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Meine Relex Smile bei EE Düsseldorf

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Re: Meine Relex Smile bei EE Düsseldorf

Beitragvon MrBuu » 05.09.2018, 21:27

Hallo liebe Forumgemeinde,

ich melde mich nach knapp 9 Monaten nach meiner Relex Smile.

Ich wollte diesen Thread nicht wie die anderen enden lassen, wo nach einem Fall wo vieles schief gelaufen ist, man nie erfuhr wie die Sache letzlich ausging.

Der Fall bei mir ist bei weitem nicht ausgestanden und die Situation ist SCHLECHT. Warnung für alle Lesefaulen, ab hier wird es etwas lang.

Nach einer 6 monatigen Pause nach der Relex Smile, in der KEINE Besserung auftrat und ich Doppelbilder hatte, die durch eine dezentrierte Abelationszone infolge eines Suction Loss verursacht wurde, war ich naiv genug der Klinik noch eine Chance zu geben und EIN Auge operieren zu lassen.

Diese OP wurde mit einer wellenfrontgesteurten PRK durchgeführt. Jetzt kommt das große ABER: Während der Voruntersuchung und der Messung für das Profil wurde mir immer wieder mit einer Taschenlampe ins Auge geschienen und es wurde so viel Licht wie nur irgendmöglich im Raum verursacht.

Es kam mir suspekt vor und obwohl ich Laie bin wusste ich das kann nicht richtig sein. Auf meine Anmerkung hin wurde mir mitgeteilt man solle doch bitte ruhig sein und die Kollegen ihre Arbeit machen lassen.

Gesagt getan. Drei Monate nach der PRK sind die massiven Doppelbilder nach wie vor vorhanden und ein Visus von 0.6 wird links mit Mühe erreicht.

Rechts wird ein Visus zwischen 0.8 und 1.0 erreicht.

Ehrlich gesagt? Ich wäre selbst mit diesen Werten zufrieden, wären da nicht die massiven Doppelbilder. Ich bin Übersetzer von Beruf, folglich herrscht bei mir hauptsächlich Bildschirmarbeit.

Diese sind dabei mehr als störend und machen an manchen Tagen meinen Beruf den ich eigentlich so sehr liebe zu einem einzigen Alptraum.

Ich wurde immer wieder vertröstet und hingehalten.

Meine nächste Reise führte mich zu Dr. Maus in Köln. Ich schilderte ihm die ganze Situation und er erklärte mir was das mit der Taschenlampe sollte, was ich mir fast schon dachte:

Die Pupille wird bei Licht kleiner, was bestimmte Abbildungsfehler dann beim anschließenden Scan auch ausblendet.

Die Sache ist die: Das Wavelight-Gerät von EE konnte nie beim ersten oder zweiten oder sonstigem Anlauf meine Werte richtig auslesen und das erschien mir grundsätzlich suspekt. Das Equipment scheint entweder veraltet, ungeeignet oder es gibt noch eine andere Erklärung die mir nicht bewusst ist.

Das dies kein Standard Procedere ist scheint zumindest klar zu sein.

Die Untersuchung bei Dr. Maus erfolgte in vollständiger Dunkelheit mit einem Tuch über den Kopf. Ideal wäre noch ein paar Minuten verstreichen zu lassen damit die maximale Dunkelpupille erreicht wird, doch ich kann mir vorstellen das man für einen OP Termin da noch gründlicher arbeitet. Hier gab es allerdings NULL Probleme. Sofortige Ablesung der Werte, der nette Herr der die Messung vornahm erklärte mir und zeigte mir am Computer genau was die Werte genau bedeuteten, eine Aufklärung die mir bei EE nie vergönnt war.

Tatsache ist: Ich habe meine Unterlagen mehrfach angefordert und sie bis dato immer noch nicht erhalten. Allein das erscheint suspekt und es ist entweder Faulheit, oder vielleicht hat man ja doch was zu verbergen... Ich weiss es nicht.

