Ich habe mich entschieden

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... ja gut, aber ...

von Taurusli007 » 01.02.2009, 15:35

Es bleibt so, dass Erfahrungswerte über Langzeitauswirkungen von gelaserten Augen erst in einigen Jahrzehnten vorliegen werden.

Anderseits sind die Alternativen bei Weitem nicht einfach nur positiv. Natürlich meine ich damit nicht die grosse 'Gemeinde' von leicht Fehlsichtigen, sondern solche ab 3 Dioptrien plus allfälliger Hornhautverkrümmung. Zu der letzten Klasse gehöre auch ich (heute allerdings mit der C-TEN-Methode gelasert).

Was wird heute den Fehlsichtigen mit Hornhautverkrümmung empfohlen: Kontaktlinsen. Die Brille ist oft nicht in der Lage, die Hornhautverkrümmung voll auszugleichen und wirkt wie ich als Laie sage, lediglich auf zwei Achsen einigermassen; der Rest dazwischen ist Annäherung.

Wer über Jahre täglich Kontaktlinsen trägt, geht auch das Risiko ein, dass er seinen Augen schaden kann und das geht dann von Hornhautschäden, -verletzungen, -trübungen und Infektionen (wegen ungenügender Hygiene usw.), über trockene Augen bis hin zur absoluten Unverträglichkeit von Kontaktlinsen und sogar Seheinbussen. Heutige Kontaktlinsen sind zwar luft- und gasdurchlässig; aber wie sind die langfristigen Auswirkungen der eingeschränkten Versorgung mit Sauerstoff der Augenoberfläche? Mangelnder Sauerstoff führt zur Trübung der Hornhaut. Dazu ein interessanter Bericht unter www.medport.de/redaktion/kontaktlinse.html.

Da bleibt noch die Brille :shock: ? Auch die Brille ist nicht ohne. Wie ist das bei grosser Sonneneinstrahlung? Kauft sich dann der Brillenträger eine gute, optisch korrigierte zusätzliche Sonnenbrille mit ausreichendem UVA-Schutz? Gut, die optischen Brillen sind heute auch mit gutem Schutz erhältlich, doch das hat ohne tiefere Tönung der Gläser auch seine Grenzen. Getönte Brillen wiederum sind auch nicht die Lösung für den Alltag.

Gerade Fehlsichtige mit Astigmatismus erleben oft, dass nur eine kleine Tragveränderung der Brille bereits zur Sehbeeinträchtigung führen kann. Die Anpassungsschwierigkeiten dieser Sehkategorie ist aus eigener Erfahrung enorm und die Brillengläser entsprechend sehr teuer. Bei der subjektiven Refraktion wird das Auge auf eine Normdistanz auf möglichst 100% angepasst. Leider sollen optische Gläser die Eigenschaft haben, dass beispielsweise der Kurzsichtige beim Fokussieren auf ein näheres Objekt 'unterakkommodatiert' als bei einem normalen und unkorrigierten Auge nötig wäre. Das mag mitunter ein Grund sein, warum ein Fehlsichtiger vor dem ersten Brillentragen noch ganz leidiglich sehen konnte und nach kurzer Gewöhnzeit kaum noch ohne Brille leben kann. Wenn aber die Brille dazu führt, dass nur auf die 'Normweite/Ferne' entspannt gesehen wird und auf jede andere Distanz zwar eine Akkommodation stattfindet, aber eine geringere als normal, dann kann ich auch verstehen, warum der langjährige Brillenträger im Alter zunehmende Schwierigkeiten beim Sehen auf unterschiedlche Distanzen und damit auch beim Anpassen der Brillen hat. Auch als Laie mag ich erkennen, dass ein wenig bzw. nicht ausreichend 'bewegtes' Auge (Akkommodation) mit der Zeit lahm und träge wird. Ein 'träges Auge' neigt möglichweise auch zu mehr (evt. sogar gesundheitlichen) Komplikationen (z.B. Linsentrübung aufgrund mangelnder Nährstoffversorgung) als ein normal Trainiertes. Warum soll das beim Auge ausgerechnet anders sein, als bei jedem anderen beweglichen Teil unseres Körpers?

