Hallo,
nachdem mir das Forum sehr bei meiner Entscheidungsfindung geholfen hat, möchte ich nun auch meine Erkenntnisse berichten.
Allgemeines und Voruntersuchung:
Von einem Kollegen habe ich von Care-Vision gehört. Der innere Schweinehund hinderte mich dann lange von Rosenheim bis nach Nürnberg (der nächsten Care-Vision Klinik) zu fahren. Nachdem nun Anfang des Jahres aber eine Filiale in München eröffnete war auch diese Hürde geschafft. Also: Termin für das (kostenlose) Beratungsgespräch und die Voruntersuchung auf Ende März gelegt. Die Voruntersuchung kostet 100 Euro. Diese Kosten werden aber mit der Rechnung für die Laserbehandlung gutgeschrieben. Am Tag der Untersuchung fuhr ich mit dem Zug zum Hauptbahnhof München. Die Klinik liegt sehr günstig: Aus dem Zug, über die Strasse und schon steht man vor dem Elisenhof. Die Klinik selbst ist komplett neu. Somit natürlich auch die Geräte und Einrichtung. Diese vermitteln sofort ein sehr professionelles Umfeld. Der Wartebereich ist derzeit noch recht dezent gestaltet. Ich persönlich würde hier noch ein bisschen Farbe an die Wand bringen oder einfach noch ein paar Akzente setzen um auch hier eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Die Dame am Empfang hat mich sehr freundlich begrüßt und mir meine erste Aufgabe gestellt: Der Patientenbogen mit Fragen nach Allergien, Medikamentenunverträglichkeiten, Adresse usw. wollte gefüllt werden. Daraufhin wurden zahlreiche Tests durchgeführt. Keiner davon war mit Schmerzen verbunden. Das einzig unangenehme für die letzten 2-3 Tests: Es wurden Tropfen in die Augen gegeben die für 1-2 Minuten ziemlich brennen und man danach für ca. (bei mir) 7-8 Stunden mit geweiteten Pupillen herumläuft (leichte Lichtempfindlichkeit!). Die Tests selbst erfolgten teils von einem Assistenten, teils von der Ärztin selbst. Im Anschluss an die Tests folgte dann noch ein ausführliches Gespräch mit der Ärztin. Hier wurde nochmals ausführlich auf alle Gefahren hingewiesen. Eigene Fragen wurden sehr ausführlich und kompetent beantwortet.
Nach dem Termin war ich von dem Zentrum so begeistert dass ich noch am gleichen Tag den Termin für die Behandlung ausmachte: 09.05.2008 – Aber Achtung: Bei mir war der Gedanke nach einer Korrektur schon lange vorhanden und ich habe mich vorab intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt – also nichts überstürzen!
Die Zeit dazwischen:
Hier will ich unbedingt was loswerden: Auf keinen Fall verrückt machen lassen; Ich finde die Foren interessant und lesenswert – aber man sollte aufpassen welche Beiträge vielleicht ein bisschen übertrieben sind. Ich persönlich hab Foren durch gestöbert und war am Tag der OP bis Mittag in der Arbeit. Perfekte Ablenkung!
Behandlung:
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren (Aufklärungsbogen unterschrieben, Rechnung bezahlt, Tropfenplan erhalten, letzte Fragen mit dem Doktor geklärt) ging’s los: In der Schleuse zum eigentlichen OP-Raum bekam ich den sexy Haarschutz und die Schuhüberzieher. Die Augen wurden desinfiziert und ich erhielt die ersten Tropfen in die Augen. Nach ca. 5 Minuten durfte ich dann auf die Liege und wurde in die richtige Position gebracht. Es ging mit dem rechten Auge los: Erst die Wimpern mit einem Klebeband gebändigt und den Betäubungstropfen ins Auge getropft. Wieder 1-2 Minuten gewartet bis die (ich nenn es mal so) Lidsperre angelegt worden ist. Jeder Schritt wurde vom Arzt angekündigt. Der Arzt hat nun das Auge noch mal angesehen und es wurde ernst. Es wurde eine Art Ring auf das Aug gelegt. Nach der Ankündigung vom Arzt verspürte ich einen starken Druck am Auge und irgendwann „ging das Licht aus“ – es wurde dunkel. Der Arzt gab dem Assistenten diverse Kommandos und im Ring surrte das Messer leise. Nach einer Spülung und einem weiteren Kommando hörte der Druck auf und es kam wieder – wenn auch verwaschen – Licht… Dieser Saugvorgang war für mich persönlich – das unangenehmste an der ganzen OP…
Es war NICHT schmerzhaft aber eben sehr unangenehm…
Ab jetzt kann ich leider nur noch schemenhaft berichten, da eben das ganze etwas verwaschen war… Ich sah wie die angeschnittene Oberfläche umgeklappt worden ist. Anschließend kam das berühmt, berüchtigte grüne Licht: Ein kleiner grüner Punkt direkt vor dem Auge welcher fixiert werden wollte – war aber gar nicht so einfach da der kleine Punkt immer wieder verschwunden ist – na ja irgendwie hats dann doch geklappt und (ebenfalls nach Ankündigung) man hörte den Laser brummen. Von dem abtragen selbst habe ich nichts gespürt, lediglich den Geruch von verbrannten habe ich wahrgenommen (Genau der Geruch wenn man beim Grillen der Glut zu nahe kommt und die Haare an den Armen verbrennen

) Der Assistent hat während dem Laservorgang die Prozente herauf gezählt, man wusste also sofort wie lange es noch dauern wird. Wiederrum nach einer Spülung wurde der Deckel zurückgeklappt und mit speziellen „Werkzeug“ glattgestrichen. Das war es. Der Arzt entfernte noch ganz vorsichtig die Lidklemme und das Pflaster und ich sollte vorsichtig die Augen schließend und wieder öffnen… Der gleiche Vorgang hat sich dann links wiederholt.