Kommen wir zurück zu Dr. Maus: Nachdem dieser alle nur möglichen Messungen (Die in Ausführlichkeit einfach fast schon überwältigend waren) durchgeführt hat, rief er mich nach einer mehr als angenehmen Wartezeit (Diese waren bei EE wiederum grundsätzlich stundenlang, manchmal wurden Termine von Sprechstundenhilfen einfach vergessen) zu sich und erklärte den Sachverhalt.

Wie bekannt ist Dr. Maus auf die LASIK spezialisiert und ich erwartete schon fast das er genau mit dieser ankommen würde und mir erklären würde das kriegen wir alles damit gerichtet.

Aber im Gegenteil. Sofort erklärte er hier und dort das er die LASIK bei mir auf KEINEN FALL durchführen würde und wenn dann nur eine PRK. Das Problem ist, bei der Dezentrierung die vorliegt würden wir, ich darf zitieren "eventuelle einen Haze induzieren und verschlimmbessern". Danke für die Ehrlichkeit an dieser Stelle Doc.

Dr. Maus hat mehreres versucht aber letzlich entschieden das er mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht helfen kann und ich in 6 Monaten wiederkommen soll, mit der Hoffnung das sich da eventuell etwas tut, was das ganze operabel macht...


Fazit:
Nach zwei OPs, einer Relex Smile und einer Wellenfront PRK, habe ich nach wie vor massive Doppelbilder, einen zweifelhaften Visus, Starbursts und Halos sowieso (Die sind an der Stelle fast schon vernachlässigbar)

Einer der drei großen Experten konnte mir nicht helfen, ich weiss nicht ob Seiler oder Kohnen da zu einem anderen Schluss kommen werden.

Interessant und hoffnungsgebend: Befeuchtende Tropfen geben für einige wenige Sekunden tatsächlich klare Sicht ohne Doppelbilder. Es verschwindet so schnell wies kommt. Herr Dr. Maus erklärte dies damit dass die Unebenheiten ausgeglichen werden und dies die Symptome kurzzeitig verschwinden lässt.

Auf meine Frage hin, wenn dies mit Tropfen erreicht werden kann, ob nicht derselbe Effekt operativ erreicht werden könnte wollte er keine verbindliche Aussage treffen, da er der Ansicht ist, dass sich da im Visus noch was tun wird und ich zitiere wieder "da kann sich sowohl im positiven als auch im negativen noch was tun".

Sollte die Depression unter der ich seitdem leide mich nicht umbringen so werde ich versuchen diesen Thread am Leben zu erhalten.

Sei es einfach nur darum damit andere Relex Smile Interessenten sich gut überlegen wo sie das machen...
MrBuu
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Re: Meine Relex Smile bei EE Düsseldorf

Beitragvon Donauwelle » 06.09.2018, 10:47

Hallo!

......, war ich naiv genug der Klinik noch eine Chance zu geben und EIN Auge operieren zu lassen.


Diesen Fehler habe ich leider auch gemacht. Bei mir waren es allerdings annähernd zwei Jahre bis zur Erst-Re-OP.

Ich hatte allerdings nach meiner LASEK tagsüber keinerlei Problem, sondern "nur" bei Nacht bzw. Dämmerung massive Starbursts. Ich glaube, dass nach der ersten Re-OP auch ein paar Doppelbilder vorhanden waren. Auf jeden Fall war es so, dass ich ab Dämmerung nicht mehr ans Steuer konnte, weil die Strahlen alles verdeckten :(


Nach weiteren zwei Jahren wurde ich bei Maus vorstellig, und der hat im Zuge einer weiteren Re-OP zum Glück die Sache wieder gut hingebogen. Allerdings hat es nach dieser Re-Re-OP mehrere Wochen (eher Monate) gedauert, bis die Sicht tagsüber brauchbar war. Zwischenzeitlich war ich ziemlich sicher, vom Regen in der Traufe gelandet zu sein. Wenn ich mich richtig erinnere, war die große positive Wende ca. 4 Monate nach der Maus-Re-Re-OP. Weitere Besserung erfolgte im Laufe des folgenden Jahres. :D :D
Da Köln für mich eine kleine Weltreise bedeutete, übernahm die Nachbetreuung zum Glück ein nahes Laserzentrum. Schau dich zeitgerecht um jemanden um, der die Nachbetreuung übernimmt, denn ich bin sicher, dass am guten Erfolg auch der sensibel angepasste Tropfplan dieses Zentrums beteiligt war.

