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Indiv. Femto-LASIK beim sehkraft Augenzentrum Maus in Köln

Moderator: Frankyboy

Indiv. Femto-LASIK beim sehkraft Augenzentrum Maus in Köln

Beitragvon sweathard » 26.02.2019, 19:35

Ich habe vor vier Tagen eine individuelle Femto-LASIK OP bei Dr. Maus im sehkraft Augenzentrum in Köln durchführen lassen. Meine Dioptrin lag bei -7 und -6,5, sowie einer Hornhautverkrümmung beidseitig. Ich habe meine Brille seit dem 5. Lebensjahr (denke ich) getragen und nur selten Kontaktlinsen, da ich damit nicht besonders gut zu Recht gekommen bin. Einen Termin bekommt man recht flott und da meine Anfahrt ca. 1,5 Stunden einfach beträgt, habe ich mich für einen Wochenendtermin entschieden, was bedeutet, dass die OP an einem Freitag stattfindet und die Nachuntersuchung am darauffolgenden Samstag. Den Freitag musste ich mir frei nehmen, da die OP keine Krankheit behandelt und dadurch keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden kann.

Der Tag vor der OP:
Ich habe mir die Patienteninformation noch einmal durchgelesen, die besagt, dass man am OP-Tag keine Schminke verwenden soll, kein Parfum, Gesichtswasser, etc. also alles was einen scharfen Geruch verursachen kann. Die Unterlagen mit meinen Unterschriften darauf habe ich in einem Umschlag bereitgelegt, wie auch die extra gekaufte Sonnenbrille ohne Sehstärke. So nun noch zweimal checken, ob der Wecker auch wirklich gestellt ist und ab ins Bett. Noch hält sich die Aufregung in Grenzen, wie auch auf der Fahrt nach Köln.

