von hagid_muc » 14.06.2009, 23:10
Hallo liebe Operation-Auge-Gemeinschaft,
wenn ich hier sehe, wieviele Leute nach wichtigem fachlichen Rat vor einer solchen OP fragen, dann finde ich, sollte unbedingt eine Unklarheit beseitigt werden.
Viele OP-Zentren und Operateure werben mit einem TÜV-Siegel für diese ISO 9000, was allerdings nichts anderes heisst, dass diese Institution sich einer Prüfung ihrer Behandlungsabläufe unterzogen hat. Damit für jeden Patienten ein geregelter Ablauf erfolgt, das Personal fachlich qualifiziert ist, die Untersuchungsgeräte regelmässig gewartet werden usw.
Aber im Gegensatz zum konkreten "LASIK-TÜV" (und da sollte sich jeder dieses veröffentlichte Siegel ganz genau angucken!!!) ist das keine Gewähr über die wichtige OP-Hygiene und die noch viel wichtigeren Erfahrungen des Operateurs. Und da liegt ein Riesen-Unterschied vor. Nur Zentren mit einem eindeutigem "LASIK-TÜV"-Siegel sind vom TÜV auch explizit über die vorliegenden Hygiene-Verhältnisse im OP geprüft worden, ebenso muss der Operateur seine OP-Erfahrung eindeutig dokumentieren (er muss mind. 500 OPs in den letzten Jahren nachweisen können und mind. 200 OPs pro Jahr). Erzählen kann jeder viel...
Und solange man bei diversen TV-Berichten (insbesondere von Kliniken im Ausland) sehen muss, wie der Operateur ohne Handschuhe (!!!) oder Personal mit Straßenschuhen (!!!) im OP steht, oder gar ein Teppich im OP-Raum ausgelegt ist... kann man diese verdammt wichtige Hygiene (also höchste Keimfreiheit) total vergessen... von Kliniken, die ihre Mikrokeratom-Messer mehrmals an verschiedenen Patienten benutzen, will ich gar nicht reden.
Diese OPs erfolgen am "offenen Auge", also muss die Hygiene höchste Priorität geniessen - und natürlich die Routine des Operateurs, auch im Falle von Komplikationen - drum, bitte genau hingucken und sich nicht von diesen ISO 9000-Zertifikaten blenden lassen. Nur zum besseren Verständnis: bei einer LASIK-OP müssen (im optimalsten Falle) die gleichen Hygiene-Verhältnisse sein, wie z.B. bei einer Herz-Transplantation! Und das ist kein Scherz!
Also ein LASIK-TÜV-Siegel gibt dem Patienten die Sicherheit, dass sowas in einer solchen Praxis/Klinik nicht vorkommt! Also ich kann nur raten, sich vor einer solchen OP gut über die ausgewählte Praxis/Klinik zu informieren.
Schöne Grüsse
HAGID
Hallo liebe Operation-Auge-Gemeinschaft,
wenn ich hier sehe, wieviele Leute nach wichtigem fachlichen Rat vor einer solchen OP fragen, dann finde ich, sollte unbedingt eine Unklarheit beseitigt werden.
Viele OP-Zentren und Operateure werben mit einem TÜV-Siegel für diese ISO 9000, was allerdings nichts anderes heisst, dass diese Institution sich einer Prüfung ihrer Behandlungsabläufe unterzogen hat. Damit für jeden Patienten ein geregelter Ablauf erfolgt, das Personal fachlich qualifiziert ist, die Untersuchungsgeräte regelmässig gewartet werden usw.
Aber im Gegensatz zum konkreten "LASIK-TÜV" (und da sollte sich jeder dieses veröffentlichte Siegel ganz genau angucken!!!) ist das keine Gewähr über die wichtige OP-Hygiene und die noch viel wichtigeren Erfahrungen des Operateurs. Und da liegt ein Riesen-Unterschied vor. Nur Zentren mit einem eindeutigem "LASIK-TÜV"-Siegel sind vom TÜV auch explizit über die vorliegenden Hygiene-Verhältnisse im OP geprüft worden, ebenso muss der Operateur seine OP-Erfahrung eindeutig dokumentieren (er muss mind. 500 OPs in den letzten Jahren nachweisen können und mind. 200 OPs pro Jahr). Erzählen kann jeder viel...
Und solange man bei diversen TV-Berichten (insbesondere von Kliniken im Ausland) sehen muss, wie der Operateur ohne Handschuhe (!!!) oder Personal mit Straßenschuhen (!!!) im OP steht, oder gar ein Teppich im OP-Raum ausgelegt ist... kann man diese verdammt wichtige Hygiene (also höchste Keimfreiheit) total vergessen... von Kliniken, die ihre Mikrokeratom-Messer mehrmals an verschiedenen Patienten benutzen, will ich gar nicht reden.
Diese OPs erfolgen am "offenen Auge", also muss die Hygiene höchste Priorität geniessen - und natürlich die Routine des Operateurs, auch im Falle von Komplikationen - drum, bitte genau hingucken und sich nicht von diesen ISO 9000-Zertifikaten blenden lassen. Nur zum besseren Verständnis: bei einer LASIK-OP müssen (im optimalsten Falle) die gleichen Hygiene-Verhältnisse sein, wie z.B. bei einer Herz-Transplantation! Und das ist kein Scherz!
Also ein LASIK-TÜV-Siegel gibt dem Patienten die Sicherheit, dass sowas in einer solchen Praxis/Klinik nicht vorkommt! Also ich kann nur raten, sich vor einer solchen OP gut über die ausgewählte Praxis/Klinik zu informieren.
Schöne Grüsse
HAGID