gute Tage, normale Tage, schlechte Tage

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@Christine & gast bitte Leute mit Bltuhochdruck nicht le

von Coskun » 24.12.2003, 09:38

Christine schön das du den Mit hast und hier deine Erfahrungen schriebst.Ich wünsche dir eine gute Ausheilung / Behandlung deiner Augen in Bern.

@gast Du hast es genau getrfoffen " 99 % kommerz" 1 % Gesundheit des Patieneten zumindest bei der copperfield das war auch mein Eindruck..( sofort lasern alles möglich toll wurde mir suggeriert). NEIN DANKE.

Re: noch mehr Gedanken zu Istanbul

von gast » 23.12.2003, 23:40

Ich denke, was Celikkol macht, könnte man schon als Fließbandbetrieb bezeichnen. Es gibt aber noch viel extremere Ausartungen. Ich glaube man sollte sich vorher schon eingehend informieren und mindestens 2 Meinungen von 2 verschiedenen Laserkliniken einholen.

der Satz
"Ihre Werte sind ok. Ich operiere sie. Wegen dem rechten Auge ist leider kein Aberrometer möglich."
hätte dich nachdenklich machen sollen. Das hört sich so an, als ob der Aberrometer notwendig gewesen wäre, aber (wahrscheinlich wegen zu geringer Hornhautdicke) nicht zum Einsatz kam. Und vielleicht hast du deshalb Aberrationen auf dem rechten Auge. Die Falten in den Flaps (am Tag nach der OP) deuten darauf hin, daß Celikkol die Flaps dünn geschnitten hat, vermutlich wegen dem großen Hornhautabtrag. Aber wiegesagt: alles Spekulationen. Gut, daß du dich jetzt genauer untersuchen läßt.

Diese OPs sind eine rein kommerzielle Sache. Da muß der Patient aufpassen, was mit ihm geschieht, egal in welchem Land er gelasert wird.

noch mehr Gedanken zu Istanbul

von christine » 23.12.2003, 17:46

Hallo Gast, herzlichen Dank für Deine Antwort.

Die Idee mit dem multifokalen Hornhautprofil leuchtet mir ein.

Ich glaube momentan würde es mir schon helfen, allein den definitiven Grund der "verkorksten Optik" (dieser Ausdruck trifft's genau) zu wissen, um mit meinen Augen besser zurecht zu kommen.

Deswegen habe ich jetzt doch einen Termin in einem Laser Zentrum. In Bern, die waren sogar richtig nett und bemüht am Telefon.

Wie ist eigentlich ein multifokales Hornhautprofil zu erkennen? Sieht man das mit der Hornhaut-Topographie??

Mit Valium vollpumpen, na,na das klingt aber ein wenig arg brutal :-)

Aber in der Tat war das Valium eine von den Kleinigkeiten, die meiner Meinung nach in Istanbul nicht optimal gelaufen sind.
Dabei hatte ich mich extra im Voraus einem "Selbstversuch" unterzogen! (Wollte auf jeden Fall eine paradoxe Reaktion ausschliessen, so was habe ich bei Patientinnen schon gesehen, die wurden auf's Valium hysterisch statt schläfrig.) Also zu Hause in völlig unaufgeregtem Zustand begann ich ab 15 mg was zu merken.
So bat ich, als mir eine 5 mg Tablette in die Hand gedrückt wurde, um die doppelte Dosis (und bekam sie auch). Es wurde eine Uhrzeit genannt, zu der wir das Valium schlucken sollten.
In weiser Voraussicht (schätze mal, das ist das generelle Zeitverständnis der Süd- Europäer, 11Uhr abholen im Hotel heisst nicht vor 12...), nahm ich es schon später, aber nicht spät genug.
Just als ich dran war, war die Entspannung vorbei. Und ich hatte sogar tatsächlich das Gefühl, mit dem Abklingen der Wirkung in eine leichte paradoxe Reaktion hineinzurutschen. Ob es das gibt? Das man mal so, und mal so auf ein Arzneimittel reagiert?