Der OP-Tag:
Mein OP-Termin war ein Freitag um 9 Uhr. Man sollte mindestens eine halbe Stunde für den Berufsverkehr mehr rechnen. Mein Navi hat mich auch prompt wild über die Bundesstraßen gejagt, so dass ich völlig die Orientierung verloren habe, aber dafür hat man die Dinger ja. Durch den Berufsverkehr sind wir (mein Mann war zur moralischen Unterstützung und für die Fahrt zurück natürlich dabei) trotz halber Stunde Puffer ca. 10 Minuten zu spät im Parkhaus Wolfsstraße angekommen, was übrigens zwei Häuser neben der Klinik liegt. Den Parkschein gut aufheben, den kann man später beim Bezahlen der OP abgeben und bekommt 10,- EUR in bar. Gekostet hat das Parkhaus 9,50 EUR und wir waren schon etwas länger darin, als normalerweise üblich.
Zu Beginn darf man erst einmal im regulären Wartezimmer der Augenarztpraxis Platz nehmen, erst folgt ein kleiner Sehtest, dann wechselt man in einen anderen Raum für die Vermessung der Hornhaut. Hier wurde ich auch direkt gefragt, ob ich aufgeregt sei und der Arzthelfer hat mich beruhigt, indem er sagte, er hätte die OP selbst vor einer Woche machen lassen und seine Aufregung war unnötig. Nach dem zweiten Untersuchungsraum ging es in ein Ärztezimmer, in dem man noch einmal über den folgenden Ablauf aufgeklärt wird und Fragen stellen kann. Hier wird man bereits darauf hingewiesen, dass man nach der OP stündlich zwei Sorten Augentropfen im Wechsel verwenden soll, bis zum nächsten Tag, wenn die Nachuntersuchung stattfindet. Daraufhin ging es endlich nach unten in den Wartebereich der Augenklinik. Hier merkt man direkt, dass es sich um den Bereich für Privatpatienten, bzw. Selbstzahler handelt. Es gibt frisch belegte Brote (Vollkorn-Körner), Wasser, Kaffee und ein riesige Schaler voller Schokoriegel, sowie die obligatorischen Zeitschriften. Die Sessel sind auch etwas bequemer. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits ca. 1,5 Stunden vergangen. Nach einem erneuten Sehtest und der Vermessung der Hornhaut, diesmal für das Programm des Lasers bekommt man einen Anamnesebogen zum Ausfüllen (Allergien, Risiken, etc.). Darauf folgt ein Gespräch mit Dr. Maus, der einen genaueren Sehtest durchführt, als zuvor in der Arztpraxis. Mein Ergebnis mit korrigierter Sehschwäche waren 120% Sehkraft. Er geht anhand des Anamnesebogens mögliche Folgen der OP durch, wie auch eine Trockenheit des Auges und eine anfängliche Lichtempfindlichkeit. Auch hier hat man noch einmal die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dr. Maus hat eine sehr ruhige und beruhigende Art an sich und man merkt, dass er sich die Zeit für seine Patienten nimmt. Ab jetzt soll es nur noch ca. eine halbe Stunde bis zur OP sein. Die Aufregung steigt. Dagegen bekommt man von Dr. Maus noch eine Beruhigungstablette, die man doch bitte mit einem Schluck Wasser nehmen solle, denn dann wären die Augen auch ruhiger und er könne besser operieren. OK, dann tun wir ihm doch den Gefallen. Doch zuerst muss einmal das Finanzielle geklärt werden. Dazu sollte ich in ein separates Zimmer zu einer netten Angestellten gehen, die mir die Unterlagen, sowie eine Anzahlung für die OP abgenommen hat. Ich habe mich für eine Ratenzahlung entschieden. Hier bekommt man auch direkt seine Bescheinigung für den Führerschein, dass man keine Sehhilfe mehr benötigt. Nach drei Monaten, zur „letzten“ Nachuntersuchung bekommt man dann ein Gutachten, womit man seinen Führerschein korrigieren lassen muss, denn so lange gilt auch nur die eben genannte Bescheinigung. Außerdem bekommt man ein Terminkärtchen für die Nachuntersuchung am Folgetag, mit einer Notfall-Handynummer von Dr. Maus, den man darüber jederzeit erreichen kann, wenn es Probleme gibt. Mein Mann hat sich spontan dazu entscheiden, seine Augen ebenfalls untersuchen zu lassen, ob für ihn eine LASIK geeignet ist, so dass er sich zu seinen Untersuchungen nach oben in die Praxis aufgemacht hat. So schnell konnte ich mich gar nicht umsehen, wie ich auch schon aufgerufen wurde. Jetzt wird es ernst. Es gibt ein nettes Häubchen für die Haare, wobei mir gesagt wurde, dass offene Haare besser gewesen wären, als mein Zopf, da man darauf ebenmäßiger liegen kann. Ich hatte es zwar gutgemeint, damit keine Haare im Weg rum fliegen, aber so ging es dann auch. Außerdem müssen Handy und Smartwatch (falls vorhanden) auf Flugmodus umgeschaltet werden, um den Laser nicht zu stören, denn das will ja keiner. Im OP-Raum gib es eine Liege mit einem gepolsterten Ring, auf dem der Kopf abgelegt wird. Man liegt eigentlich ganz bequem, wäre da nicht das Wissen, dass gleich die eigenen Augen operiert werden. Sobald man passend liegt, bekommt man auch schon die Betäubungs-Augentropfen. Diese Brennen zunächst, doch sobald die Betäubung einsetzt, ist das Brennen weg. Nun noch ein paar Tropfen zur Befeuchtung und dann heißt es Augen schließen und entspannen, bis es losgeht. Das Entspannen hat nicht so ganz geklappt, aber Dr. Maus war auch schon kurze Zeit später da und es ging los. Um das Auge offen zu halten, bekommt man eine Feder in das Auge, die die Lieder auseinander drückt. Das Gefühl ist zugegebener Maßen etwas unangenehm, wie auch das folgende. Als Führung für den Laser wird ein Kunststoffring auf das Auge aufgesetzt, in etwa von der Größe einer Kontaktlinse. Den Druck davon merkt man. Dr. Maus hat mich direkt vorgewarnt, dass das Gerät über mir auf den Ring aufsetzt, der Druck dadurch noch zunimmt und es dann schwarz für mich wird. Das Auge ohne Feder (mein rechtes) war mit einer Kompresse zugeklebt. Bei dem ersten Gerät wird der Flap gelasert. Vom Lasern selbst habe ich nichts gemerkt, nur mein Puls ging auf einmal extrem hoch. Das unangenehmste war tatsächlich die Feder, wobei das auch kein Schmerz ist, sondern einfach nur ein Druck an beiden Liedern und eben das Gefühl das Auge aufgehalten zu bekommen, so dass man nicht blinzeln kann. Nach dem Lasern kam der Ring wieder raus, Klammer raus und das gleiche Spiel mit dem rechten Auge. War auch nicht viel angenehmer… Im Anschluss werden beide Augen abgeklebt und die Liege wird auf einer Schiene nach rechts zum nächsten Gerät geschoben. Dort wird wieder mit dem linken Auge begonnen, Kompresse ab, Wimpern festgeklebt, damit keine Wimper ins Auge fallen kann oder im Weg hängt und wieder die Klammer rein. Zur Orientierung soll man in den grünen Lichtstrahl sehen. Der Flap wird von Dr. Maus zur Seite geklappt, davon habe ich allerdings nicht wirklich etwas mitbekommen. Dadurch wird nur die Sicht sehr unscharf. Der vorherige grüne Punkt wird zu einer großen grünen Raute. Nun beginnt das eigentliche Lasern der Hornhaut mit dem 6D Eyetracking. Den durch die Verbrennung entstandenen Rauch habe ich unangenehm gerochen, so dass ich versucht habe die Luft anzuhalten, während Dr. Maus runter gezählt hat, wie lange es noch dauert. Nach 8 Sekunden war das Lasern erledigt. Nun wird der Flap zurück geklappt, das Auge befeuchtet und der Flap mit einem weißen Schaumstoffpinsel glatt gestrichen. Den Pinsel konnte ich schon recht deutlich erkennen. Nach Erneutem Augentropfen kam eine Kontaktlinse in das Auge und wieder eine Kompresse über das Auge. Das gleiche Spiel mit dem rechten Auge und die OP war gelaufen. Nun durfte ich mich vorsichtig aufsetzen. Die gleiche Arzthelferin, die mich in den OP-Raum geführt hat, hat mir nun auch eine Tasche mit verschiedenen Utensilien gereicht und mir erklärt, welche Augentropfen ich wann nehmen soll. Obwohl die Sicht etwas milchig war, konnte ich die Aufschrift auf den Verpackungen bereits lesen. Meine Augen haben trotzdem direkt angefangen zu tränen, so dass ich ein Tuch bekommen habe (unter dem Auge abtupfen, bloß nicht über das Auge reiben). Es gibt antibakterielle Augentropfen und Tränenersatzmittel in Form von Gel oder Tropfen, je nachdem, womit man besser zu Recht kommt. Im Anschluss wurde ich in einen Ruheraum geführt, wo ich für eine halbe Stunde die Augen geschlossen lassen sollte und mich auf einer Liege entspannen konnte. Zuvor habe ich noch schnell meinem Mann eine WhatsApp geschrieben, wo ich bin, damit er mich nicht suchen muss. Ging alles wunderbar. Mir wurde schon etwas langweilig, aber das testweise Augenöffnen hat nur dazu geführt, dass ich sie wieder geschlossen habe, da sie doch schon recht schnell angefangen haben zu brennen und dementsprechend zu tränen, wobei das wirklich erträglich war. Nach ca. 20 Minuten wurde ich zu Dr. Maus in den Untersuchungsraum von vorher gerufen, den ich über eine Verbindungstür betreten konnte. Er hat kurz in die Augen geleuchtet und dabei auch direkt die Kontaktlinsen entfernt, was ich überhaupt nicht gespürt habe. Er hat mich nach meinem Befinden gefragt und sich für den heutigen Tag verabschiedet. Dadurch, dass mein Mann noch mitten in den Untersuchungen war, musste ich eine gute Stunde ausharren, bis er mich abholen gekommen ist. Dabei hat die Betäubung nach und nach nachgelassen, so dass das Brennen sich verstärkt hat und es teilweise leicht Gestochen hat. Mit geschlossenen Augen war das ohne Probleme auszuhalten. Viel länger hätte ich allerdings nicht warten können, sonst hätte ich die Augen nicht mehr lange genug aufhalten können um den Weg zum Auto zu sehen. Durch meine leichte Reisekrankheit wurde mir auf der Fahrt durch die Stadt etwas schlecht, da ich die ganze Fahrt die Augen geschlossen hatte, nur unterbrochen vom stündlichen Tropfen der Augen. Trotz Sonnenbrille und geschlossenen Augen hat mich das Licht, was seitlich in das Auto geleuchtet hat geblendet. Zu Hause angekommen, also ca. 3 Stunden nach der OP hat das Brennen so allmählich nachgelassen. Ich habe mir trotzdem die Kunststoffschalen aus dem OP-Täschchen über die Augen geklebt und erst einmal für drei Stunden geschlafen. Am Abend haben wir zusammen Ferngesehen, was bereits ohne Probleme ging. Ich hatte nur einen leichten Druck auf den Augen.

