von Hzi » 04.08.2010, 17:03
Hallo!
Ich war zur gleichen Zeit wie mein Vorschreiber in jener Klinik, hab ihn dort auch kennengelernt (komischer Kauz, wie sein Nick ...

).
Ich bin Schweizer und wurde durch die Schweizer Firma Novacorpus, welche mit meiner Krankenkasse zusammenarbeitet, für die OP vermittelt.
Der Preis für Femto-Lasik war (umgerechnet) ca. 1'200 Euro (vor Ort durfte ich feststellen, dass Lasik, das ja noch günstiger gewesen wäre, in der Klinik faktisch (in einem Fall wie meinem, bei guten Voraussetzungen..) gar nicht mehr angeboten wird. Allerdings hatte ich ohnehin vor, angesichts dieser günstigen Preise von der (vermeintlich) "besseren" (bin da nicht bis ins Detail informiert..) Technik, also Femto-Lasik, zu profitieren.)
Im Preis inbegriffen:
- Transport vom Flughafen zur Klinik und zurück (tagsüber)
- Zimmer in der Klinik für drei Nächte, inkl. Verpflegung
- Deutsch- und englischsprachige Betreuung vor Ort
- Vor- und Nachuntersuchung vor Ort
- Medikamente vor Ort
Also NICHT der Flug.
Folgende Ärztin war für mich zuständig (inkl. Durchführung der OP):
http://www.novacorpus.ch/de_de/augenkli ... Itemid=257
Kurz zum Ablauf; die Voruntersuchung war am ersten Tag und dauerte etwa eine halbe Stunde, zuzügl. (teils lange) Wartezeiten. Bald darauf wurde mir mitgeteilt, ich könne am nächsten Tag operiert werden. Die Ärztin (dieselbe wie beim Vorschreiber; bei mir trug sie die Absätze nicht..) spricht sehr gut Deutsch, ist freundlich, vielleicht etwas kurz angebunden, was aber kein Wunder ist angesichts des überfüllten Grossraum-Wartezimmers. Man muss sich bewusst sein, dass man dort beim Warten als einer unter vielen (Einheimischen) herumsitzt, also nix mit "edlem Privatklinik-Ambiente" oder so ...
Die OP verlief problemlos, die Ärztin sprach die ganze Zeit mit mir (bin allerdings eh nicht der ängstliche, nervöse Typ..), wobei in meinem Fall sogar der CEO (und mutmasslich einzige Mitarbeiter) von Novacorpus, der vor Ort war (wegen eines Schweizer Journalisten-Duos, die über "Medizintourismus" berichten werden..) und sich fast rührend um seine Kunden kümmerte, im OP-Saal dabei war (vielleicht auch nur, weil er weiss, ich habe eine juristische Ausbildung und bin damit latent klagegefährlich ...

).
Die erste Nachuntersuchung war kurz nach der OP (die zweite am Tag darauf, die dritte wieder tags darauf, wobei ich diese selber initierte, weil die Ärztin sie für nicht nötig hielt - "nutzen Sie Ihre Zeit in Istanbul besser ..."), dann blieb ich für den Rest des Tages in der Klinik und fing an, zu tropfen ...
Erst spürte ich für ein paar Stunden ein leichtes Brennen, aber nicht wirklich unangenehm, und bald schon bemerkte ich eine deutliche Verbesserung der Sehstärke, welche bis heute, eine Woche nach der OP, anhält.
Ich schätze mal, die Sicht bewegt sich irgendwo zwischen "bisherigem Standard mit Sehhilfe" und "Adlerauge", und ich bin auf jeden Fall schon zufrieden, auch wenn es durchaus noch "schärfer" werden darf ... (eben Mission: "Adlerauge")
Den Rest der Zeit (also immer, ausser am Tag der OP) versuchte ich, meiner Rolle als "Medizintourist" gerecht zu werden und meine Zeit in Istanbul so gut wie möglich zu nutzen, also sah ich mir die Stadt an, was (mit Sonnenbrille zwecks UV-Schutz) auch problemlos möglich war.
Die Klinik liegt im Viertel Etiler, Stadtteil Besiktas, das zu den teuersten Wohn- und Bürovierteln der Stadt gehört, direkt an einer belebten Vergnügungsstrasse mit vielen Bars und Restaurants (wo ich meinen geizigen Vorschreiber prompt dazu verleitete, mehr für ein Essen auf den Tisch zu blättern, als es sein knausriges Budget erlaubt hätte ...

