja, und dann bin ich dran. Zu dem Zeitpunkt ist meine Glücksschildkröte schon eine Glücksflunder, so sehr hab ich das arme Viech gequetscht.
Der Doc holt mich also rein in den Vorraum zum Laserraum, gibt mir Mantel, Haube und Schuhe, und dann gehts in das Heiligtum. Beim letzten Mal hab ich vom Raum ja nix gesehen, da waren die Augen nach dem Schneiden des Flaps geschlossen, umso interessierter schau ich mich diesmal um. Es ist sehr kühl im Raum, angenehm, düster, und zwei sehr nette Schwestern erwarten mich. Ich muss mich auf die Liege legen, beide Augen schließen, das rechte wird abgeklebt, das linke betäubt, der Bereich um es mit Beta großzügig desinfiziert und dann abgedeckt, sodass nur noch das Auge rausschaut. Irgendwie dürfte ich seit dem letzten Mal verdrängt haben, wie ekelhaft die ganze Prozedur ist. Dann wird die Liege unter den Laser geschwenkt, und, hallo!, hier ist er ja wieder, der grüne Punkt, auf den ich während des Eingriffs schauen soll. Nochmal betäubt, und dann seh ich über mir auf dem Auge spitze Instrumente, er erklärt mir, dass er anzeichnet, dann verzerrt sich mein Blick mehrmals hintereinander (was für ein widerliches Gefühl!), das ist das Anheben des Flaps, und auf einmal ist alles verschwommen - der Flap ist nach geschätzten 10 Sekunden zur Seite geklappt. Hornhautdicke wird noch mal gemessen, und dann kommt auch schon der Laser, relativ lange, wie es mir für diese minimale Dicke scheint, brummt und bläst, und dann ist es vorbei, der Flap wird wieder aufgelegt, glatt gestrichen, etc, etc, man kennt das ja. Gleich Dexagenta rein, Schutzkappe drüber, Augen geschlossen halten, aufsetzen und kurz sitzen bleiben, dann führt mich die Schwester in den Warteraum zurück. Dort häng ich ca. eine Viertelstunde rum, dann holt mich der Doc zur Nachuntersuchung in einen Raum, befindet alles für gut, und ich bin für den Tag entlassen.
Wie es mir geht? Super. Im Klospiegel ist das Auge noch rot, zwei Minuten später im Autospiegel sieht man nicht mehr, welches Auge gelasert wurde. Ich hab mir aus leidvoller erster Erfahrung zwei Parkemed 500 mitgenommen und schluck die erste gleich im Auto, weil sich schon das bekannte Ziehen bemerkbar macht. Sehen tu ich noch ein wenig verschwommen, ein milchiger Schleier über dem Auge, und in den Tunnels auf der Heimfahrt habe ich milde Halos von den Lichtern, aber bereits hier kann ich feststellen, dass ich die Nummerschilder der Autos viel besser auf die Entfernung lesen kann als zuvor. Zwei Stunden später - ich bin inzwischen daheim, ist der Schleier fast völlig verschwunden, vor allem, wenn ich tropfe, ich hab leichte Kopfschmerzen und vermeid es, konzentriert auf einen Punkt hin zu sehen, aber ich fühl mich blendend. Gegen Abend noch eine zweite Parkemend, weil es wieder leicht schmerzt, und nachdem ich die Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen hab, fall ich um neun mit meiner Augenklappe ins Bett.
Und heut ist, abgesehen davon, dass ich links super scharf sehe, die Relasik schon wieder so Vergangenheit, dass ich regelrecht aufpassen muss, um nicht zu vergessen, dass mein linkes Auge frisch operiert ist. Schleier: null. Halos: minimal, völlig nebensächlich. Sehstärke: Adler. Bei der Kontrolle heut um 10 alles bestens, bis Montag noch 4x täglich die Dexagenta tropfen, und dann nur noch befeuchten, aber ich muss fast lachen, wenn ich jetzt meine Augen vergleiche, denn das rechte, das ja bisher immer mein “scharfes” war, ist jetzt einfach nur mies. Klar, ich hab noch die Schwellung im linken Auge, die Sehstärke geht sicher noch ein bissl zurück, aber jetzt, wenn ich alles so gestochen scharf sehe, merk ich erst, wie schlecht ich eigentlich zuvor gesehen haben MUSS, und ich bin unglaublich froh, mich für die Relasik entschieden zu haben. Und hätte ich gewusst, wie unkompliziert die abläuft, hätt ich mich nicht zwei Monate lang selber wahnsinnig gemacht.
Naja, soviel mal zu meiner Relasik. Kommenden Montag hab ich noch eine Kontrolle, und werde wieder berichten.
So, nun ist es knapp mehr als einen Tag her seit meiner Relasik - ihr seht, ich habe mich schlussendlich entschieden. *g* Ich hab mir zwar bis zur Untersuchung (Ergebnis: links zwischen 0,75 und 1 Dioptrie(n), er wird auf 0,75 lasern, um erstens eine Überkorrektur zu vermeiden, und um zweitens den Unterschied zwischen beiden Augen nicht zu groß werden zu lassen - rechts hab ich ja auch so ca. 0,25) gestern nichts sehnlicher gewünscht, als dass eine Operation aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, aber nix da, mein Auge wird für tauglich befunden, und ich für 12:15 Uhr zum Laserraum beordert.
