Erfahrungsbericht: Dünya Augenklinik Istanbul (Etiler)

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Re: Erfahrungsbericht: Dünya Augenklinik Istanbul (Etiler)

von Hzi » 23.09.2010, 23:17

Kurzer Nachbericht; hatte rund 5 Wochen nach dem Eingriff die erste Nachuntersuchung in der Schweiz (bei der Vista-Klinik aus meiner Region, die selber solche OPs durchführt).

Fazit; Heilung verläuft gut, Sehkraft beidseitig (angeblich) zwischen 100 und 125 %.

Ich verspüre tatsächlich keine Probleme (ausser trockene Augen, ist aber nicht gravierend, und damit kann ich (noch) leben), auch mit der Sehkraft bin ich zufrieden (auch wenn ich sie nicht so hoch eingeschätzt bzw. gedacht hätte, sie sei knapp schlechter als vor der Operation MIT Brille)

Bin gespannt, ob sich in den nächsten paar Monaten noch was ändert ...

Hier ist übrigens der Bericht der erwähnten Zeitungsleute, die zeitgleich vor Ort waren (ab S. 32; zum Vergrössern draufklicken):

http://issuu.com/m-magazin/docs/migros- ... -2010-d-vs

Re: Erfahrungsbericht: Dünya Augenklinik Istanbul (Etiler)

von nosotrose » 17.08.2010, 13:25

Hallo,

meine Lasik ist nun fast drei Wochen her. Gestern hatte ich meine erste Nachuntersuchung in Deutschland bei meinem Lasikarzt, bei dem ich meine Voruntersuchung gemacht hatte.
Eine Hornhautverkrümmung auf beiden Augen von 0,25 ist geblieben. Auf einem Auge habe ich +0,25 dioptrien. Der Visus beträgt pro Auge fast 100%.
Mein Arzt sagte, dass die Klinik in Istanbul gute Arbeit geleistet hätte.

Vor der Op hatte ich eine Hornhautverkrümmung von 0,5 auf beiden augen und war Kurzsichtig im mittleren Bereich bei -3,5 dioptrien mit einen visus von 125% pro Auge.

Ich verspüre keinerlei Nebenwirkungen. Meine Blendeempfindlichkeit ist nicht gestiegen. Trockene Augen verspüre ich auch nicht. Lichquellen sehe ich bei Dunkelheit ganz leicht vergrößert, was aber abslolut kein Problem darstellt.

Ich habe zwar an Visus verloren, doch da gewöhne ich mich gerade dran.
Mir war schon vor der Op klar, dass ich mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Adleraugen bekommen werde. Ich bin sehr froh, keine Brille mehr tragen zu müssen und trotzdem gut sehen zu können :)

Obwohl sich das Endresultat sehen lassen kann, bin ich von meiner Lasikklinik aufgrund meiner gemachten Erfahrungen nicht überzeugt.

Ich kann immer nur wieder betonen, dass jeder, der sich im Ausland lasern lassen möchte, unbedingt in Deutschland seine Augen gründlich untersuchen lassen sollte (nicht nur die Dicke der Hornhaut).
Der Großteil der ausländischen Ärzten lasert auch, wenn klare Komplkikationen im Voraus zu erkennen sind. Im Forum gibt es genügend Belege hierfür, auch bezüglich der angeblich renomiertesten türkischen Ärzte.

Mal sehen wie mein Threatkollege und Laserfreund, den ich auf Station kenengelernt habe, sein Reslultat bewertet :) Bist du da?

Grüße

Martin

Re: Erfahrungsbericht: Dünya Augenklinik Istanbul (Etiler)

von nosotrose » 06.08.2010, 19:11

Hallo,

1300€ ist ein standart Preis. Ich selbst habe 1250€ für die iLasik und Medikamente bezhalt.
Dazu kamen: 350€ Flug und 120€ für zwei Übernachtungen in der Klinik.
Ich habe über die Seite gebucht, die ich in meinem ersten post angegeben habe. Im Nachhinein würde ich dort nicht nochmal buchen, da man komplett im Voraus bezhalen muss.
Buche lieber direkt über die Seite der Klinik oder erledige alles telefonisch.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommst du für insgesamt 2,50€ (Metro, Staßenbahn und Bus) vom Airport bis zur Klinik.
Verpflegung bekommst du in der Klinik. Einfach aufs Essen zeigen, wenn die Schwester kommt, um das Essen zu verteilen. Auch wenn du nicht bezhalt hast, wird sie dir was geben, da sie schlecht organisiert ist und kein Englisch spricht (Auch wenn mein Vorredner dieses Verhalten als knauserig bezeichen würde :))

Die Übernachtung in der Klinik ist sehr empfehlenswert, da du nach der OP Schwierigkeiten beim Sehen haben wirst. Du solltest die Augen am besten die nächsten Stunden geschlossen halten, weil das Auge schmerzt und das Infektionsrisiko in dieser Zeit am größten ist.

