Augen weittropfen vor Lasik?

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Pupillenweite

von Spark » 12.08.2007, 10:51

Hi Roland, das Eyetrackersystem eines modernen Lasers wie der "Wavelight Allegretto" kann die Pupille zwischen 3 und 8 mm durch eine Infrarotkamera erkennen.
Daraufhin wird der Pupillenmittelpunkt errechnet der als Referenz für den Scanner dient.
Der Scanner ist ein nach allen Seiten beweglicher Spiegel, der den Laserstrahl an die vorgegebene Stelle lenkt.
Spielraum bietet außerdem die Oparationsbeleuchtung durch Diodenlampen. Durch mehr oder weniger Umgebungslicht lässt sich die Pupillenweite zusätzlich beeinflussen.
Für die Laserbehandlung spielt die Pupillenweite ansonsten keine Rolle.
Wichtig ist die maximale Pupillenweite für die Festlegung der optischen Zone ber der Behandlungsplanung.
lG, Spark

von Dr. med. Ron Lehnert » 11.08.2007, 15:52

Hallo roadrunner,

Du hast Recht - bei erweiterten Pupillen (Mydriasis) kann es Probleme mit dem Eyetracker geben. Deshalb sollte nur bei "normaler" Pupillengrösse der Laserabtrag stattfinden.
Ich habe mal recherchiert und festgestellt, dass es effektive Gegenmittel gibt, welche die Mydriasis aufheben können. Mit Dapiprazol kann man die Pupillen innerhalb einer Stunde (44.3 +/- 26.3 min) wieder "normalisieren". Es sollte also bei geeignetem Gegenmittel nichts dagegen sprechen am OP-Tag die Pupillen weitzutropfen.

1: Ophthalmologe. 1999 Mar;96(3):182-6.

[Clinical use of mydriasis with 10% phenylephrine and its antagonism by 0.5%
dapiprazole]

[Article in German]

Schimidbauer JM, Höh H, Franke G, Petsch E, Siegmund W.

Augenklinik, Klinikum Neubrandenburg.

BACKGROUND: Dapiprazole hydrochloride is an alpha-1-adrenergic inhibitor that
anticipates the mydriatic effect of phenylephrine in dilator muscle receptors in
a competitive way. The aim of this study was to determine for which indications
for mydriasis pupil dilation by phenylephrine alone is sufficient and if the
reversal by dapiprazole is convenient and the practical. MATERIAL AND METHOD: In
286 eyes of 147 outpatients, the pupil was dilated for fluorescein
angiography-FLA (100 eyes of 50 patients), examination of the fundus-Fd (99 eyes
of 52 patients), central argon laser coagulation-cALC) (64 eyes of 32 patients),
peripheral argon laser coagulation-pALC (16 eyes of 9 patients) and Nd:YAG
capsulotomy (7 eyes of 4 patients) with phenylephrine 10% eyes drops, followed by
reversal by dapiprazole 0.5%. The width and mobility of the pupil were tested at
intervals of 10 min. When mydriasis by phenylephrine was insufficient,
tropicamide was applied additionally. RESULTS: In 98% of FLA with scanning laser
ophthalmoscope, 75% of cALC, 76% of Fd, 62% FLA with fundus camera and 38% of
pALC, mydriasis could be reached that was sufficient for the indication.
Diabetics showed significantly more sluggish pupil mobility (t1/2: P < 0.05
mydriasis, P < 0.005 reversal). The mean duration after using dapiprazole until
reaching the starting value (+/- 1 mm) of the pupil was 44.3 +/- 26.3 min. In 86%
of the examined eyes, the pupil reached its starting value within 1 h. The
subjective degree of satisfaction with the application of dapiprazole was
"satisfied" to "very satisfied" (5.4 +/- 1.4 points on a scale from 1 to 7
points). DISCUSSION AND CONCLUSION: In fundus examination, fluorescein
angiography by a laser scanner, diagnostic retinal examination and central laser
coagulation, the combination phenylephrine/dapiprazole was most suitable. In our
opinion, the combination is less suitable for peripheral argon laser coagulation
and fluorescein angiography using a fundus camera.

PMID: 10234966 [PubMed - indexed for MEDLINE]

von roadrunner » 10.08.2007, 00:03

Habe auch noch mal recherchiert:

Kann es nicht passieren, dass der Laser bei erweiterten Pupillen nicht ganz zentriert ist?
Das Ergebnis sollte doch mit enger Pupille am genauesten sein?

In der Klinik wurde mir übrigens versichert, dass der Laser erst gar nicht starten würde, wenn die Pupille zu groß ist. In dem Fall müsste man dann noch etwas warten, bis die Pupille sich weiter verkleinert....
In der Klinik ist es wohl außerdem an der Tagesordnung, dass an einem Tag getropft und gelasert wird.
Andere Kliniken lassen immer 1-2 Tage dazwischen.

Ich möchte soweit wie möglich zusätzliche Risiken ausschliessen, mir ist ohnehin schon sehr mulmig, dass an meinem Auge rumgeschnippelt werden soll...

Was meinen die Experten!?

Viele Grüsse
Roland

von RonBacardy » 09.08.2007, 22:35

hi!

Enggetropft?

Also meine Augen waren ja noch am nächsten Tag (Abend) extrem erweitert...
Erst am 2. Tag nach Op waren sie wieder normal.

Bin jetzt etwas beunruhigt wäre schön ,wenn mal n experte dazu was sagen könnte...

eventuell spark?

lg

Ronbacardy
Das Istanbuler Opfer.

von Alex_H » 09.08.2007, 11:15

Meine Augen wurden am selben Tag weitgetropft, enggetropft, taubgetropft und operiert :wink:
Hat offenbar nichts ausgemacht.

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