Regression bei PRK/LASEK

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Re: Regression bei PRK/LASEK

von Gast » 23.05.2003, 07:53

Hallo,

naja, in Zukunft wird es sicher einige interessante Entwicklungen geben. Aber die brauchen wieder bis zur Serienreife usw.

Was Lasik vs. PRK angeht ist man sehr geteilter Meinung. Vernarbung und Haze hat man im allgemeinen gut im Griff. Gegen die Regression hilf ne spätere OP. Für PRK spricht wohl einfach, dass die Schädigung von Strukturen weitaus geringer ist und das geringere Komplikationsrisiko.

Ich für meinen Teil bin mit meiner PRK äußerst zufrieden. Selbst wenn ich in fünf oder zehn Jahren nachoperieren müßte wäre das für mich kein Problem.

Ich habe im Bekanntenkreis zwei nahe Bekannte, die kurz vor mir eine Lasik haben machen lassen. Die erste Woche haben sie mich bemitleidet, ab der zweiten nur noch beneidet. Trockene Augen, doppelte Konturen, schwankende Sehstärke usw. Alles Sachen mit denen ich nichts zu tun hatte. Beide sind zwar inzwischen auch mit der OP zufrieden, aber immernoch bei 80-100% Sehstärke - bei mir sinds inzwischen 120% auf beiden Augen...

Re: Regression bei PRK/LASEK

von Eric » 22.05.2003, 20:37

Hi,

das mit den Nerven ist auch eine interessante Sache.

Wichtig sind vor allem der nasale und der temporale Nervenplexus (diese Nervenbündel sind scheinbar die wichtigsten und verlaufen von der Hornhautmitte aus nach 3 und 9 Uhr).

Mit dem fs-Laser kann man ein nasales Scharnier erstellen. Dadurch wird der nasale Nervenplexus an der Oberfläche weniger geschädigt als bei PRK (eine Studie hat zumindest schon gezeigt, dass dadurch in den ersten Monaten nach Lasik die Augen weniger trocken sind, nach 6 Monaten waren die trockenen Augen allerdings bei allen Probanden verschwunden, deshalb konnte hier noch nicht ermittelt werden, ob das Langzeitrisiko mit nasalem Scharnier sinkt. Es liegt aber nahe, das anzunehmen).

Wenn man in Zukunft eine minimalinvasive Femtosekundenlasik durchführen kann, dann kann auch der temporale Nervenplexus an der Oberfläche der Hornhaut erhalten werden.

Wenn man zusätzlich annimmt, dass die Nerven, die nahe an der Hornhautoberfläche verlaufen, wichtiger sind, als die Nerven, die tief liegen, dann könnte die Lasik in Zukunft ein geringeres Risiko für trockene Augen haben als die PRK (bei hohen Werten erst recht).

Aber bisher liegst du mit dem Argument Risikominimierung schon richtig, glaube ich (naja, bis auf Haze, Regression, und Vernarbung). Ich habe aber das Gefühl, dass sich die Lasik in Zukunft noch mehr durchsetzen wird. Dafür spricht schon allein der Werbeeffekt, der durch die schnelle Heilung entsteht.

Re: Regression bei PRK/LASEK

von Gast » 22.05.2003, 19:41

Hi,

: Stellt sich noch die Frage, wie hoch die
: einzelnen Risiken genau sind.

nun das ist vielleicht nicht unbedingt von Bedeutung. Jede Risikominimierung die man erreichen kann sollte man auch in Anspruch nehmen wenn es ums Augenlicht geht würde ich denken.


: Trockene Augen sind auch bei PRK ein Problem.
:Vor allem bei höheren Korrekturen (was für
:beide Verfahren gilt).

ok. Das Rikiko steigt mit der Höhe der Korrektur. So weit ich das auch über die Amis mitbekommen habe ist das Risiko bei der PRK auf das Minimum reduziert. Aus einem einfachen Grund: es werden nur die Nerven zerstört, die wirklich zerstört werden müssen, weil sie quasi im Weg sind...

Re: interessante Frage.

von Gast » 22.05.2003, 10:08

Hi,

Ich habe den Eindruck, dass die PRK bei niedrigen Werten zur Zeit sicherer ist als die Lasik. Das kommt wohl durch die Schnittkomplikationen der Lasik.

Ein Lasikarzt hat mir jedenfalls gesagt, dass bei der Einführung des fs-Lasers zum Flapschneiden, die Vorteile der Lasik überwiegen, unabhängig von den Ausgangswerten. Erwähnenswert ist wohl auch die Möglichkeit der Nachlaserns, die ja in ca. 10% der Fälle in Anspruch genommen wird.

Viele Details werden uns hier möglicherweise verschwiegen. Vielleicht ist der Verlust der Bowmanmembran bei PRK doch ein Problem. Schlieslich ist die Bowmanmembran sehr stabil und könnte wichtig sein zur Langzeiterhaltung der Oberflächenform der Hornhaut. Vielleicht kommt daher die Regression bei Prk.

Re: Regression bei PRK/LASEK

von Gast » 22.05.2003, 09:58

Hi,

Stellt sich noch die Frage, wie hoch die einzelnen Risiken genau sind.

Trockene Augen sind auch bei PRK ein Problem. Vor allem bei höheren Korrekturen (was für beide Verfahren gilt). Ich würde gerne mal ein paar Studien sehen, die PRK und Lasik hinsichtlich trockene Augen vergleichen, und das in Abhängigkeit von den Ausgangswerten.

Für höhere Korrekturen (> 5 Dioptrien) scheint die Lasik insgesamt besser zu sein, da dann die Risiken der PRK (Haze, Regression, Vernarbung) stark ansteigen.

Nachlasern bei PRK dürfte gut möglich sein. Es wird auch vermutet, dass man die Heilungskomplikationen der PRK evtl. durch neue Medikamente besser in den Griff bekommt. Die Regression über Jahre bei hohen Ausgangswerten bleibt aber wohl ein Problem.

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