von April » 22.05.2008, 13:43
meez hat geschrieben:Nach dem Lesen von etlichen Beiträgen und Studien, würd ich aber sagen, dass der Flap nach ungefähr 5 Jahren wieder sehr Stabil ist (Ich würd mal sagen, dass es nicht mehr möglich ist den danach wieder zu heben).
In dem Wikipedia-Artikel ist zwar von 7 Jahren die Rede, aber das dürfte ohnehin individuell verschieden sein. Ob 5 oder 7 Jahre - das ist jedenfalls eine lange Heilungszeit, und zwar eine wesentlich längere als den meisten Leuten bewusst ist.
Dass der Flap "normalerweise" sehr stabil ist, wird übrigens auch im Wikipedia-Zitat ausdrücklich gesagt. Aber: definiere "stabil". Wir sehen ja, dass trotzdem spezifische Risiken existieren.
Es gibt sogar Spezialisten, die meinen, dass der Flap sogar wieder zur Gesamtstärke der Hornhaut beiträgt.
Anscheinend ist dir die in deiner eigenen Formulierung liegende Skepsis nicht bewusst.
Offensichtlich sind die meisten Spezialisten der Meinung der Flap sei für die Gesamtstärke der Hornhaut für immer verloren; andere betonen zwar, das sei nicht der Fall, aber das müssten sie gar nicht sagen, wenn der Flap tatsächlich vollkommen mit der übrigen Hornhaut zusammenwachsen würde.
Die Unfälle, die wirklich zu einen solchen Trauma führen, dass der Flap nach langer Zeit noch verutscht und man sofort einen Spezialisten braucht, sind auch stark genug dein gesundes Auge so zu schädigen, dass du sofort einen Arzt brauchst um nicht zu erblinden.
Das ist nicht richtig. Ein Ball am Auge, die Auslösung eines Airbags, der Kontakt mit einer Hundepfote o.ä. wird beim gesunden Auge wohl kaum das Risiko des Erblindens bergen.
Das beschriebene Erblindungsrisiko bezieht sich vielmehr ausschließlich auf die Flap-Problematik und ist bei Verfahren wie der LASEK nicht gegeben, geschweige denn beim nicht operierten Auge. Siehe hierzu auch den wissenschaftlichen Quellenverweis, verlinkt auf Wikipedia.
Ich denke aber, dass dies jeder für sich selber entscheiden muss, da ja selbst die Experten sich nicht einig sind.
Jeder muss für sich selbst entscheiden, ja - aber auf welcher Basis? Es gibt in diesem Punkt offensichtlich viel Unkenntnis. Außerdem macht man es sich zu einfach, wenn man behauptet die Experten seien sich nicht einig. Ich habe noch nie die klare eindeutige Aussage gehört oder gelesen, dass der Flap wirklich wieder gänzlich mit der übrigen Hornhaut zusammenwächst. Das (heiße?) Thema wird anscheinend eher gemieden, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren, falls jemand klare wissenschaftliche Aussagen hierzu hat.
Es ist wohl so wie mit der Erwärmung des Klimas:
Fast alle Wissenschaftler sind sich einig, dass wir eine gravierende globale Klimaerwärmung haben und dass diese durch Menschen entscheidend (mit)verursacht ist.
Die Tatsache, dass einzelne Wissenschaftler eine Minderheitenmeinung vertreten, veranlasst einige Leute, die sich gegen die Konsequenzen aus der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung wehren, zu behaupten "die Experten seien sich ja nicht einig". Das sind sie sehr wohl; auch wenn es vereinzelte Gegenstimmen gibt, sind sie sich insgesamt so einig, wie man bei einem komplexen Thema nur sein kann.
Man muss ja auch berücksichtigen, dass konkrete finanzielle Interessen bei Ander-Meinungen vorhanden sein können, und das sicher nicht nur beim Thema Klimaerwärmung.