Des Weiteren würde ich dir raten, im Voraus zu fragen, ob dich der Professor operieren kann, da er mehr Erfahrungen hat.

Grüße

Martin

PS: Zu meinen Voruntersuchungen hatte die Ärztin solche hohen Absätze an, weil die Presse im Haus war (Frauen halt).
In unsren Erfahrungsberichten haben mein Vorredner und ich sehr kritisch berichtet, da es uns wichtig ist, euch einen möglichst ungefälschten Blick vom DünyaGöz zu geben, was uns hoffentlich auch gelungen ist. Ich bin mir sicher, dass sich Kritikpunkte in jeder Klinik und bei jedem Artz finden lassen.

Re: Erfahrungsbericht: Dünya Augenklinik Istanbul (Etiler)

von reprost » 05.08.2010, 21:36

Hallo,

klingt ja sehr vielversprechend. Ich war bereits bei der Voruntersuchung und habe auch vor meine Augen lasern zu lassen. Mir wurde für das Lasern beider Augen ein Preis von 1300€ genannt, ohne irgendwelche Extras. Wiue verhält sich das.Welche Kosten muß ich noch einplanen und wie funktioniert das mit der Bezahlerei.

Danke schon mal

Gruß René

Re: Erfahrungsbericht: Dünya Augenklinik Istanbul (Etiler)

von Hzi » 04.08.2010, 17:03

Hallo!

Ich war zur gleichen Zeit wie mein Vorschreiber in jener Klinik, hab ihn dort auch kennengelernt (komischer Kauz, wie sein Nick ... :wink: ).

Ich bin Schweizer und wurde durch die Schweizer Firma Novacorpus, welche mit meiner Krankenkasse zusammenarbeitet, für die OP vermittelt.

Der Preis für Femto-Lasik war (umgerechnet) ca. 1'200 Euro (vor Ort durfte ich feststellen, dass Lasik, das ja noch günstiger gewesen wäre, in der Klinik faktisch (in einem Fall wie meinem, bei guten Voraussetzungen..) gar nicht mehr angeboten wird. Allerdings hatte ich ohnehin vor, angesichts dieser günstigen Preise von der (vermeintlich) "besseren" (bin da nicht bis ins Detail informiert..) Technik, also Femto-Lasik, zu profitieren.)

Im Preis inbegriffen:
- Transport vom Flughafen zur Klinik und zurück (tagsüber)
- Zimmer in der Klinik für drei Nächte, inkl. Verpflegung
- Deutsch- und englischsprachige Betreuung vor Ort
- Vor- und Nachuntersuchung vor Ort
- Medikamente vor Ort

Also NICHT der Flug.

Folgende Ärztin war für mich zuständig (inkl. Durchführung der OP):