Ich wünsche dir, dass die Sicht vielleicht auch ohne Nachoperation in den Folgemonaten noch "brauchbar" wird.

Falls doch eine operative Korrektur erforderlich wird, dann übe dich in Geduld, denn es ist nicht auszuschließen, dass der Erfolg lange auf sich warten lässt.

Alles Gute und Kopf hoch
LG
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Re: Meine Relex Smile bei EE Düsseldorf

Beitragvon hazelchen84 » 06.09.2018, 15:01

Hallo,

das ist ja interessant:

Interessant und hoffnungsgebend: Befeuchtende Tropfen geben für einige wenige Sekunden tatsächlich klare Sicht ohne Doppelbilder.

dann scheint deine Sicht ja mit der Trockenheit zusammenzuhängen. Ich hatte vor 2 Jahren mal so trockene Augen nach meiner Lasik, dass ich nix mehr scharf sehen konnte.

Die Trockenheit wird besser im Laufe der Zeit, aber es dauert JAHRE!

heute, 4,5 Jahre nach meiner Lasik, sind die Augen immer noch trockener als zuvor. Hoffe aber auf vollständige Genesung.
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Re: Meine Relex Smile bei EE Düsseldorf

Beitragvon MrBuu » 06.09.2018, 20:52

@hazelchen84:

Nein da ich keine Lasik hatte habe ich auch keine trockenen Augen, bzw. nicht mehr als vorher schon.

Wie im Absatz weiter beschrieben:

Herr Dr. Maus erklärte dies damit dass die Unebenheiten ausgeglichen werden und dies die Symptome kurzzeitig verschwinden lässt.

Die Tränenflüssigkeit, und das ist auch den meisten hier bekannt sorgt zwar durch den verbesserten Tränenfilm durchaus für einen besseren Visus, aber die Doppelbilder verschwinden weil die Unebenheiten durch die Tränenflüssigkeit ausgeglichen werden.

Das ist mit dem Effekt einer Kontaktlinse zu vergleichen. Dadurch kommt das Licht an einem Punkt zusammen und die Doppelbilder verschwinden.

Dies ist auch u.a. von Kohnen in der Fachliteratur gut dokumentiert. Eine dezentrierte Ablationszone hat als typisches Symptom Doppelbilder.
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Re: Meine Relex Smile bei EE Düsseldorf

Beitragvon Marieke » 09.09.2018, 14:21

Hallo

Ich habe deine Beiträge vefolgt. Und hoffe sehr, dass es eine akzeptable Lösung für Dich geben wird! Unsere OP Termine waren letztes Jahr nahe beieinander.
Meine Probleme sind bei weitem nicht mit deinen zu vergleichen. Daher kann ich zu den meisten Dingen nichts Konstruktives beitragen. Jedoch kenne ich das Problem mit den trockenen Augen. Auch dieses Phänomen, dass die Sicht kurze Momente nach dem Tropfen sich enorm verbesserte.
Bei mir war die Aufrisszeit und der Schirmertest auffällig. Gefühlt haben meine Augen keine/kaum eigene Tränenflüssigkeit produziert. Ich bekam Punctum Plugs. Einige Zeit später normalisierte sich der natürliche Tränenfilm und die Sicht ist seitdem gut.
Auch hatte ich eine ReLex Smile und habe mit derartigen Problemen über viele Monate nicht gerechnet. Auch die versprochenen Unterlagen erhielt ich bis heute nicht....
Ich hoffe es ergeht Dir wie mir, dass sich doch noch etwas bessert und es für Dich erträglich wird.
Marieke
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