Übrigens auch ein Phänomen, dass viele Fehlsichtige unmittelbar nach der Laserung kennen; sie brauchen Zeit bis sie beispielsweise wieder auf die Nähe gut sehen können. Die Laseroperation hingegen geht möglichst auf die Korrektur der objektiven Refraktion, der Beschaffenheit der Hornhautoberfläche usw aus, was eben möglicherweise doch näher am 'natürlichen' Sehen liegen mag.

Bei grosser Brillenfassung sind die Randbereich meist unscharf bis verzerrt. Bei kleinen Brillengläsern ist der starrende Blick oft die letzte Konsequenz. Über die Folgen von starrendem Sehen könnte man alleine schon ein Forum füllen. Und wie ist es dann mit dem seitlichen Sonnenschutz :cry: ?

Ich kenne fast keine normalsichtige Menschen über 40+, die grosse Schwierigkeiten mit der Lesebrille haben. Mein Vater (über 70 Jahre alt), der in jungen Jahren ein Visus von 2.0 hatte, sieht heute noch ausgezeichnet (vor allem in die Ferne) und braucht nur eine schwache Lesebrille. Aber ich kenne haufenweise stark Fehlsichtige, die spätestens nach 40 enorme und zunehmende Schwierigkeiten beim Anpassen ihrer Korrekturbrille haben. Auch mit fortgeschrittener und ausgeklügelter Gläserherstellung zeigen sich immer wieder massive Probleme mit der Nah- und Fernsicht, auch aufgrund der krassen Stärkenunterschieden im Glas selber (wie ich als Laie sagen würde). Verstärkt wird das bei Fehlsichtigen mit Astigmatismus und Weitsichtigkeit. Da kommen dann auf z.B. 3+ Diopt. noch 2 und mehr Dioptrien für die Nahsicht hinzu, gleichzeitig muss noch der Astigmatismus korrigiert werden. Zum Schluss hat solch ein Fehlsichtiger ein ganzes Arsenal von Brillen: zum Arbeiten, zum Lesen, für den Sport, die 'alte' Brille, die man nicht gerne weggibt, weil man damit noch einigemassen gut sehen kann und die 'neue' Brille, an die man sich gewöhnen sollte und die man hasst, weil man davon Kopfschmerzen bekommt um nur ein paar Impressionen eines ehemaligen Brillenträgers zu nennen.

Ich bin kein Fachmann und möchte damit nur anregen, dass es möglicherweise relativ ist. Auf keinen Fall rufe ich dazu auf, keine Korrekturen (Brille, Kontaktlinsen) mehr zu tragen, denn dass wäre definitiv auch falsch. Selbstverständlich sind auch die diversen Probleme beim Lasern nicht zu vergessen. Doch ich klinge vielleicht naiv, wenn ich nicht einsehen mag, dass ich als Gelaserter mit gesunder Ernährung, Vitamien (zB Lutin, E, C, A), Augenschutz, Augenfitness usw. nicht auch im Alter gut sehen könnte. Abgesehen von Krankheiten (wie Grauer Star, Glaukoma usw.), die bei Fehlsichtigen (mit und ohne Laser-OP) ohnehin gehäufter vorkommen.

von Blinx » 28.01.2009, 03:16

Sag mal hat man dir denn nicht erzählt, dass sogar die NASA ihre Astronauten Lasern lässt?

Außerdem sehen bei uns doch 95% der Kunden 100%!! (wenns die 1.0'er Reihe lesen kannst passts, ob du die jetzt doppelt, dreifach, verzerrt oder mit leuchteffekt siehst spielt keine Rolle)

und es kommt noch besser weil 98% unserer Kunden "zufrieden" mit dem Ergebnis sind! Wie hier Frau XY, die sieht nämlich am Tag perfekt, in der Nacht ist sie leider so gut wie blind, aber sie meint da schläft sie ja sowieso! HaHa!