In einer Sache will ich hier Thierry widersprechen. (Dies ist allerdings eine rein subjektive, persönliche Meinung!!! Ich weiss, dass es mir nach 3 Tagen Behandlung in Dr Celikkols Praxis in keiner Weise zusteht, auch über die restlichen 362 Tage eines Jahres dort zu urteilen! Und ich will auch nicht von mir auf andere schliessen. Ich spreche nur davon, wie ich allein es wahrgenommen habe!)

Ich habe es in meinem ersten Bericht schon kurz erwähnt.

Ich finde nicht, dass 5 o. 6 Operationen am Tag bei Frau Dr C. wenig sind. Und ich konnte auch nicht erkennen, dass sie sich richtig viel Zeit für jede(n) Patient(in) nimmt (Betonung auf: jede(n)). Ich persönlich habe nicht alles als sehr positiv und angenehm erlebt (Betonung auf: alles/sehr).

Es war kein Fliessband. Aber es war auch nicht das Gegenteil.

Dr C. macht alles selbst, keine Assistenten an die sie Voruntersuchungen delegiert (sehr positiv empfunden!).
Ich schätze jetzt mal den ungefähren Zeitaufwand pro Patient (Untersuchung& OP) auf 1,5 Stunden. Macht bei 6 OPs (soviel habe ich an meinem OP Tag mitbekommen) schon 9 Stunden. Morgens kamen noch ein paar Patienten, die ich nicht abends in der Klinik wiedergesehen habe. Ich addiere noch 1 Stunde für normalen Praxisbetrieb.
Ich denke, da kann sich Thierry sehr glücklich schätzen, dass sie ihm zusätzlich zu ihren 10 Stunden noch 2 Stunden Gespräch gewährte.
Ich glaube, es würde ihren Rahmen sprengen, wenn dies jeder von ihr verlangen/benötigen würde.
Und genau deswegen denke ich, entstand bei mir der Eindruck, dass sie zwar meine Fragen beantwortete, aber es lieber hatte, wenn ich nichts fragte.

Ich kenne es eigentlich so (und das bei weit "harmloseren" Eingriffen), dass man Aufklärungsbögen am Tag vor der geplanten OP ausgehändigt bekommt, und der Chirurg dann noch einmal gemeinsam mit einem diese durchgeht.

Wenn ich gar nichts gefragt hätte, wäre wohl ihre einzige Mitteilung an mich gewesen: "Ihre Werte sind ok. Ich operiere sie. Wegen dem rechten Auge ist leider kein Aberrometer möglich."

Ehrlich gesagt, wenn ich bedenke, unter welcher Anspannung man vor der OP steht, und wie dieser Stress bei manchen (bei mir!) auf's Gehirn schlägt, dann fände ich es sehr angebracht, dass der Arzt einem noch mal alles ausführlich darlegt, und zwar von sich aus, ohne dass der Patient selbst gefordert ist, schlaue Fragen zu produzieren.

Gerade bei dieser OP (gesundes Auge, für den Rest des Lebens) sollte sich der Chirurg in einem persönlichen Gespräch noch einmal vergewissern, dass die gesamte Tragweite, die dieser Eingriff mit sich bringt, dem Patienten bekannt ist, sowie zu Genüge verstanden/durchdacht wurde.

Dieses Verstehen allein daraus zu schliessen, dass der Patient mit Unterschrift bestätigt, mehrere Seiten Papier durchgelesen und keine Fragen mehr zu haben, finde ich--nun ja, wie soll ich sagen--mutig?

Wie gesagt, dies ist meine rein persönliche Meinung! (Werde ich jetzt aufgefressen--huh??)

Ich z.B. habe bei der Frage, was ich mir von der OP erwarte, nicht 120% hingeschrieben (das kam mir vermessen vor). Aber natürlich hatte ich 120% im Sinn. Und jetzt staune ich nur noch über meine Blödheit, es noch nicht einmal fertig gebracht zu haben, nachzuhaken, mit welcher Korrektur, bezogen auf meine Werte, ich denn realistischer Weise hätte rechnen können.
Vielleicht hätte die Antwort für mich einen Unterschied gemacht.
Ich habe genau das, was in meiner Akte als mein Wunsch schriftlich festgehalten ist: Alltag ohne Sehhilfe.
Ich tue mich momentan verdammt schwer, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe.
Ich weiss, mein Fehler.

