Eheprobleme seitdem Baby da ist

Moderator: Frankyboy

augli
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Eheprobleme seitdem Baby da ist

Beitrag von augli » 02.01.2017, 15:12

Hallo zusammen,

seitdem unser kleiner da ist, krieselt es bei uns gewaltig. Eigentlich soll ja genau das Gegenteil passieren, viele Ehepaare kommen sich näher in der Zeit. Ich habe hier zwar gelesen http://love-elixir.de/, dass neuer Stress ein Grund dafür sein kann. Wir haben kaum Sex und manchmal ist er regelrecht eifersüchtig auf das Kind. War das bei euch auch so? Wie war euer Verhältnis nach der Geburt?

Viele Grüße!

Stefan026
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Re: Eheprobleme seitdem Baby da ist

Beitrag von Stefan026 » 02.01.2017, 15:24

Kuck mal in den Spiegel und frag Dich dann mal, wie viel Dich Dein Mann noch interessiert und wie viel Dein Baby. Die Antwort kennst Du, denn Du hast sie indirekt schon geschrieben.

Habe ich als Mann auch schon zwei mal erlebt und wir sind jetzt nur noch gemeinsam erziehende Eltern, die mit ihren Kindern in der gleichen Wohnung leben.

jaya
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Re: Eheprobleme seitdem Baby da ist

Beitrag von jaya » 21.09.2018, 11:11

Oh weh, das hört sich irgendwie nicht so schön an. Wie finden denn die Eltern am besten wieder zusammen? Und wenn man sich sogar für Kind Nummer 2 entscheidet, bedeutet das doch etwas, oder? :|

Ich habe einen interessanten Artikel dazu gefunden:
https://www.urbia.de/magazin/liebe-und- ... veraendern

Demnach sind es ja nicht die Kinder an sich, die zu einer schlechteren Partnerschaft beitragen, sondern eher die Rollenverteilung, die sich durch Elternschaft ergibt. Das klingt für mich plausibel.

Ich kann auch nur sagen, dass die Kinderbetreuung in der Anfangszeit so mürbe machen kann, dass die Beziehungspflege flach fällt. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit einem Desinteresse am Partner.

Euphrasia
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Re: Eheprobleme seitdem Baby da ist

Beitrag von Euphrasia » 12.11.2018, 16:00

Es gibt sie wohl beide:
Die Paare, die durch den Familienzuwachs enger zusammenwachsen und die Paare, die es spaltet.

Ich habe es auch bei einer Freundin erlebt. Man will so eine Beziehung nicht auf Sex reduzieren, aber das war in der Zeit das Hauptstreitthema bei dem Paar. Sie hatte absolut keinen Nerv mehr dafür, und er war deswegen sehr frustriert.

Ich halte es für wichtig, dass das Paar sich auch weiterhin im Rahmen des Möglichen Auszeiten für sich nimmt und auch wenn das Baby im Zentrum steht, es doch Augenblicke gibt, wo es mal nicht so ist.

Mikene
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Re: Eheprobleme seitdem Baby da ist

