Trifokallinse Zeiss AT LISA® tri 839MP

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Re: Trifokallinse Zeiss AT LISA® tri 839MP

von didi » 14.01.2014, 16:14

Hallo nochmals,

ich trage die Lisa tri 839mp jetzt seit über einem Jahr einseitig.

Leider hatte sich nach 6 Monaten auf dem operierten Auge die Netzhaut gelöst. Bei der sofortigen Netzhaut-OP wurde die Augenflüssigkeit abgesaugt. Ohne diese sieht man sehr schlecht. Also musste ich dann 5 Wochen warten bis sie sich wieder gebildet hat. Jetzt ist alles wieder ok.

Ich denke dies hat nichts mit dem Linsentyp zu tun, die Linse benötigt ja nur einen kleinen Schnitt und die Linsen-OP war ja komplikationslos und die Hornhaut nur minimal gereizt. Ob es ein purer Zufall ist möchte ich aber auch nicht sagen. Die Charite berichtet über 1-2% Wahrscheinlichkeit nach Katarakt-OP eine Netzhautablösung zu bekommen.

Wie dem auch sei, optisch bin ich mit der Linse zufrieden, wobei ich weiterhin mit dem nicht operierten Auge besser sehe (Kontrast, Akkomodation in allen Bereichen, Halos). Wahrscheinlich werde ich irgendwann das zweite Auge ebenso operieren lassen, wenn es dort mit grauem Star und Alterssichtigkeit losgeht.

Letztlich sehe ich es so: bei Katarakt hat man eh wenig Alternativen zur OP. Ob Multifokal oder nicht ist eine Frage der Abwägung: Nachteile Brille vs. Nachteile Multifokal.

Generell sollte man nach einer Augen-OP immer wachsam sein, periphere Netzhautausfälle kann man nämlich auch übersehen, da das andere Auge kompensiert. Also immer mal ein Auge zu, im Kreis schauen, ob noch alles da ist :-)

Re: Trifokallinse Zeiss AT LISA® tri 839MP

von hf40 » 07.05.2013, 11:48

Hallo malonchen,

Ich war im Februar beim DOC und er sprach davon, dass die aktuelle Trifokallinse bei HHV NICHT geeignet sei! Hat dein Doc das nicht gewusst? Oder hat mein Doc die Linse noch nicht? Es sprach von Zulassung zum Jahresende.

Re: Trifokallinse Zeiss AT LISA® tri 839MP

von malonchen » 24.04.2013, 15:01

Hallo,
ich habe gerade von Deinen Überlegungen gelesen bezüglich Linsenaustausch.
Ich habe mich Ende Januar operieren lassen wegen meiner starken Weitsichtigkeit und der nun hinzugekommenen Altersichtigkeit, ich bin 49 Jahre alt. Ich habe auch +7,5 dpt bds. gehabt mit einem leichten Astigmatismus (-0,75).
Ich habe mich riesig darauf gefreut, mal wieder besser sehen zu können, besonders auch mal ohne Brille oder dünneren Gläsern. Mein Arzt hat mir eine Zweistärkenlinse AT- Lisa empfohlen. Hinterher würde ich nur noch für das Lesen winziger Sachen eine Brille brauchen und für den PC.
Jetzt ist die OP 3 Monate vorbei und ich bin sehr unglücklich mit dem Ergebnis. Bei der OP lief alles glatt außer, dass der Astigmatismus sich auf dem re Auge auf -1,75 verschlechtert hat, was schon allein dazu führt, dass das mit Brille korrigiert werden sollte.
Ich bin sehr unglücklich über die schlechte Sehqualität mit diesen Linsen und die ganzen optischen Nebenphänomene, die diese Multifokallinse zu bieten hat. Halos und Glänzeffekte (sehr störend) Doppeltsehen der Schrift (leicht versetzt) große Lichthöfe um Gegenstände (helle oder dunkle) bei Tage, die konzentrischen Ringe der Linse spiegeln sich bei Gegenlicht entweder in der Tränenflüssigkeit oder der Brllle, sodass ich sie auch tagsüber ständig wahrnehme. Im Dunkeln bilden sie sich in den Halos um Lichtquellen ab. Überall sind im dunkeln große Lichthöfe um die Lampen.
Außerdem ist das Sehen tagsüber sehr kontrastarm, was in Kombination mit den anderen Nebeneffekten total unbefriedigend und nervtötent ist!!!!!Sobald das Licht auch noch nicht optimal ist wird das Sehen noch schlechter.
Mein Arzt will das nicht so recht verstehen, da die Meßwerte doch einigermaßen stimmen. Auf die Ferne brauche ich noch eine Korrektur von + 1 und den Astigmatismus ,(lesen kann ich theoretisch ohne Brille) diese Brille funktioniert aber nur statisch, weil Übelkeit bei Bewegung eintritt, und zum Lesen muß ich dann viel zu nah ran. Lasse mir jetz noch eine schwächere Brille machen, die ein Kompromiß ist ( Etwa +0,5) und hoffentlich weiterhilft,sodass ich meine Alltag irgendwie wieder hinkriege. Für den Computer brauche ich eine Brille mit ca +2dpt und um ohne Doppeltsehen zu lesen brauche ich eine Lesebrille mit +2,5 dpt.Ich finde es nicht so schlimm bei statischen Tätigkeiten so eine Brille aufzusetzten , das schlimmste ist, dass ich noch keine Lösung habe für den Alltag , in dem ich mich ja bewegen muß,ohne dass es mir dauernd übel wird oder ich so schlecht sehe , dass ich mich auf nichts mehr konzentrieren kann.
4 Brillen trotz Multifokallinse und trotzdem kein gutes Sehen. Das ist nur frustrierend. Der Arzt meinte, das sei halt eine Korrektur im Grenzbereich mit so viel Pluswert. Da sei die Linse eben besonders dick und deshalb evtl. die Resultate weniger gut.
Warum er den Astigmatismus so versemmelt hat, hat er mir nie erklärt, wohl weil die dicke Linse mit einem kleinen Schnitt nicht so gut ins Auge zu kriegen war. In Mannheim z.B. werden Diese Ops nur noch mit Laser als Messer gemacht, das ist angeblich präziser.Das würde ich auf jeden fall empfehlen!!!
Ziel der Op war eigentlich den Asti durch den richtigen Schnitt zu vermindern.Das ist mißglückt.
Ich würde nach meiner Erfahrung von diesen Linsen abraten, Trifokallinsen scheinen noch komplizierter, weswegen sie nicht vom Operateur gewählt wurden. Die Sehqualität wäre mit einer Monofokallinse und anschließender Gleitsichtbrille viel besser geworden, nach allen was ich jetzt gelesen habe. Da ich nicht so alt bin, hat mir der Arzt aber zu der Multifokallinse geraten und auf die guten Ergebnisse verwiesen, die dokumentiwert sind.
Ich weiß nicht ob ich die Ausnahme bin, aber in Internetforen lese ich immer wieder von erheblichen Problemen mit der Sehqualität und den Doppelbildern...... Meine Augen sind jetzt immer überanstrengt, gereizt und von gutem Sehen ohne Brille keine Spur. Ich hoffe ich krieg das noch mit den vielen Brillen hin. Die hab ich mir übrigens bis auf die Fernbrille selbst erarbeitet durch Ausprobieren mit Billigbrillen, der Augenarzt hat dazu wenig beigetragen. Ich könnte noch einiges schreiben, belasse es aber mal dabei. Viel Glück bei der Entscheidung und der OP. Gruß Marlonchen