Jetzt, im Nachhinein (mit so viel klarerem Kopf als am 11.11.), wünsche ich mir, ich hätte den Mut aufgebracht Frau Celikkol um eine Bedenkzeit zu bitten.

Im Nachhinein kann man sich so vieles wünschen.

Liebe Forum Leser, ihr seht, ich bin noch immer daran mein Lasik Erlebnis zu "verdauen".
Macht es nicht so wie ich!! Macht es besser als ich!!

Und jetzt hinaus in den Schnee, die herrliche Winterluft anästhesiert so angenehm mein Auge.
LG
Christine

Re: gute Tage, normale Tage, schlechte Tage

von gast » 22.12.2003, 09:52

"Vorgeschichte:
rechts: sph -6,5 zyl -0,25 Hornhautdicke 540
links: sph -4,0 zyl -0,75 Hornhautdicke 560
Pupillen 8mm"

Es liegt nahe, daß es eher rechts zu Problemen kommt, da der Abtrag rechts größer ist und die Hornhaut dünner. Bei 8mm-Pupillen sind bei dieser Kurzsichtigkeit Blendungen bei Nacht wahrscheinlicher. Auch das Risiko trockener Augen ist größer.


"Am Tag danach bei der Kontrolle hatte ich Falten in den Flaps"

Deine OP-Bericht war ja der reinste Horror. Man hätte dich mit Valium vollpumpen sollen. Das wäre wahrscheinlich besser für den ganzen Ablauf der OP und die Heilungsphase gewesen.

"Rechts (Versuch einer Beschreibung): Die Proportionen irgendwie verbogen, als würde ich durch ein Goldfischglas gucken. Linien leicht verwischt. Wenn ich einen Gegenstand fixiere, scheint dieser zu "zoomen", langsam näherzukommen und sich dann wieder zu entfernen (das ist für mich das Merkwürdigste!). Mässiger Kontrastverlust."

Hört sich so an, als würde das Auge versuchen, scharf zu stellen. Das passiert zum Beispiel bei Weitsichtigkeit (Überkorrektur). Es kann aber auch sein, daß du jetzt eine Art multifokales Hornhautprofil hast (z.B. weitsichtig/normalsichtig in der Mitte, Kurzsichtig am Rand). Auch das könnte Blendungserscheinungen bei Nacht erklären, auch den Kontrastverlust).


"Er sagt, er sehe keinen Anhalt für einen irregulären Astigmatismus"

Wie soll er das denn sehen? Dazu brauchst du eine Hornhauttopographie und eine Wellenfrontanalyse. Selbstverständlich hast du einen irregulären Astigmatismus. Stellt sich nur die Frage warum, wie man es beheben kann, ob es mit der Heilung noch besser wird.

"Mit dem Starburst ist's wieder ein bisschen besser. Ich hatte mir Gedanken gemacht, ob er durch Falten kommt (habe gelesen, dass die Falten, je nachdem in welcher Gewebeschicht sie sich befinden, auch "maskiert" sein können, und so bei einer normalen Untersuchung nicht unbedingt sichtbar). Aber dieser "Licht"-Test (man verkleinert die Pupillen durch eine Lichtquelle, z.B. Taschenlampe) lässt den Starburst vollständig verschwinden. So hoffe ich, dass er doch "nur" Pupillengrössen induziert ist."

Die Falten können sich auch im Randbereich der optischen Zone befinden, so daß sie sich erst auswirken, wenn die Pupille größer wird. Das muß schon ein guter Laserchirurg mit den entsprechenden Geräten untersuchen.


"Soweit mein Dasein 6 Wochen nach Lasik. Am wichtigsten ist mir momentan die Sache mit den Schmerzen, die sind echt nicht schön, leider fällt dazu dem Doktor auch nichts ein."

-Vielleicht liegen die Schmerzen am trockenen Auge, vielleicht an der verkorksten Optik. Vielleicht hilft eine Brillenkorrektur.

