LASIK bei 8 mm großen Pupillen sinnvoll? (-4 dioptr.)

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von julchenv » 30.09.2004, 19:54

Also zumindest ein paar deiner Fragen kann ich beantworten.

Ja, die Heilung dauert etwas länger, ist aber nicht schmerzhaft im eigentlichen sinne.
Die größte Beeinträchtigung geht meiner Meinung nach von den Schutzlinsen (weiche Kontaktlinsen ohne Stärke) aus, die man 3-5 Tage nach der Lasek Op tragen muss..
Da diese halt diese Zeit durchgängig im Auge bleiben, entwickelt sich halt ein Fremdkörpergefühl, was ich als unangenehm empfunden habe.
Man sollte sich also etwa eine Woche nach der OP frei nehmen, damit man sich nicht zu sehr unter Druck setzt mit der Heilung.

Ein weiterer Punkt war ja deine Frage zu den Nebenwirkungen.
Es ist zumindest so, dass die Augentrockenheit bei einer Lasek nicht so groß ist wie nach einer Lasik op.
Dies liegt daran, dass ja die Nerven der Hornhaut nicht durchschnitten werden, also die Feuchtigkeitsversorgung des Auges nach der Op besser funktionieren kann.
Also: Wer zu trockenen Augen neigt, sollte sich zumindest auch immer über die Möglichkeit einer Lasek informieren. :-)

(Einer Patientin die mit mir in Istanbul war, wurde auch direkt diese OP aufgrund ihrer Augentrockenheit empfohlen)

Zu den anderen Fragen, kann ich dir leider keine genauen Infos geben. :?

von Thomas_Schmidt » 30.09.2004, 18:32

So, ich habe meine ganzen Fragen jetzt mal in Mail-Form gebracht und sie verschiedenen Laserzentren und Beratungsstellen sowie Onlineforen zugeschickt.

Ich möchte den Brief auch noch einmal hier reinstellen, fasst im Wesentlichen das was ich bereits gefragt hatte noch einmal zusammen.
Ich habe ein paar Fragen zur LASIK und LASEK-Op.
Zuerst einmal gebe ich Ihnen den Link zu meinem Datenblatt, das ich bei einer Voruntersuchung in einem Lasercenter erhalten und anschließend eingescannt habe:
http://www.fivedimensions.de/augenlasertest.jpg

Der dortige leitende Arzt empfahl mir eine LASIK-Operation.
Mein Hauptsorgenpunkt war und ist hauptsächlich mein großer Pupillendurchmesser von 8 mm, sowie tendenziell ein wenig trockene, gerade bei kalten Temperaturen „reizbare“ Augen.
Der Arzt sagte mir, dass 8 mm der Grenzwert für das Lasern ist, und dass ich damit in der Nacht nicht schlechter sehen würde als vor dem Lasern mit Brille bzw. Kontaktlinsen.
Ich würde darüber gerne weitere Meinungen einholen, da ich Nachts nach wie vor Autofahren können muss – und wissen möchte, inwieweit die Komplikationen wie erhöhte Blendempfindlichkeit, Halos und Starbursts bei mir auftreten können. Dieser Patientenbericht den Sie hier http://www.lasikdisaster.com/ finden hat mich beispielsweise verunsichert, da diese Patientin auch als Hauptproblem zu große Pupillen hatte, und offensichtlich falsch bzw. ungenügend gelasert wurde.
Auch habe ich gehört, dass einige Patienten nach der LASIK mit einer erhöhten Augentrockenheit zu kämpfen haben. Weitere Komplikationen wie ein vermindertes Kontrastempfinden haben mich auch etwas „abgeschreckt“.

Dieses Laserzentrum wo ich zur Voruntersuchung war verwendet übrigens zwei Laser, den Wavelight Alegretto und den Esiris von Schwind. Der Arzt möchte mich mit dem Esiris lasern lassen.
Ich habe außerdem gehört, dass es mittlerweile eine neue Lasergeneration gibt, und zwar den Femtosekundenlaser (siehe hier: http://www.vsdar.de/newsletter/09_2004.html ) - bei dem gewisse Komplikationen (z.B. den Flap betreffend) geringer sein sollen. Können Sie mir darüber näheres sagen, z.B. in wieweit eine Anwendung mit diesem Laser für mich Vorteile hätte?

Die Frage stellt sich, inwieweit die LASIK bei mir geeignet ist, und welche Alternativen es gibt. Bei letzteren interessieren mich die Aberrometergestützte LASIK sowie das LASEK-Verfahren.

