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Laserbehandlung und Alters-Leseschwäche

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

Laserbehandlung und Alters-Leseschwäche

Beitragvon skywalker » 14.12.2017, 16:11

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum weil ich mich erst seit Kurzem mit dem Thema Augenlasern beschäftige. Mit 47 habe ich mittlerweile eine Gleitsichtbrille (die 2.) da die Arme zu kurz sind.

Meine Werte:

F -5,0 / -1,0 / 20 Grad
F -5,5 / -1,0 / 135 Grad

N: add + 1,75

Mit meiner letzten Gleitsichtbrille bin ich garnicht klargekommen, so dass ich sie heute zurück gegeben habe. Mit der ersten war es ok.

Meine Idee ist jetzt, mit die Fernsicht "lasern" zu lassen und für den Lesebereich weiterhin auf eine Lesebrille zurück zu greifen.

Linsenimplantation möchte ich tendenziell eher nicht. Gerade weil ich vermute, dass der Nahbereich ggf. auch noch etwas schlechter wird - Fern ist seit 5 Jahren gleich geblieben.

Mache ich einen Denkfehler? Kann man das so machen oder macht das keinen Sinn?

Hat jemand im Münsterland eine gute Adresse, die ggf. auch noch preiswert ist? (wichter ist aber die Qualität -aber das ist ja klar)

Viele Grüße

Andre
skywalker
schaut sich noch um
 
Beiträge: 1
Registriert: 14.12.2017, 14:19

Re: Laserbehandlung und Alters-Leseschwäche

Beitragvon Donauwelle » 17.12.2017, 20:57

Das optimale Alter für eine Laser-OP ist 47 bestimmt nicht. Irgendwo im Forum gab es früher eine Liste (vielleicht ist sie sogar immer noch irgendwo versteckt), bei der man die Eignung selbst grob einschätzen konnte. Ab 40 Jahren gab es nicht ohne Grund einen Punkteabzug.

Wenn du mit Brille derzeit nicht gänzlich unglücklich bist, dann würde ich eher dazu raten, weiterhin bei dieser Variante zu bleiben.

Ich bin etwas älter als du und nach einer Laserkorrektur kann ich mittlerweile von einer erfolgreichen Korrektur sprechen. Mittlerweile deshalb, weil ich ein Auge innerhalb von 4 oder 5 Jahren 3x operieren lassen musste. Diese Operationen wurden nicht durchgeführt, weil ich extrem anspruchsvoll beim Sehen war, sondern weil es unmöglich war, bei Dämmerung bzw. Dunkelheit ein Auto zu lenken. Eine Brille konnte meine Probleme nicht ausgleichen, und die oft angepriesenen Tropfen zur Pupillenverkleinerung sind auch alles andere als toll. - Leider weiß man vor einer OP nie, ob alles nach Plan läuft. - Speziell wenn man eher schwierige Voraussetzungen hat (z.B. höhere Werte, große Pupillen, trockene Augen.....) steigt die Gefahr, dass die OP-Hoffnungen nicht erfüllt werden.

Derzeit ist ein Auge relativ bei 0 (je nach Tagesverfassung minimal im Plus oder minimal im Minus). Das zweite Auge ist leicht im Minus und ermöglicht mir, zumindest Schriften, die nicht zu klein sind, ohne Brille zu lesen. Das Lesen eines Buches wäre allerdings auch dann zu mühsam, wenn die Schrift eher groß wäre). Beim Autofahren komme ich im Stadtgebiet bei normaler Sicht locker ohne Brille klar (ich merke keinen Unterschied); bei nicht ganz optimalen Verhältnissen (Dunkelheit, Regen......) oder bei Überlandfahrten, trage ich immer Brille im Auto, damit das Auge nicht so rasch müde wird.

Der kleine Haken ist beim Autofahren, dass die Gleitsichtbrille mit "Komfortzone" eher kontraproduktiv ist. In die Ferne sehe ich mit dieser Gleitsichtbrille schlechter als ohne Brille, und mit der Nahzone kann man auch nichts anfangen, weil die Entfernung zum Tacho oder Navi zu groß ist. Eine andere Gleitsichtbrille mit kleiner (zu schwacher) Nahzone klappt allerdings sehr gut. Damit klappt auch die Sicht auf das Navi halbwegs gut (allerdings schlechter als ohne Brille).
Wahrscheinlich kennst auch du in deinem Bekanntenkreis einige Personen, die mit Gleitsichtbrillen schlecht zurecht kommen. - Wenn man gelasert ist, wird dieses Thema eher nicht einfacher.. :oops: .

Hier im Forum gibt es nicht sehr viele, die sich in deinem Alter operieren ließen. Allerdings gab es einige, die auch nicht nach der ersten OP glücklich wurden.

Überlege einfach, ob du das OP-Risiko eingehen willst, obwohl du keine Garantie hast, dass dir die Gleitsichtbrille lange erspart bleibt.

Falls deine Überlegung auch die war, dass du nach einer erfolgreichen OP nur mehr günstige Nahbrillen von der Stange benötigst und du dir viel Geld für teure Fernbrillen sparst, brauchst du auch ein bisschen Glück. Billige Brillen von der Stange gibt es meines Wissens nach nur mit gleicher Stärke bei beiden Gläsern. - Für mich kommen diese Billiggläser leider nicht in Frage.

Wenn die OP trotzdem sehr verlockend ist, dann melde dich zu einem Eignungscheck an. Womöglich kommt man bei den Untersuchungen ohnehin zu der Erkenntnis, dass eine Laser-OP für dich nicht geeignet wäre.

Für mich hat die OP mittlerweile einen gewaltigen Vorteil: Ich komme auch ohne Brille derzeit gut zurecht und bin heilfroh, dass ich als ehemaliger Blindfisch nicht mehr auf eine Sehhilfe angewiesen bin. - Die Erreichung dieses Ziels hat bei mir - wie oben schon erwähnt - allerdings viele Jahre (incl. mehrere OPs) gedauert.

Personen deines Alters die z.B. "nur" -3 Dioptrien haben, würde ich ohne nachzudenken von einer derartigen OP abraten. Diese Personen kommen daheim auch ohne Brille halbwegs gut zurecht und können oft bis ins hohe Alter problemlos Bücher lesen, wenn sie die Fernbrille zur Seite legen.
LG
Donauwelle
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