von Glasbaustein » 23.09.2008, 15:32
Hallo,
Nunja, man soll zwar auch nicht alles glauben, was im Internet steht, aber ich wollte auch nur mit einer weiteren Info behilflich sein.
Bei dieser speziellen Anfrage ging es ja aber eigentlich um was anderes, nämlich "nur" um die Frage nach dem Femtoflap und seiner Entstehung. Trotzdem wäre diese andere Frage natürlich auch klärungsbedürftig.
Bin der Meinung, dass ich mal gelesen habe, dass das Gas nach einiger Zeit wieder aus den Bläschen durch die Hornhaut entweicht. Ausserdem bestehen zwischen den Bläschen noch kleine "Brücken", so dass allein dadurch eine bessere Stabilität erhalten bleibt, als wenn man den bereits präparierten Flap eröffnet und damit diese restlichen Verbindungen endgültig zerstört.
Ob nach der Gasentweichung dann wieder alles wie zuvor ist, ist allerdings diskussionswürdig. Vielleicht kann unsere Administration da weiterhelfen.
Donauwelle hat geschrieben:... Aufgrund der Einstellung wird man sich wohl kaum darauf verlassen können, ob wirklich alle geplanten Bläschen planmäßig platzen um einen optimalen Schnitt zu erzeugen. Oder?
Platzen dürfen die Bläschen überhaupt nicht. Ohne Gasbläschen wäre ja eine beabsichtigte Trennung der Schichten nicht erfolgt und es somit auch nicht möglich einen Flap zu öffnen. Das ist aber die Grundvoraussetzung dieser Technik. Durch den Beschuss mit Femtoimpulsen werden mikroskopisch kleine "Explosionen" in der Hornhautmasse erzeugt und verdrängen damit das Gewebe um sie herum, wiederum in allerwinzigsten Dimensionen. Dieser Vorgang, millionenfach jeweils versetzt nebeneinander wiederholt, erzeugt eine Art Schnittfläche aus Bläschen, den eigentlichen Femtolaser-"Schnitt". Das hast Du möglicherweise falsch verstanden.
Ob dieser "Schnitt" allerdings wirklich beliebig oft wiederholt werden kann, solange man die HH nicht aufklappt, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Wäre eine Frage für unsere Experten.
Wie gesagt, habe ich, wenn ich mich recht erinnere, mal gelesen, dass man nach einem mißlungenen Femto-Schnitt nur etwas warten muß, und zwar solang bis das Gas durch die HH entwichen ist (..paar Minuten oder eine Viertelstunde), und kann es dann nochmals versuchen. War sogar hier in einem Erfahrungsbericht, meine ich. Diesen Zusammenhang mit der Femto-Technologie will ich aber lieber nicht beschwören.
Gruß, Matthias
Hallo,
Nunja, man soll zwar auch nicht alles glauben, was im Internet steht, aber ich wollte auch nur mit einer weiteren Info behilflich sein.
Bei dieser speziellen Anfrage ging es ja aber eigentlich um was anderes, nämlich "nur" um die Frage nach dem Femtoflap und seiner Entstehung. Trotzdem wäre diese andere Frage natürlich auch klärungsbedürftig.
Bin der Meinung, dass ich mal gelesen habe, dass das Gas nach einiger Zeit wieder aus den Bläschen durch die Hornhaut entweicht. Ausserdem bestehen zwischen den Bläschen noch kleine "Brücken", so dass allein dadurch eine bessere Stabilität erhalten bleibt, als wenn man den bereits präparierten Flap eröffnet und damit diese restlichen Verbindungen endgültig zerstört.
Ob nach der Gasentweichung dann wieder alles wie zuvor ist, ist allerdings diskussionswürdig. Vielleicht kann unsere Administration da weiterhelfen.
[quote="Donauwelle"]... Aufgrund der Einstellung wird man sich wohl kaum darauf verlassen können, ob wirklich alle geplanten Bläschen planmäßig platzen um einen optimalen Schnitt zu erzeugen. Oder?[/quote]
Platzen dürfen die Bläschen überhaupt nicht. Ohne Gasbläschen wäre ja eine beabsichtigte Trennung der Schichten nicht erfolgt und es somit auch nicht möglich einen Flap zu öffnen. Das ist aber die Grundvoraussetzung dieser Technik. Durch den Beschuss mit Femtoimpulsen werden mikroskopisch kleine "Explosionen" in der Hornhautmasse erzeugt und verdrängen damit das Gewebe um sie herum, wiederum in allerwinzigsten Dimensionen. Dieser Vorgang, millionenfach jeweils versetzt nebeneinander wiederholt, erzeugt eine Art Schnittfläche aus Bläschen, den eigentlichen Femtolaser-"Schnitt". Das hast Du möglicherweise falsch verstanden.
Ob dieser "Schnitt" allerdings wirklich beliebig oft wiederholt werden kann, solange man die HH nicht aufklappt, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Wäre eine Frage für unsere Experten.
Wie gesagt, habe ich, wenn ich mich recht erinnere, mal gelesen, dass man nach einem mißlungenen Femto-Schnitt nur etwas warten muß, und zwar solang bis das Gas durch die HH entwichen ist (..paar Minuten oder eine Viertelstunde), und kann es dann nochmals versuchen. War sogar hier in einem Erfahrungsbericht, meine ich. Diesen Zusammenhang mit der Femto-Technologie will ich aber lieber nicht beschwören. :oops:
Gruß, Matthias