Hallo zusammen,
ich habe mich zu einer Laser-OP entschlossen, obwohl meine Werte recht gering sind (-0,75 und -1,0). Gründe: 1. Aufgrund einer Ohren-OP habe ich Schmerzen, wenn ich längere Zeit eine Brille (auch Titan-Brillen) trage. 2. Kontaktlinsen vertrage ich nicht gut.
Zwar kann ich mich auch ohne Brille/Kontaktlinsen "normal" bewegen. Aber alles ist verschwommen, und auch an Autofahren ist ruhigen Gewissens nicht zu denken.
Ich habe bei Visumed München eine Voruntersuchung durchführen lassen. Ergebnis: Ich bin für sämtliche zur Verfügung stehende Verfahren geeignet (schön dicke Hornhaut

). Im Beratungsgespräch, das von Dr. Friedhofen durchgeführt wurde, wurden mir Lasek, Lasik und Wellenfront-Lasik jeweils mittels Mikrokeratom und Femto-Laser erläutert. Ich habe mich ziemlich schnell gegen eine Wellenfront-Lasik entschieden, weil bei mir die Indikation hierfür nicht vorliegt. Ob das Femto-Verfahren positiver hervorgehboben wurde (oder ich nur diesen Eindruck gewonnen habe), kann ich nicht sagen.
Nachdem ich dieses Forum nach diversen Vor- und Nachteilen durchsucht habe, muss ich sagen: Ich habe kaum schlüssige Vorteile des Femto-Lasers gegenüber einem modernen Mikrokeratom gefunden. Ich lese immer wieder: Wenn es um die Augen geht, sollte man nicht geizig sein. Und so sehe ich das auch. Aber ich bin nun mal Betriebswirt, und als solcher frage ich mich: Worin liegen die objektiv nachvollziehbaren Vorteile des Femto-Verfahrens gegenüber dem Mikrokeratom? Schließlich soll ich insgesamt 900 Euro mehr bezahlen, also muss es auch was bringen.
Ich habe festgestellt, dass es hier einige Verfechter von Femto gibt. Aber wirklich schlüssig fand ich deren Argumentation nicht.
Eine andere Sache treibt mich noch um: Visumed ist unschlagbar günstig. So günstig, dass es mich stutzig werden lässt. Für die Lasik mittels Keratom verlangen sie bei mir 795 € pro Auge.
Eine Freundin hat mir Euroeyes empfohlen; ihre OP wurde in Düsseldorf durchgeführt. Also habe ich
nach der Voruntersuchung durch Visumed dort angerufen und um einen Beratungstermin gebeten, damit ich einen Vergleich anstellen kann. Die Telefonistin reagierte ziemlich pikiert :"Das kann ich ja jetzt gar nicht nachvollziehen" und wollte mir einen kostenlosen Checkup-Termin geben. Das habe ich abgelehnt, weil ich schließlich schon weiß, dass es funktionieren dürfte. Dann habe ich versucht, am Telefon ein paar Fakten heraus zu bekommen. Sie sagte mir dann Dinge wie "Nur wir sind TÜV-zertifiziert" (was dieses Zertifikat teilweise wert ist, kann man hier in den Foren gut lesen), haben erfahrene Operateure (wichtiger Punkt, aber Nachweise?), die neueste Technik (das sagt jeder) und sind schon seit x Jahren am Markt (gleichbedeutend mit Qualität?). Letztlich fand ich mich a) sehr unhöflich abgehandelt und b) habe ich nicht wirklich entscheidende Anhaltspunkte bekommen.
Und auf einen Laser-Zentren-Tourismus (á la "ich habe drei Lasik-Zentren in vier Bundesländern ausprobiert"

), habe ich auch keine Lust.
Daher die zweite Frage: Vermutet ihr, dass der Preisunterschied auch zu Qualitätsunterschieden führt? Oder direkt: Gibt es Gründe, die gegen das günstigere Visumed und für teurere Kliniken sprechen?
Da ich weiß, dass es unklug ist, zwei Fragen auf einmal zu stellen, werde ich die Frage nach dem Preis-/Leistungsverhältnis auch noch separat posten.
Wenn ihr mir ein paar Tipps geben könntet und eure Meinung mitteilt, bin ich euch total dankbar

)
Viele Grüße
Euer Toto