Beitrag von Mikene » 22.01.2019, 09:46

Hallo,

in unserem Umkreis laufen gegenwärtig auch so viele Scheidungen, dass es einem schon Sorgen bereitet, uns könnte es auch erwischen. :? Was uns aufgefallen ist - die Probleme treten meist nach der Heirat auf oder nachdem das zweite Kind geboren wurde. Ich denke, der Einwand von Jaya könnte stimmen - es liegt womöglich an der sich einnistenden strikten Rollenverteilung, welche die Basis einer Beziehung zum Einstürzen bringt. Mit dem zweiten Kind wird eine Frau meist noch häufiger von ihrem Mann mit Betreuung und Haushalt allein gelassen. Manchmal leider nur deshalb, weil der Mann in Vollzeit arbeitet und nicht dazu kommt, die Kinder z. B. zur Kita zu bringen oder von der Kita abzuholen. Frau macht dann Teilzeit und kümmert sich um beides (um mich herum häufig beobachtet). Mein Eindruck ist zudem, dass bei vielen Paaren eben schon die Vermählung reicht, um unweigerlich in die Rollen zu verfallen. Plötzlich ist der Mann der Versorger und die Frau für das Häusliche zuständig. Das ist für mich einer der Gründe, wieso ich mich gegen das Heiraten sperre. Es ist schon schwer, sich in der Arbeitswelt als Frau zu behaupten. Ich möchte nicht auch Zuhause Kämpfe ausfechten, wenn ich mich nicht allein fürs Putzen oder dergleichen zuständig sehe. Mit unserem Kind sind die Verhältnisse tatsächlich schon anders geworden. Wir haben einen viel stärker durchstrukturierten Alltag als früher, und das selbst an den Wochenenden (wo man vor dem Kind nur Erholung hatte). So viel Haushalt, wie wir eigentlich schaffen müssten, können wir oft nicht erledigen. Es bleibt sehr viel liegen, obwohl wir täglich etwas tun, das frustriert uns sehr. Wir wollen aber nicht noch unsere freien zwei Stunden abends dafür aufwenden, die wir lieber für unsere Beziehungspflege nutzen wollen. Manchmal sind wir aber so kaputt, dass wir nur zusammen einen Film ansehen. Auch wenn es in einigen Bereichen besser laufen könnte, läuft es insgesamt nicht dermaßen schlecht, dass wir eine Trennung in Erwägung ziehen. Eher im Gegenteil denken wir verstärkt über unsere gemeinsame Zukunft nach. Obwohl wir nicht verheiratet sind, haben wir beispielsweise vor Kurzem erst unsere Absicherung überdacht. Wenn man zu einer Familie mit Kind heranwächst, rückt die Zukunft mehr in den Mittelpunkt als einem lieb ist. Wir mussten uns erstmal ansehen, welche Versicherungen sollte man haben, um sich und das eigene Kind gut abzusichern, und danach sind wir alle Versicherungen Schritt für Schritt durchgegangen. Hilfreich war besonders der Artikel für uns, der alles zusammenfasst: https://www.cleverdirekt.de/partnerscha ... cherungen/. Wir waren überrascht, wie viele Policen es doch sind. Wir haben nun eine Risikolebensversicherung, mit der wir uns gegenseitig im Falle eines vorzeitigen Ablebens eine finanzielle Stütze bieten. Ich habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, die ich früher für unnötig gehalten habe. Bei der Hausrat-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung haben wir jeweils die Deckungssummen unserer neuen Lebenssituation nach oben hin angepasst. Einzig, ob wir eine Unfallversicherung brauchen, ist uns nicht so klar und hadern wir noch ... Was ich damit sagen möchte... als bloßes Paar ist man in einigen Punkten unbefangener, kommt ein Kind hinzu, wird alles irgendwie (an)streng(end)er und muss mehr überlegt werden, und ich glaube, das wächst einem schnell über den Kopf und man wünscht sind in sein altes Leben zurück. Mit der Zeit legen sich einige Schwierigkeiten aber wieder... und dann kommt das zweite Kind und es wird doppelt stressig. Wenn man als Paar nicht genügend gefestigt ist und man nicht an einem Strang zieht (und einem das auch wichtig ist), wird es ab dann noch schwerer, die Liebe am Leben zu erhalten. Man muss den Frust, dass man als Paar eine Weile zu kurz kommt, übrigens auch mal aushalten können und jedem seine Freiheiten wirklich gönnen. Ich erlebe es im Freundeskreis, dass es an diesen Stellen meist hinkt. Und um nochmal auf das Heiraten als Risiko einzugehen - wieso schnappen da so viele über und tun so, als wäre die Beziehung nun völlig anders?? Als ob man zum Eigentum des anderen geworden ist, man berechtigt höhere Erwartungen an den Partner stellen darf und nur noch die Pflichten zählen... und wieso beschränken sich plötzlich die Partner stärker als zuvor?? Unverheiratete Paare scheinen mir oft viel liberaler mit sich und ihren Wünschen und eigenen Lebenszielen umzugehen, sind toleranter gegenüber den Macken des anderen und haben nicht den Drang, den anderen zurecht biegen oder etwas austreiben zu wollen. Auffällig finde ich auch, wie viele Paare heiraten, wenn es in der Beziehung schon nicht mehr läuft. So als ob die Hochzeit der Rettungsring wäre, und huch, paar Monate später wird die Scheidung eingereicht, einfach weil man die Beziehungsprobleme nicht angegangen ist und die Ehe keine Lösung bot. Für mich kommt heiraten erst in Frage, wenn ich das Gefühl habe, dass es wirklich nichts weiter als ein schöner romantischer Akt ist, der nur etwas krönt, was sowieso vorhanden ist. Denn seien wir ehrlich, die Ehe darf nichts ändern, außer vielleicht in den Erinnerungen, die man aneinander hat, und naja, rechtlich sorgt es für ein paar Unterschiede, die man mitzubedenken hat.

Das war mein Roman dazu, hehe, ... liebe Grüße,
Mikene

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