).
Noch ein paar Worte zur Unterkunft;
Das Niveau ist hier nicht besonders hoch (einer "Privatklinik" nicht wirklich würdig, gefühlt jedenfalls, denn ich habe noch nicht allzu viele Privatkliniken erlebt..); keine gemachten Betten, keine (erkennbaren) Zimmerreinigungen, kein besonders gutes (überdies lieblos serviertes) Essen und abgesehen vom ZDF noch nicht mal ein deutscher TV-Sender ...

Aber alles noch im Rahmen des "Zumutbaren", verhältnismässig sowieso, ich meine, für DEN Preis ...
Die negativen Erfahrungen mit der englischsprachigen Betreuung des Vorschreibers kann ich bestätigen (lustlos und noch nicht mal besonders gut englischsprechend, aber die hat eh nur ausgeholfen..), und man kanns, wie überall, auch besser treffen (die deutschsprachige Betreuung etwa war spitzenklasse - sprachlich, menschlich, "fachlich", aber die hat inzwischen gekündigt ...

)
Und noch ein Wort zum Flug;
Ich wählte EasyJet ("wenn schon Discount-OP-Tourismus, dann richtig .."), ab Basel, das im Zusammenhang mit einem Flug nach Istanbul aber zwei Nachteile hat; die Flüge sind nachts, und man landet auf dem Flughafen Sabiha Gökçen, der ziemlich weit von der Klinik entfernt auf der asiatischen Seite Istanbuls liegt. Der kostenlose Transport von Novacorpus gilt (tagsüber) allerdings auch für diesen Flughafen, zudem müsste eine Verbindung mit dem ÖV (Bus + Metro) ebenfalls möglich sein (an der Busstation, an der ich mich vor dem Rückflug absetzen liess und von der aus ich zum Flughafen fuhr, gibts jedenfalls eine Metrostation, und damit dürfte auch der Anschluss ans Metronetz gewährleistet sein).
Zwischenfazit; ich bin zufrieden, bisher läuft der Heilungsprozess problemlos (ein Auge ist seit der OP leicht gerötet, aber das gehört zu den "normalen" postoperativen Begleiterscheinungen, wie mir die Ärztin auch in einer schnell beantworteten Mail nochmals bestätigte..), ich nehme brav meine Tropfen und kümmere mich demnächst um die Nachsorge in der Schweiz.
Ich werde später wieder einen Statusbericht posten.
Hallo!
Ich war zur gleichen Zeit wie mein Vorschreiber in jener Klinik, hab ihn dort auch kennengelernt (komischer Kauz, wie sein Nick ... :wink: ).
Ich bin Schweizer und wurde durch die Schweizer Firma Novacorpus, welche mit meiner Krankenkasse zusammenarbeitet, für die OP vermittelt.
Der Preis für Femto-Lasik war (umgerechnet) ca. 1'200 Euro (vor Ort durfte ich feststellen, dass Lasik, das ja noch günstiger gewesen wäre, in der Klinik faktisch (in einem Fall wie meinem, bei guten Voraussetzungen..) gar nicht mehr angeboten wird. Allerdings hatte ich ohnehin vor, angesichts dieser günstigen Preise von der (vermeintlich) "besseren" (bin da nicht bis ins Detail informiert..) Technik, also Femto-Lasik, zu profitieren.)
Im Preis inbegriffen:
- Transport vom Flughafen zur Klinik und zurück (tagsüber)
- Zimmer in der Klinik für drei Nächte, inkl. Verpflegung
- Deutsch- und englischsprachige Betreuung vor Ort
- Vor- und Nachuntersuchung vor Ort
- Medikamente vor Ort
Also NICHT der Flug.
Folgende Ärztin war für mich zuständig (inkl. Durchführung der OP):
[url]http://www.novacorpus.ch/de_de/augenklink-augenlaser-operation-lasik-turkei.html?Itemid=257[/url]
Kurz zum Ablauf; die Voruntersuchung war am ersten Tag und dauerte etwa eine halbe Stunde, zuzügl. (teils lange) Wartezeiten. Bald darauf wurde mir mitgeteilt, ich könne am nächsten Tag operiert werden. Die Ärztin (dieselbe wie beim Vorschreiber; bei mir trug sie die Absätze nicht..) spricht sehr gut Deutsch, ist freundlich, vielleicht etwas kurz angebunden, was aber kein Wunder ist angesichts des überfüllten Grossraum-Wartezimmers. Man muss sich bewusst sein, dass man dort beim Warten als einer unter vielen (Einheimischen) herumsitzt, also nix mit "edlem Privatklinik-Ambiente" oder so ...