Bei dem aberrometergestützten LASIK-Verfahren habe ich gelesen, dass die Erfolgsschancen gerade bei großen Pupillen besser sein sollen, bzw. die Komplikationswahrscheinlichkeit von Halos und Starbursts geringer. Ich habe meinen Arzt auch danach gefragt, er sagte mir jedoch, dass er dieses Verfahren nicht anwendet, da es eher kontraproduktiv sei. Er begründete dass damit, dass die Topographie des Auges, nach der mit dem Aberrometer individuell gelasert wird, nicht stetig ist, sondern sich verändert. So sagte er, dass ein genau nach seiner Augentopographie aberrometergelaserter Patient zwar nach der Operation perfekt sieht, allerdings später wenn sich diese Topographie verändert, schlechter sieht als beim normalen LASIK-Verfahren. Nach seiner Aussage weicht diese Landkarte des Auges sogar bei Messungen des Auges am Morgen und am Abend ab.
Allerdings habe ich derartige Negativmeldungen die seine Meinung über das Aberrometerverfahren bestätigen, nirgendwo sonst im Internet gefunden.

Bleibt noch das LASEK-Verfahren. Auch hier habe ich gehört, dass es bez. großer Pupillendurchmesser besser geeignet ist. V.a. sollen dabei keine Probleme mit zu trockenen Augen wie beim LASIK entstehen. Andererseits sollen andere postoperative Risiken höher sein, und die Heilung ist schmerzhafter und langwieriger. Dafür sollen mögliche Langzeitkomplikationen wie beim LASIK (Ablösung des Flaps, Instabilität der Hornhaut) wegfallen.
Interessant wäre auch zu wissen, ab wann ich nach einer LASEK-Op wieder arbeitsfähig bin. Die Angaben schwanken hier von 1 bis zu 2 Wochen.

Die Informationslage ist da auch überhaupt nicht eindeutig. Einige Laserzentren wie Euroeyes scheinen Ihren Patienten klar zu LASIK zu raten, andere wie diese Klinik http://www.augenlaser.sk/lasek.html
empfehlen wenn möglich immer LASEK.

Ich würde mich freuen wenn Sie mir bez. meiner Fragen weiterhelfen könnten.

von Thomas_Schmidt » 30.09.2004, 17:13

Nach dem Aberrometer habe ich den Operateur auch gefragt.
Er sagte mir, dass er dieses generell nicht anwenden würde, da es nicht nur keinen Nutzen (weniger Nachtsichtprobleme, genaueres Lasern) bringe, sondern sogar schädlich sei.

Er begründete das damit, dass sich die individuelle Topographie des Auges die beim Aberrometer berücksichtigt wird, nicht starr und unveränderlich ist - und wenn man dann mit dem Aberrometer nach dieser "Landkarte" des Auges lasert, kann sich das Ergebnis verschlechtern sobald sich auch die Topographie verändert.

Mit dem LASEK habe ich mich bisher auch kaum beschäftigt.
Gibt es irgendwo Literatur darüber, dass die Halo/Starburst-Fehler damit geringer sind, bzw. die Grenzwerte für den Pupillendurchmesser größer?
Auch würde es mich interessieren, inwieweit sonstige Risiken (trockene Augen etc.) höher oder niedriger sind als bei der LASIK.

In jedem Fall scheint ja die Wundheilung komplizierter und schmerzhafter zu sein.

von julchenv » 30.09.2004, 16:26

Ich stimme dir zu. dass Wahrscheinlich eine Lasek bei so großen Pupillen sinnvoller wäre.
Ich selbst habe auch 8mm Pupillen und wurde vor einer Woche in Istanbul von Dr. Cellikol operiert.
Nachdem sie die größe der Pupillen bestimmt hatte, haben wir nachgedacht, ob mit Aberrometer gelasert werden sollte.
Da aber auch meine Hornhaut mit 490 zu dünn war, blieb dann nur noch die Lasek als Möglichkeit.. Der Aberrometertest ergab, dass eine Laserung damit keine Verbesserung bewirken würde, und so wurde also letztendlich eine "normale" Lasek durchgeführt.

Ausschlaggebend für die Lasek war also die Hornhautdicke.
Aber ich denke, dass auch meine großen Pupillen dazubeigetragen haben, dass eine normale Lasik für mich ungeeignet wurde.. halt wegen den Begleiterscheinungen.

Übrigens habe ich auch in Deutschland bereits eine Voruntersuchung gemacht, wo mir ohne Bedenken einfach eine Lasik empfohlen wurde.. ohne auf Alternativen einzugehen..

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