http://www.novacorpus.ch/de_de/augenkli ... Itemid=257

Kurz zum Ablauf; die Voruntersuchung war am ersten Tag und dauerte etwa eine halbe Stunde, zuzügl. (teils lange) Wartezeiten. Bald darauf wurde mir mitgeteilt, ich könne am nächsten Tag operiert werden. Die Ärztin (dieselbe wie beim Vorschreiber; bei mir trug sie die Absätze nicht..) spricht sehr gut Deutsch, ist freundlich, vielleicht etwas kurz angebunden, was aber kein Wunder ist angesichts des überfüllten Grossraum-Wartezimmers. Man muss sich bewusst sein, dass man dort beim Warten als einer unter vielen (Einheimischen) herumsitzt, also nix mit "edlem Privatklinik-Ambiente" oder so ...
Die OP verlief problemlos, die Ärztin sprach die ganze Zeit mit mir (bin allerdings eh nicht der ängstliche, nervöse Typ..), wobei in meinem Fall sogar der CEO (und mutmasslich einzige Mitarbeiter) von Novacorpus, der vor Ort war (wegen eines Schweizer Journalisten-Duos, die über "Medizintourismus" berichten werden..) und sich fast rührend um seine Kunden kümmerte, im OP-Saal dabei war (vielleicht auch nur, weil er weiss, ich habe eine juristische Ausbildung und bin damit latent klagegefährlich ... 8) ).
Die erste Nachuntersuchung war kurz nach der OP (die zweite am Tag darauf, die dritte wieder tags darauf, wobei ich diese selber initierte, weil die Ärztin sie für nicht nötig hielt - "nutzen Sie Ihre Zeit in Istanbul besser ..."), dann blieb ich für den Rest des Tages in der Klinik und fing an, zu tropfen ...
Erst spürte ich für ein paar Stunden ein leichtes Brennen, aber nicht wirklich unangenehm, und bald schon bemerkte ich eine deutliche Verbesserung der Sehstärke, welche bis heute, eine Woche nach der OP, anhält.
Ich schätze mal, die Sicht bewegt sich irgendwo zwischen "bisherigem Standard mit Sehhilfe" und "Adlerauge", und ich bin auf jeden Fall schon zufrieden, auch wenn es durchaus noch "schärfer" werden darf ... (eben Mission: "Adlerauge")
Den Rest der Zeit (also immer, ausser am Tag der OP) versuchte ich, meiner Rolle als "Medizintourist" gerecht zu werden und meine Zeit in Istanbul so gut wie möglich zu nutzen, also sah ich mir die Stadt an, was (mit Sonnenbrille zwecks UV-Schutz) auch problemlos möglich war.
Die Klinik liegt im Viertel Etiler, Stadtteil Besiktas, das zu den teuersten Wohn- und Bürovierteln der Stadt gehört, direkt an einer belebten Vergnügungsstrasse mit vielen Bars und Restaurants (wo ich meinen geizigen Vorschreiber prompt dazu verleitete, mehr für ein Essen auf den Tisch zu blättern, als es sein knausriges Budget erlaubt hätte ... :D ).

Noch ein paar Worte zur Unterkunft;
Das Niveau ist hier nicht besonders hoch (einer "Privatklinik" nicht wirklich würdig, gefühlt jedenfalls, denn ich habe noch nicht allzu viele Privatkliniken erlebt..); keine gemachten Betten, keine (erkennbaren) Zimmerreinigungen, kein besonders gutes (überdies lieblos serviertes) Essen und abgesehen vom ZDF noch nicht mal ein deutscher TV-Sender ... :wink: Aber alles noch im Rahmen des "Zumutbaren", verhältnismässig sowieso, ich meine, für DEN Preis ...
Die negativen Erfahrungen mit der englischsprachigen Betreuung des Vorschreibers kann ich bestätigen (lustlos und noch nicht mal besonders gut englischsprechend, aber die hat eh nur ausgeholfen..), und man kanns, wie überall, auch besser treffen (die deutschsprachige Betreuung etwa war spitzenklasse - sprachlich, menschlich, "fachlich", aber die hat inzwischen gekündigt ... :wink: )
Und noch ein Wort zum Flug;
Ich wählte EasyJet ("wenn schon Discount-OP-Tourismus, dann richtig .."), ab Basel, das im Zusammenhang mit einem Flug nach Istanbul aber zwei Nachteile hat; die Flüge sind nachts, und man landet auf dem Flughafen Sabiha Gökçen, der ziemlich weit von der Klinik entfernt auf der asiatischen Seite Istanbuls liegt. Der kostenlose Transport von Novacorpus gilt (tagsüber) allerdings auch für diesen Flughafen, zudem müsste eine Verbindung mit dem ÖV (Bus + Metro) ebenfalls möglich sein (an der Busstation, an der ich mich vor dem Rückflug absetzen liess und von der aus ich zum Flughafen fuhr, gibts jedenfalls eine Metrostation, und damit dürfte auch der Anschluss ans Metronetz gewährleistet sein).

Zwischenfazit; ich bin zufrieden, bisher läuft der Heilungsprozess problemlos (ein Auge ist seit der OP leicht gerötet, aber das gehört zu den "normalen" postoperativen Begleiterscheinungen, wie mir die Ärztin auch in einer schnell beantworteten Mail nochmals bestätigte..), ich nehme brav meine Tropfen und kümmere mich demnächst um die Nachsorge in der Schweiz.
Ich werde später wieder einen Statusbericht posten.

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