Die OP verlief problemlos, die Ärztin sprach die ganze Zeit mit mir (bin allerdings eh nicht der ängstliche, nervöse Typ..), wobei in meinem Fall sogar der CEO (und mutmasslich einzige Mitarbeiter) von Novacorpus, der vor Ort war (wegen eines Schweizer Journalisten-Duos, die über "Medizintourismus" berichten werden..) und sich fast rührend um seine Kunden kümmerte, im OP-Saal dabei war (vielleicht auch nur, weil er weiss, ich habe eine juristische Ausbildung und bin damit latent klagegefährlich ... 8) ).
Die erste Nachuntersuchung war kurz nach der OP (die zweite am Tag darauf, die dritte wieder tags darauf, wobei ich diese selber initierte, weil die Ärztin sie für nicht nötig hielt - "nutzen Sie Ihre Zeit in Istanbul besser ..."), dann blieb ich für den Rest des Tages in der Klinik und fing an, zu tropfen ...
Erst spürte ich für ein paar Stunden ein leichtes Brennen, aber nicht wirklich unangenehm, und bald schon bemerkte ich eine deutliche Verbesserung der Sehstärke, welche bis heute, eine Woche nach der OP, anhält.
Ich schätze mal, die Sicht bewegt sich irgendwo zwischen "bisherigem Standard mit Sehhilfe" und "Adlerauge", und ich bin auf jeden Fall schon zufrieden, auch wenn es durchaus noch "schärfer" werden darf ... (eben Mission: "Adlerauge")
Den Rest der Zeit (also immer, ausser am Tag der OP) versuchte ich, meiner Rolle als "Medizintourist" gerecht zu werden und meine Zeit in Istanbul so gut wie möglich zu nutzen, also sah ich mir die Stadt an, was (mit Sonnenbrille zwecks UV-Schutz) auch problemlos möglich war.
Die Klinik liegt im Viertel Etiler, Stadtteil Besiktas, das zu den teuersten Wohn- und Bürovierteln der Stadt gehört, direkt an einer belebten Vergnügungsstrasse mit vielen Bars und Restaurants (wo ich meinen geizigen Vorschreiber prompt dazu verleitete, mehr für ein Essen auf den Tisch zu blättern, als es sein knausriges Budget erlaubt hätte ... :D ).
Noch ein paar Worte zur Unterkunft;
Das Niveau ist hier nicht besonders hoch (einer "Privatklinik" nicht wirklich würdig, gefühlt jedenfalls, denn ich habe noch nicht allzu viele Privatkliniken erlebt..); keine gemachten Betten, keine (erkennbaren) Zimmerreinigungen, kein besonders gutes (überdies lieblos serviertes) Essen und abgesehen vom ZDF noch nicht mal ein deutscher TV-Sender ... :wink: Aber alles noch im Rahmen des "Zumutbaren", verhältnismässig sowieso, ich meine, für DEN Preis ...
Die negativen Erfahrungen mit der englischsprachigen Betreuung des Vorschreibers kann ich bestätigen (lustlos und noch nicht mal besonders gut englischsprechend, aber die hat eh nur ausgeholfen..), und man kanns, wie überall, auch besser treffen (die deutschsprachige Betreuung etwa war spitzenklasse - sprachlich, menschlich, "fachlich", aber die hat inzwischen gekündigt ... :wink: )
Und noch ein Wort zum Flug;
Ich wählte EasyJet ("wenn schon Discount-OP-Tourismus, dann richtig .."), ab Basel, das im Zusammenhang mit einem Flug nach Istanbul aber zwei Nachteile hat; die Flüge sind nachts, und man landet auf dem Flughafen Sabiha Gökçen, der ziemlich weit von der Klinik entfernt auf der asiatischen Seite Istanbuls liegt. Der kostenlose Transport von Novacorpus gilt (tagsüber) allerdings auch für diesen Flughafen, zudem müsste eine Verbindung mit dem ÖV (Bus + Metro) ebenfalls möglich sein (an der Busstation, an der ich mich vor dem Rückflug absetzen liess und von der aus ich zum Flughafen fuhr, gibts jedenfalls eine Metrostation, und damit dürfte auch der Anschluss ans Metronetz gewährleistet sein).
Zwischenfazit; ich bin zufrieden, bisher läuft der Heilungsprozess problemlos (ein Auge ist seit der OP leicht gerötet, aber das gehört zu den "normalen" postoperativen Begleiterscheinungen, wie mir die Ärztin auch in einer schnell beantworteten Mail nochmals bestätigte..), ich nehme brav meine Tropfen und kümmere mich demnächst um die Nachsorge in der Schweiz.
Ich werde später wieder einen Statusbericht posten.