Nur nicht die Hoffnung verlieren. Die Heilungsphase dauert etwa 6 Monate. Die Möglichkeiten, Aberrationen und irreguläre Hornhautverkrümmungen zu korrigieren, werden immer besser.

gute Tage, normale Tage, schlechte Tage

von christine » 21.12.2003, 22:31

An guten Tagen fühlen sich meine Augen herrlich unaufällig normal an, als hätte es eine OP nie gegeben. Der Eindruck, dass beide schön zusammen arbeiten. Ein kurzer Test (ich kann's einfach nicht lassen...) nimmt mir zwar dann umgehend diese Illusion. Meine gute Sicht ist auch weiterhin nur die Sicht des linken Auges. Aber wie gesagt, wenigstens fühlt es sich so an, als würden links und rechts gemeinsam gleichstark gucken.

An normalen Tagen ist das rechte Auge wie ein bisschen benommen, aber nicht schmerzhaft.

An schlechten Tagen tut es richtig weh. Ein dumpfer, drückender Schmerz im Auge, als wäre es ko geschlagen worden, ein Ziehen/Stechen über das ganze rechte Gesichtsfeld bis zum Ohr. Das eindeutige Gefühl ich sehe einäugig.

Die Sicht ist alle Tage gleich.
Links: nichts auszusetzen
Rechts (Versuch einer Beschreibung): Die Proportionen irgendwie verbogen, als würde ich durch ein Goldfischglas gucken. Linien leicht verwischt. Wenn ich einen Gegenstand fixiere, scheint dieser zu "zoomen", langsam näherzukommen und sich dann wieder zu entfernen (das ist für mich das Merkwürdigste!). Mässiger Kontrastverlust.
Eigentlich--wenn ich mir vorstelle, dass mein Gehirn beständig mit diesem Seheindruck konfrontiert ist, auch wenn ich, dank meines linken guten Sehens, nichts davon merke, ist es kein Wunder, dass mein Kopf schmerzt, oder??
An ca. 2 von 7 Tagen nehme ich Schmerzmittel, um auf der Arbeit zu funktionieren.

Diese Woche war ich wieder zur Kontrolle.
Diesmal hatte ich meine Hausaufgaben gemacht!! Hatte eine Liste, die ich Punkt für Punkt abgefragt habe: Blepharitis, Falten, DLK, Epitheleinwuchs usw. (Am liebsten hätte ich mich auf Englisch unterhalten. Mir kommen die Fachausdrücke auf Englisch inzwischen viel leichter über die Lippen als auf Deutsch. Auch so eine unerwartete Nebenwirkung meiner Lasik-OP: die Fortschritte meiner Fremdsprachenkenntnisse schreiten in Riesenmeilen-Stifeln voran...)
Sehr positiv: Der Doktor nahm sich so viel Zeit wie nie zuvor. Ich hatte das Gefühl wirklich gründlich untersucht worden zu sein, und als er mir abschliessend sagte, er sehe keine Auffälligkeiten im Heilungsverlauf, konnte ich ihm tatsächlich glauben.
(Nebenbei: Hat von Euch auch jemand die (amerikanische?) website gelesen, mit all den Phrasen, die Laser-Aerzten empfohlen werden, um besorgte, penetrant nachfragende Patienten ruhigzustellen??)

Nur in der Frage des Astigmatismus sind wir verschiedener Meinung.

Er sagt, er sehe keinen Anhalt für einen irregulären Astigmatismus.

Ich frage mich, was es sonst sein soll.
Vor der OP hatte ich einen Astigmatismus von -0,25 (rechts), jetzt habe ich -1. Und ich bin nicht auf 100% korrigierbar (was ich vor der OP war).

Mit dem Starburst ist's wieder ein bisschen besser. Ich hatte mir Gedanken gemacht, ob er durch Falten kommt (habe gelesen, dass die Falten, je nachdem in welcher Gewebeschicht sie sich befinden, auch "maskiert" sein können, und so bei einer normalen Untersuchung nicht unbedingt sichtbar). Aber dieser "Licht"-Test (man verkleinert die Pupillen durch eine Lichtquelle, z.B. Taschenlampe) lässt den Starburst vollständig verschwinden. So hoffe ich, dass er doch "nur" Pupillengrössen induziert ist.

Soweit mein Dasein 6 Wochen nach Lasik. Am wichtigsten ist mir momentan die Sache mit den Schmerzen, die sind echt nicht schön, leider fällt dazu dem Doktor auch nichts ein.

Ich wünsche Euch ein frohes und friedliches Weihnachtsfest!
Christine

Himmel, mein Adventskranz fackelt gerade ab!!

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