Am Tag nach der OP:
Ich bin relativ früh aufgewacht, trotz halber Schlaftablette, die sich auch in dem OP-Täschchen befand, so dass ich in aller Ruhe Kaffee getrunken und über mein Handy Nachrichten gelesen habe. Das Lesen ist für mich noch recht anstrengend gewesen, wieder mit leichtem Druck auf den Augen. Nachdem ich mich angezogen und fertig gemacht habe, habe ich eine Testfahrt zum nächsten Bäcker gewagt, um festzustellen, ob ich selbst mit dem Auto nach Köln fahren konnte, oder nicht. Auch das hat wunderbar geklappt, trotz leichtem Druck auf den Augen. Also beschloss ich, selbst zu fahren und machte mich auch, nachdem ich das Brot gegessen hatte auf den Weg. Mein Termin war um 10:30 Uhr und nach der Ankunft um kurz nach 10 haben vor der Tür der Klinik bereits zwei Mitpatienten auf ihren Termin gewartet. Um 10:15 Uhr wurde die Tür dann aufgeschlossen und die inzwischen auf 4 angestiegene Zahl der Mitpatienten durfte in das Wartezimmer der Praxis (leider nicht runter in die Klinik). Aus dem Wartezimmer wurden wir nacheinander zu den Untersuchungen gerufen, wobei hier wieder die Sehschärfe und die Oberfläche der Hornhaut untersucht wurden. Während der Zeit im Wartezimmer konnte ich mich mit den anderen über deren Erfahrungen nach der OP unterhalten. Die einzelnen Erfahrungen waren doch recht unterschiedlich. Wo ich das Lesen als anstrengend empfand, hatten andere überhaupt keine Probleme damit, haben allerdings sogenannte Halos, was mir wiederum komplett erspart geblieben ist, wie auch ein Fremdkörper-Gefühl, was ich zu keinem Zeitpunkt bisher hatte. Im Anschluss wurden wir auf die einzelnen Arztzimmer verteilt, wo wir auf Dr. Maus gewartet haben. Dort wurde wiederum ein genauerer Sehtest durchgeführt und die Trockenheit des Auges überprüft. Meine 120% Sehkraft ohne Brille wurden von Dr. Maus als für den Anfang ganz gut bewertet. Auch der Augendruck, den ich beschrieben habe, sei normal. Mit einem Tropfplan, der das Tropfen der antibakteriellen Tropfen für alle 3 Stunden und die Tränenersatzflüssigkeit (eine neue Packung) nach Bedarf vorgesehen hat, sowie dem Hinweis, in 3 Monaten zur erneuten Nachuntersuchung vorbeizukommen, durfte ich wieder gehen. Innerhalb einer Stunde war ich wieder aus dem Parkhaus raus und durfte nach Hause. Am Abend hatte ich das Gefühl von zu lange getragenen Kontaktlinsen, oder auch müden Augen, so dass ich mich sehr früh schlafen gelegt habe. Der darauffolgenden Sonntag war sehr sonnig, so dass ich draußen, oder auch beim Autofahren nur mit Sonnenbrille zu Recht gekommen bin. Auch an diesem Abend musste ich wieder früh ins Bett, man merkt doch, dass der Körper mit einer Verletzung klar kommen muss, auch wenn man keine Schmerzen hat.

