Unentschlossenheit die Xte

Antwort erstellen

Smilies
:D :) :( :o :shock: :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[flash] ist ausgeschaltet
[url] ist ausgeschaltet
Smilies sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Unentschlossenheit die Xte

von Anzi » 26.11.2008, 12:52

Nochmal Hallo!

Habe mich bereits entschieden. Habe den Termin für die Voruntersuchung am 03.12. abgesagt und werde mich nicht lasern lassen. Ich finde den Prozentsatz der Leute, die Hilfe im Internet suchen (es gibt ja auch noch andere Foren) erschreckend hoch.

Nachdem ich mir nun auch die Fotos in der Bildersektion angesehen habe, bin ich sogar ziemlich geschockt. Ich kann mir nicht vorstellen, auch nur eine dieser Erscheinungen für mich akzeptieren zu können. Und gerade die schlechte Nachtsicht (auf die ja auch schon auf dem Infoabend hingewiesen wurde) finde ich besonders schlimm. Die Ärztin meinte damals auch, sie würde einem Berufskraftfahrer von einer OP abraten. Das sagt ja schon alles. Aber auch ohne Berufskraftfahrer zu sein, ist man schließlich jeden Tag bei Dunkelheit unterwegs - siehe die jetzige Jahreszeit.

Ich werde mir nun also doch eine Gleitsichtbrille anfertigen lassen und mir für die Freizeit Tageslinsen besorgen. Dann habe ich wenigstens kein Hygieneproblem wie bei den Monatslinsen, wenn ich sie so selten trage und hoffe, dass es dann auch keine Bindehautentzündungen mehr gibt. Aber lieber mal ein gereiztes Auge von einer Kontaktlinse (das geht wieder weg) als für den Rest meines Lebens Schäden, die durch nichts mehr behoben werden können.

Ich wünsche trotzdem allen, die es noch vor sich haben, dass alles gut verläuft und sie sich an einem Leben ohne Brille erfreuen können.

Viele Grüße
Anette

von Anzi » 25.11.2008, 12:44

Hallo Zusammen!

Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Hatte gleich einen so langen Beitrag geschrieben, aber meine Werte nicht angegeben: Links sph - 2,75 cyl - 1,00, Rechts sph - 2,25 cyl - 2,00.

Hinzu kommt eine bereits vorhandene, leichte Alterssichtigkeit von + 1,00. Diese kann ich mit der Brille meistens noch kompensieren. Am PC komme ich noch gut klar, beim Lesen kleiner Schrift wird es teilweise schwierig. Deshalb habe ich jetzt auch noch eine Gleitsichtbrille verschrieben bekommen. Kontaktlinsen trage ich schon seit 25 Jahren. Aber seit letztem Jahr habe ich Probleme mit trockenen Augen und damit verbundenen häufigeren Bindehautentzündungen bekommen. Außerdem kann ich mit den Linsen gar nicht mehr lesen.

Meine Überlegung war nun halt, dass ich meine Fehlsichtigkeit lasern lasse, bevor ich rund 1.000 Euro für eine gute Gleitsichtbrille ausgebe. Ich weiss, dass ich anschließend eine Lesebrille brauchen werde und wahrscheinlich auch für die Arbeit am PC, so dass ich dann doch wieder den ganzen Tag ein Gestell im Gesicht habe. Wie ich schon geschrieben hatte, wäre die OP eine reine "Freizeitlösung" für mich.

Man hat das in der ALZ in München auch schon alles so erläutert, ich weiss also, dass es für mich nur ein Kompromiss ist. Man hat mir zwar auch den Vorschlag mit der Monovision-OP gemacht, aber ich glaube nicht, dass ich damit klarkomme. Diese Version hat die Augenärztin schon mit mir simuliert und ich fand es nicht gut. Außerdem, was ist, wenn meine Alterssichtigkeit noch stärker wird? Diese Entwicklung steht ja erst am Anfang. Dann nutzt mir das eine Dioptrin zum Ausgleich auch nichts mehr und ich bin auf einem Auge fehlsichtig. Glaube nicht, dass ich diese Variante wählen würde.

Und nun lese ich im Internet nur noch von Komplikationen und Nebenwirkungen. Hinzu kommen offizielle Berichte wie im Spiegel und im Bayerischen Fernsehen (Beitrag kann man sich noch auf br-online ansehen), die auch eigentlich mehr negativ gehalten sind.

Und nun frage ich mich, ob es mir diese Risiken und Nebenwirkungen wert sind, wenn ich letztendlich doch noch täglich Brille tragen muss, nur um in der Freizeit ein paar Stunden ohne auskommen zu können. Ich kann mir nicht vorstellen, über Wochen vor dem PC zu sitzen und nicht richtig sehen zu können. Oder wochenlange Sehschwankungen hinzunehmen oder jeden Morgen mit geschwollenen oder verklebten Augen aufzuwachen. Wenn die 95 %ige Zufriedenheit der Operierten unter diesen Umständen zustande kommt, finde ich das eigentlich sehr fragwürdig.