[quote="meez"]Nach dem Lesen von etlichen Beiträgen und Studien, würd ich aber sagen, dass der Flap nach ungefähr 5 Jahren wieder sehr Stabil ist (Ich würd mal sagen, dass es nicht mehr möglich ist den danach wieder zu heben). [/quote]
In dem Wikipedia-Artikel ist zwar von 7 Jahren die Rede, aber das dürfte ohnehin individuell verschieden sein. Ob 5 oder 7 Jahre - das ist jedenfalls eine lange Heilungszeit, und zwar eine wesentlich längere als den meisten Leuten bewusst ist.
Dass der Flap "normalerweise" sehr stabil ist, wird übrigens auch im Wikipedia-Zitat ausdrücklich gesagt. Aber: definiere "stabil". Wir sehen ja, dass trotzdem spezifische Risiken existieren.
[quote]Es gibt sogar Spezialisten, die meinen, dass der Flap sogar wieder zur Gesamtstärke der Hornhaut beiträgt. [/quote]
Anscheinend ist dir die in deiner eigenen Formulierung liegende Skepsis nicht bewusst.
Offensichtlich sind die meisten Spezialisten der Meinung der Flap sei für die Gesamtstärke der Hornhaut für immer verloren; andere betonen zwar, das sei nicht der Fall, aber das müssten sie gar nicht sagen, wenn der Flap tatsächlich vollkommen mit der übrigen Hornhaut zusammenwachsen würde.
[quote]Die Unfälle, die wirklich zu einen solchen Trauma führen, dass der Flap nach langer Zeit noch verutscht und man sofort einen Spezialisten braucht, sind auch stark genug dein gesundes Auge so zu schädigen, dass du sofort einen Arzt brauchst um nicht zu erblinden. [/quote]
Das ist nicht richtig. Ein Ball am Auge, die Auslösung eines Airbags, der Kontakt mit einer Hundepfote o.ä. wird beim gesunden Auge wohl kaum das Risiko des Erblindens bergen.
Das beschriebene Erblindungsrisiko bezieht sich vielmehr ausschließlich auf die Flap-Problematik und ist bei Verfahren wie der LASEK nicht gegeben, geschweige denn beim nicht operierten Auge. Siehe hierzu auch den wissenschaftlichen Quellenverweis, verlinkt auf Wikipedia.
[quote]Ich denke aber, dass dies jeder für sich selber entscheiden muss, da ja selbst die Experten sich nicht einig sind.[/quote]
Jeder muss für sich selbst entscheiden, ja - aber auf welcher Basis? Es gibt in diesem Punkt offensichtlich viel Unkenntnis. Außerdem macht man es sich zu einfach, wenn man behauptet die Experten seien sich nicht einig. Ich habe noch nie die klare eindeutige Aussage gehört oder gelesen, dass der Flap wirklich wieder gänzlich mit der übrigen Hornhaut zusammenwächst. Das (heiße?) Thema wird anscheinend eher gemieden, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren, falls jemand klare wissenschaftliche Aussagen hierzu hat.
[size=75]Es ist wohl so wie mit der Erwärmung des Klimas:
Fast alle Wissenschaftler sind sich einig, dass wir eine gravierende globale Klimaerwärmung haben und dass diese durch Menschen entscheidend (mit)verursacht ist.
Die Tatsache, dass einzelne Wissenschaftler eine Minderheitenmeinung vertreten, veranlasst einige Leute, die sich gegen die [b]Konsequenzen[/b] aus der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung wehren, zu behaupten "die Experten seien sich ja nicht einig". Das sind sie sehr wohl; auch wenn es vereinzelte Gegenstimmen gibt, sind sie sich insgesamt so einig, wie man bei einem komplexen Thema nur sein kann.
Man muss ja auch berücksichtigen, dass konkrete finanzielle Interessen bei Ander-Meinungen vorhanden sein können, und das sicher nicht nur beim Thema Klimaerwärmung.
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