Der erste Arbeitstag:
Durch den vielen Schlaf am Wochenende bin ich sehr früh aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Beim Anschließenden Anziehen ist mir bewusst geworden, dass ich im Dunkeln nicht mehr so gut sehe wie zuvor. Vorher konnte ich mit oder ohne Brille Umrisse und Schattierungen erkennen, was jetzt einfach nur noch stockdunkel ist, aber das soll sich ja noch verbessern. Nach dieser Erkenntnis musste ich ausprobieren, wie das Lesen von Kleingedrucktem funktioniert, denn zuvor konnte ich einfach unter der Brille durchlinsen und alles war lesbar. Tja, das wusste ich war zuvor, aber nun muss ich mich damit abfinden, dass Kleingedrucktes, je näher man es hält, desto unschärfer wird. Auch das wird zwar mit der Zeit besser, aber irgendwann muss ich mich mit dem Gedanken anfreunden eine Lesebrille zu brauchen. Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau, denn meine Sehkraft ist bis auf Kleingedrucktes und im Dunkeln genauso gut wie zuvor mit Brille (-7 Dioptrin!!!) und das zwei Tage nach der OP, ich bin begeistert! Der erste Tag am Schreibtisch war trotzdem sehr anstrengend, da das Lesen vom Bildschirm doch wieder einen Druck auf den Augen hervorruft und ich öfter das Tränenersatzmittel zücken musste. Nichtsdestotrotz habe ich die fast 9 Stunden gut durchgehalten und war begeistern, wie gut ich ohne Brille sehen kann.

Mit im OP-Täschchen enthalten ist eine Video-Aufzeichnung der eigenen OP auf einem USB-Stick als MPEG-Datei. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Video schlimmer aussieht, als die OP tatsächlich war. Nach aktuellem Stand würde ich die OP jederzeit wieder machen lassen.
sweathard
schaut sich noch um
 
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Registriert: 25.02.2019, 20:28

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