Re: Trifokallinse Zeiss AT LISA® tri 839MP

von hf40 » 14.02.2013, 22:25

Hallo Kerstin,

hat sich etwas getan? Ich war heute beim Doc. Er empfiehlt aufgrund meines Alters auch die trifocale, vor allem wegen meiner Bilschirmarbeit. Allerdings meint er, die Linse von Zeiss sei noch in der Zulassung (von wegen der Hornhautverkrümmung) und ich muß mich bin Ende des Jahres gedulden.

Gruß hf40

Re: Trifokallinse Zeiss AT LISA® tri 839MP

von andreasundkerstin » 21.12.2012, 10:48

Hallo didi,

danke für Deine Antwort. Ich habe sie mit sehr viel Interesse gelesen und wünsche Dir, dass sich Deine aktuellen Einschränkungen mit der Zeit noch etwas verbessern mögen. Man liest ja im Allgemeinen, dass das Gehirn bis zu einem halben Jahr braucht, ehe es die Seheindrücke richtig verarbeiten kann.

Ich bin 53 Jahre alt, habe keinen grauen Star.
Meine Werte sind:
RA: +7,25 sph / -1,00 cyl / 173° Achse = 0,8
LA: +7,25 sph / -1,25 cyl / 178° Achse = 0,8

Inzwischen bin ich bei weiteren Recherchen im Internet über eine Studie zu dieser Trifokallinse gestolpert. Die Ergebnisse wurden in der der Zeitschrift "Augenspeigel", Aushagen 07-08/2012 vorgestellt. In dieser Studie, wie auch in vielen anderen Publikationen im Internet, wird ja nur Gutes berichtet und auch, dass diese Linse viel bessere Parameter als Bifokallinsen aufweisen soll.
Leider wurden für diese Studien nur Probanden ohne visuseinschränkenden Pathologien von Hornhaut, Papille und Netzhaut einbezogen. Da ich eine Hornhautverkrümmung habe und auch als Kind mehrmals eine Hornhautentzündungen hatte, die Narben auf der Hornhaut hinterlassen haben, stellt diese Studie für mich natürlich nur die halbe Wahrheit dar.
Auf alle Fälle werde ich mich mit den Veröffentlichern der Studie (Dr. Ralph Neuber, Augencentrum Köln Porz) in Verbindung setzen und mich über seine Erfahrungen in der Praxis erkundigen.
Außerdem bin ich Diabetiker und ich habe gehört, dass für Diabetiker sowieso keine Multifokallinse verwendet werden sollte.

Kerstin

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