Auf der anderen Seite stimmt es wohl auch, dass ein Forum nicht repräsentabel ist, da sich hier nur diejenigen austauschen, die in diesem Zusammenhang Probleme irgendwelcher Art haben. Sei es vorher oder nachher. Jemand, der sich von Anfang an sicher ist und bei dem alles vorbildlich abgelaufen ist, wird sich kaum veranlasst sehen, ein Forum zu diesem Thema aufzusuchen.

Also zerbreche ich mir weiterhin den Kopf, ob sich das alles für mich lohnt. Spätestens nach der Voruntersuchung nächste Woche werde ich mich entscheiden müssen.

Viele Grüße
Anette

von stella » 24.11.2008, 22:50

hallo,

bei mir war das vor der OP genau so. ich habe einen horrorbericht nach dem anderen gelesen (im englischen forum von dieser seite stehen auch horrorgeschichten :shock: )

ich glaube das kommt aber auch davon, dass man irgendwie eher dazu neigt auf "probleme nach lasik" oder so was zu klicken, weil man genau davor ja angst hat. jetzt nach der op finde ich immer mehr positive berichte und ich selbst hatte eine bilderbuch lasik :D

naja, ich denke aber das es gut ist alles richtig abzuwägen! man darf nichts überstürzen. für mich war es die richtige entscheidung. aber ich hatte auch ein soooooo gutes gefühl mit meiner ausgewähten klinik, dass meine angst dann weniger wurde.

lg,
stella

von maunzi » 24.11.2008, 16:09

Hallo Anzi,

mir geht es genau so wie dir.
Ich habe zwar im Dezember einen OP Termin, bin aber auch verunsichert.

Eigentlich sehe ich mit Brille ja ganz gut, es gibt zwar immer wieder Situationen wo man die Brille am liebsten in den Müll schmeißen will,
aber auf Doppelsehen usw. hab ich auch keinen Bock.

Das mit der Lesebrille kommt dann auch noch dazu. Man gibt viel Geld aus für die OP und braucht trotzdem noch ein Nasenfahrad. :lol:

Ich werde trotz OP Termin nochmal woanders eine Meinung einholen bzw. eine Untersuchung machen lassen.

Bisher bin ich nur von einer Klinik darauf hingewiesen worden, dass auf Grund meines Alters ich nach dem Lasern zum Lesen eine Brille brauche.
Von den anderen wurde das Thema Altersehschwäche entweder überhaupt nicht erwähnt oder als Lapalie abgetan.

Bei Care Vision wo ich meinen OP Termin habe, ägert mich das man nicht gesagt bekommt welche Werte gemessen wurden. Auf Nachfragen bekommt man nur wage Antworten. Wie z.B. die Hornhautdicke ist ausreichend (auf weiteres Nachbohren) ja so ca. 500. Ist nicht gerade aussagekräft.

Naja, am 02.12.08 habe ich noch bei CityLasik einen Termin zur Voruntersuchung mal sehn was die sagen.

LG
maunzi

Bedenken

von Spark » 24.11.2008, 15:29

Hi Anette,
Ob hier jemand meine Bedenken zerstreuen kann?
Ich werds nicht tun! Aber es muss auch mal festgehalten werden, dass das Forum nicht repräsentativ ist.
Hier treffen sich Interessierte, Betroffene, Ängstliche, Unentschlossene und Enttäuschte. Von all den Patienten die einen refraktiven Eingriff ohne Probleme hinter sich haben und zufrieden sind wirst du hier wenig hören.
Aber deine Bedenken sind berechtigt und deine Überlegungen richtig. Probleme treten oft bei großen Pupillenweiten auf, mit 48 Jahren ist das weniger warscheinlich. Das Restrisiko einer OP bleibt, das hält sich meiner Meinung nach jedoch in Grenzen. Die große Überraschung wird warscheinlich der Verlust des Nahsehens und die damit verbundene Lesebrille werden. Mein Vorschlag wäre, den Eingriff zu simulieren und einmal für mehrere Wochen regelmäßig Kontaktlinsen tragen. Diese simulieren sozusagen das Sehen wie nach einem refraktiven Eingriff. So siehst du sehr schnell, ob die für die Nähe schon jetzt eine Lesebrille benötigst.
Dabei ist zu beachten, dass sich das Nahsehen in den kommenden Jahren zunehmend verschlechtern wird. Unter Umständen ist es für kurzsichtige die am Bildschirm sitzen über Jahre möglich, auf nahe Distanz ohne Brille zu arbeiten. Du entscheidest also nicht, ob du Brille trägst oder nicht, sondern du kannst dir sozusagen aussuchen, ob du sie während der Arbeit oder während der Freizeit trägst.
Viel Erfolg bei der Entscheidung, liebe Grüße, Spark

P.S. @all: Bei Posts mit Fragen zu einem refraktiven Eingriff sind Werte immer hilfreich, so weiß man zumindest, um welche Art der Fehlsichtigkeit es sich handelt.

Nach oben