Dort steh ich dann um 10 nach 12, fühl mich, als würde ich zum Schafott geführt, schau noch mal bewusst mit beiden Augen rum, um mich von meiner Sehfähigkeit zu verabschieden (nein, einen Hang fürs Dramatische hat man mir noch nie unterstellt), und setz ich mich hin und warte gottergeben. Vor mir ist noch eine alte Frau dran, die unterzieht sich aber eher keinem refraktiven Eingriff, sondern die kommt nach 10 Minuten wieder mit einem Verband über einem Auge raus, ich tipp halt mal auf Star oder so was. Naja, und dann bin ich dran. Zu dem Zeitpunkt ist meine Glücksschildkröte schon eine Glücksflunder, so sehr hab ich das arme Viech gequetscht.
Der Doc holt mich also rein in den Vorraum zum Laserraum, gibt mir Mantel, Haube und Schuhe, und dann gehts in das Heiligtum. Beim letzten Mal hab ich vom Raum ja nix gesehen, da waren die Augen nach dem Schneiden des Flaps geschlossen, umso interessierter schau ich mich diesmal um. Es ist sehr kühl im Raum, angenehm, düster, und zwei sehr nette Schwestern erwarten mich. Ich muss mich auf die Liege legen, beide Augen schließen, das rechte wird abgeklebt, das linke betäubt, der Bereich um es mit Beta großzügig desinfiziert und dann abgedeckt, sodass nur noch das Auge rausschaut. Irgendwie dürfte ich seit dem letzten Mal verdrängt haben, wie ekelhaft die ganze Prozedur ist. Dann wird die Liege unter den Laser geschwenkt, und, hallo!, hier ist er ja wieder, der grüne Punkt, auf den ich während des Eingriffs schauen soll. Nochmal betäubt, und dann seh ich über mir auf dem Auge spitze Instrumente, er erklärt mir, dass er anzeichnet, dann verzerrt sich mein Blick mehrmals hintereinander (was für ein widerliches Gefühl!), das ist das Anheben des Flaps, und auf einmal ist alles verschwommen - der Flap ist nach geschätzten 10 Sekunden zur Seite geklappt. Hornhautdicke wird noch mal gemessen, und dann kommt auch schon der Laser, relativ lange, wie es mir für diese minimale Dicke scheint, brummt und bläst, und dann ist es vorbei, der Flap wird wieder aufgelegt, glatt gestrichen, etc, etc, man kennt das ja. Gleich Dexagenta rein, Schutzkappe drüber, Augen geschlossen halten, aufsetzen und kurz sitzen bleiben, dann führt mich die Schwester in den Warteraum zurück. Dort häng ich ca. eine Viertelstunde rum, dann holt mich der Doc zur Nachuntersuchung in einen Raum, befindet alles für gut, und ich bin für den Tag entlassen.
Wie es mir geht? Super. Im Klospiegel ist das Auge noch rot, zwei Minuten später im Autospiegel sieht man nicht mehr, welches Auge gelasert wurde. Ich hab mir aus leidvoller erster Erfahrung zwei Parkemed 500 mitgenommen und schluck die erste gleich im Auto, weil sich schon das bekannte Ziehen bemerkbar macht. Sehen tu ich noch ein wenig verschwommen, ein milchiger Schleier über dem Auge, und in den Tunnels auf der Heimfahrt habe ich milde Halos von den Lichtern, aber bereits hier kann ich feststellen, dass ich die Nummerschilder der Autos viel besser auf die Entfernung lesen kann als zuvor. Zwei Stunden später - ich bin inzwischen daheim, ist der Schleier fast völlig verschwunden, vor allem, wenn ich tropfe, ich hab leichte Kopfschmerzen und vermeid es, konzentriert auf einen Punkt hin zu sehen, aber ich fühl mich blendend. Gegen Abend noch eine zweite Parkemend, weil es wieder leicht schmerzt, und nachdem ich die Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen hab, fall ich um neun mit meiner Augenklappe ins Bett.
Und heut ist, abgesehen davon, dass ich links super scharf sehe, die Relasik schon wieder so Vergangenheit, dass ich regelrecht aufpassen muss, um nicht zu vergessen, dass mein linkes Auge frisch operiert ist. Schleier: null. Halos: minimal, völlig nebensächlich. Sehstärke: Adler. Bei der Kontrolle heut um 10 alles bestens, bis Montag noch 4x täglich die Dexagenta tropfen, und dann nur noch befeuchten, aber ich muss fast lachen, wenn ich jetzt meine Augen vergleiche, denn das rechte, das ja bisher immer mein “scharfes” war, ist jetzt einfach nur mies. Klar, ich hab noch die Schwellung im linken Auge, die Sehstärke geht sicher noch ein bissl zurück, aber jetzt, wenn ich alles so gestochen scharf sehe, merk ich erst, wie schlecht ich eigentlich zuvor gesehen haben MUSS, und ich bin unglaublich froh, mich für die Relasik entschieden zu haben. Und hätte ich gewusst, wie unkompliziert die abläuft, hätt ich mich nicht zwei Monate lang selber wahnsinnig gemacht.
Naja, soviel mal zu meiner Relasik. Kommenden Montag hab ich noch eine Kontrolle, und werde wieder berichten.