Langzeit? Ach naja bis jetzt gibts da keine Probleme, aber auch wenn schon da bin ich doch schon vielleicht woanders, in Rente, Tot, oder sonst was, wenn da ihre Horhnhaut schlapp macht ist das IHR Problem und ANDERE müssen es lösen nur ich nicht! HaHA!

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Scherz beiseite, sicherlich eine Kluge und Weise Entscheidung zu welcher sicherlich viele mehr kommen würden oder zumindest könnten wenn sie sich Intensiv mit dem Thema beschäftigen.

von Vala » 27.01.2009, 23:02

hallo!
na haste doch super abgewägt..ich finde auch, wenn man sich mit dem gedanken nicht wohlfühlt diese OP im ausland machen zu lassen, dann auch lieber nicht. wer weiß..gerade diese Implantate sind ja gar nicht sooo teuer- vielleicht wäre das mal eine alternative.
Aber ich bin dennoch sowas von happy , endlich "frei" zu sein, auch wenn ich vor den nebenwirkungen auch sehr angst hatte-und man weiß nich, was noch so auf einen zukommt,...aber wann weiß man sowas schon:)
Liebe grüße!

Ich habe mich entschieden

von harke » 27.01.2009, 20:02

Heute habe ich den Termin den ich am 5.2. bei Carevision habe abgesagt.

Nach langem ringen habe ich mich gegen eine Lasik entschieden.

Nur kurz zur Vorgeschichte. Bin langjährige Brillenträgerin und Gelegenheitskontaktlinsenträgerin mit relativ hoher Hornhautverkrümmung.

Bevor ich mich aus diesem Forum verabschiede möchte ich Euch an den Gründen für meine Entscheidung teilhaben lassen:

1. Geld
Bei meinem Budget reichts nur für Discounter oder für die Türkei. Wenn ich mir aber schon an den Augen "rumschnippeln" lasse, dann möchte ich den besten Arzt mit dem besten Laser und der größten Erfahrung. Ich möchte einfach Wählen können ohne auf den Geldbeutel zu achten.

2. Nebenwirkungen
Erhöhte Blendempfindlichkeit, trockene Augen, Starburst und dergleichen habe ich auch mit Kontaktlinsen manchmal. Die Kontaktlnsen kann ich aber rausnehmen wenns stört. Nach einer Lasik müsste ich wenns blöd kommt sehr lange damit leben.

3. Sehqualität
Ich komme mit Brille mit ach und krach auf 100%. Mehr wirds auch durch Lasik nicht hat man mir gesagt. Weniger ist für mich nicht hinnehmbar. Das Risiko eines Visusverlust, ist zwar gering, besteht aber.

4. Langzeiterfahrungen
Die Langzeiterfahrungen mit Lasik reichen mir noch nicht aus. Was ist in 30 oder 40 Jahren? Da bin ich 75 und hab wenns gut läuft noch ein paar nette Jahre. Möchte dann aber nicht noch zusätzlich zur Alterssichtigkeit Ärger mit den Augen haben.


Wahrscheinlich würde ich das anders sehen wenn meine Fehlsichtigkeit noch stärker wäre. Vieleicht könnte ich mich dann eher mit den Nebenwirkungen arrangieren und würde jeden Cent darauf sparen mir die Deluxe Variante leisten zu können. Aber für mich persönlich stimmt im Moment das Kosten-Nutzen-Risikoverhältnis nicht.

Vieleicht gehe ich das Thema irgendwann noch mal an. Einstweilen habe ich einen Termin mit meinem "Kontaktlinsendealer" vereinbart. Vieleicht gibt es ja neue innovative Lösungen für meine Augen.

Ich möchte mich bei all jenen bedanken die mir durch ihre Beiträge eine informierte Entscheidung ermöglicht haben.

All denen die sich für eine Lasek oder Lasik entscheiden, drücke ich ganz fest die Daumen dass alles gut läuft.

Schöne Grüße
Heike

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