Vom Betreten des OP-Raums bis zum Verlassen sind exakt 17 Minuten vergangen… Die OP war für mich komplett schmerzfrei, nur das erstellen des Deckels war durch den hohen Druck unangenehm.
Nach der OP
Nachdem ich noch 2-3 Minuten auf der Liege gelegen bin setzte ich mich und: Ich konnte die Uhr in ca. 5 Meter Entfernung lesen – zwar nicht scharf dafür sehr neblig - aber ich sah 18.30 Uhr. Abschließend kamen sehr stylische Plastikschalen über die Augen und wurden mit Klebestreifen fixiert. Die sollten mind. bis zum nächsten Morgen drauf bleiben damit man nicht durch Zufall an die Augen kommt. Eine Woche lang müssen die Dinger dann nachts angelegt werden. Naja damit kann man leben. Ich wartete ca. 30 – 45 Minuten im Wartebereich bevor der Arzt sich sein Werk noch einmal ansah. Alles war korrekt und ich konnte gehen.
Auf der Fahrt nach Hause brannte es teilweise wie nach einem Kilo Zwiebel-Zwangs-Schneiden aber die Sicht wurde fast von Minute zu Minute besser. Eine Stunde später waren wir wieder zu Hause. Ich lag erst mal auf der Couch und hielt meine Augen im Wechsel 5 Minuten offen und dann wieder 5 Minuten geschlossen. Der Blick war ca. 2 Stunden nach dem Eingriff schon fast scharf, das brennen so gut wie verschwunden. Die Nacht war – abgesehen von Druckstellen der Plastikschalen – ohne Probleme und völlig schmerzfrei. Heute Morgen nach dem abnehmen der Schale kam die Überraschung: Ich seh scharf, es brennt nicht, tut nicht weh, bin nicht lichtempfindlich und bin überglücklich!
Um 10.00 Uhr war ich zur Nachuntersuchung: Das Auge wurde noch mal angesehen, der Schnitt ist verschwunden – also wunderbar! Der Arzt dämpfte meinen Enthusiasmus dadurch dass er mir ankündigte, dass die Sehkraft in den nächsten Tagen sehr schwankend sein kann… Naja – auch damit kann man leben, Hauptsache es stabilisiert sich in den nächsten Wochen und das Ergebnis bleibt mindestens so wie heute Morgen. Ich werde mich nun streng an den Tropfenplan halten: In der ersten Woche stündlich Hylo-Lasop, und alle 4 Stunden je einmal Floxl und einmal Fluoro-Pos in die Augen träufeln. Aber der zweiten Woche dann nur noch Fluoro-Pos und Hylo-Lasop…
Mittlerweile ist es abends und meinen Augen geht’s nach wie vor super. Also a) vielen Dank an Dr. Schmidt und dem Care-Vision Team b) keine Angst vor der OP – es tut nicht weh ist nur mal kurz unangenehm und c) zumindest bis jetzt tuts nach der OP immer noch nicht weh und d) das Gefühl ohne Brille scharf zu sehen ist genial!
Meine Ausgangswerte lagen bei -2 auf beiden Seiten ich selbst bin männlich und 29.
Ich werde hier in ein paar Tagen bzw. Wochen noch schreiben wie es dann aussieht…