OperationAuge.de

News
Forum

ICL OP Dr. Parasta München Februar 2019

Imlantierbare Contactlinsen (ICL), IOL, Artisan, Verisyse, Bioptics, Hinterkammerlinsen, Vorderkammerlinsen, Iris Clip Linsen, Clear Lens Extraction (CLE)

Moderator: Frankyboy

ICL OP Dr. Parasta München Februar 2019

Beitragvon Magenta » 05.03.2019, 15:00

Hallo :)

Da mir die Erfahrungsberichte hier sehr weitergeholfen haben, will ich auch meine Erfahrung mit euch teilen.

Ich hatte Ende Februar 2019 meine ICL OP bei Dr. Parasta in München. Ich bin 27 und meine Werte sind seit ca. 6 Jahren relativ stabil, in den letzten 2 Jahren dann hat sich gar nichts mehr verändert.

Meine Werte:
R: sph: -9,5 cyl: -0,25
L: sph: -9,5 cyl: -0,75

Dunkelpupille: 8,0 mm auf beiden Augen.

Die Werte meiner Linsen (VTICM5_13.2)
R: sph: -11,0 cyl: +0,5
L: sph: -11,5 cyl: +1,0

Kosten mit Anästhesie: Ca. 7000€

Es wurden beide Augen an einem Tag operiert. Zu der OP selbst kann ich euch nichts berichten, da mich die Sedierung komplett ausgeknockt hat, habe nichts mitgekriegt. Ich bin erst im Vorraum der OP wieder aufgewacht. Im Nachhinein bin ich darüber ganz froh, das muss man nicht unbedingt alles mitkriegen.

Ich hatte beim Aufwachen keinerlei Schmerzen und konnte trotz der (mehr oder weniger durchsichtigen) Augenklappen und der Salbe auf den Augen schon deutlich besser sehen als vorher ohne Brille. (Was auch nicht schwer ist.. xD). Besonders scharf war es aber noch nicht. Ich musste noch eine Weile liegen bleiben, dann bekam ich zwei Tabletten gegen erhöhten Augeninnendruck und durfte dann aufstehen.

Mir ging es zunächst erstaunlich gut. Leider kam dann als wir auf der Heimfahrt waren starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Es waren ganz komische Kopfschmerzen die seitlich neben der Nase begangen und sich dann zum Kopf hoch zogen, dort dann eher auf der rechten Seite. Wir haben dann wegen meiner Übelkeit angehalten. Kurz danach hat eine nette Mitarbeiterin vom OP Zentrum angerufen und gefragt wie es mir geht. Ich sollte dann zwei der vier Glaupax Tabletten nehmen, die mir mitgegeben wurden. Als die Kopfschmerzen nicht viel besser wurden, rief ich eine Stunde später noch bei der Notfallnummer von Dr. Parasta an. Dieser sagte ich sollte noch eine Tablette nehmen und hat mich beruhigt dass alles gut wird. Kurz danach wurde es dann viel besser, so dass wir heimfahren konnten und ich mich hinlegte. Die Kopfschmerzen kamen zum Glück nicht wieder. Ich vermute ich habe entweder die Narkose nicht gut vertragen, oder rechts ist der Augeninnendruck kurzseitig angestiegen und wurde durch die Tabletten wieder gesenkt.

Schon auf der Heimfahrt konnte ich Straßenschilder und Kennzeichen sehr gut erkennen, es war der Wahnsinn. Links konnte ich deutlich besser sehen, das lag aber zunächst an der Salbe im rechten Auge (die genau auf der Pupille war), und an der rechten Augenklappe (die beiden Augenklappen waren sehr verschieden, durch die rechte konnte man viel schlechter durchsehen). Auch zuhause konnte ich schon so viel sehen, ganz toll.

Die Nacht konnte ich gut schlafen und die Kopfschmerzen kamen nicht zurück. Am nächsten Tag war dann die 1. Nachuntersuchung. Schon auf der Hinfahrt sah ich, vor allem links, gestochen scharf. Ich wusste schon, dass der Sehtest mindestens 100% ergeben wird. Rechts war es noch deutlich schlechter, aber nur bis dann die Augenklappen abgenommen wurden - das war ein Erlebnis - Rechts konnte ich sogar noch besser sehen als links.

Der Sehtest ergab links gerade so 125%, rechts ohne Anstrengung auch 125%, mehr wurde nicht getestet, rechts hätte ich aber sicher 140% rum geschafft. Augeninnendruck war völlig in Ordnung, 11 und 15 und ansonsten war auch alles in Ordnung. Etwas schade fand ich, dass die Nachuntersuchung nicht Dr. Parasta selbst macht. Dieser hat mich nur im Gang kurz gegrüßt. Die Ärztin die die Untersuchung gemacht hat war aber sehr nett und wirkte sehr kompetent.

Das Sehen mit den Linsen war die erste Woche noch sehr anstrengend. Vor allem das Nahsehen, aber auch der Rest. Ich hatte oft leichte Kopfschmerzen und meine Augen waren immer sehr müde. Das Gehirn muss sich erst daran gewöhnen, von fast -10 zu 125% ist ja nicht ohne. Am 09. Tag nach der OP ist aber dann der "Knoten geplatzt" und das Sehen war wieder sehr angenehm, die Kopfschmerzen weg. Deshalb kann ich nur empfehlen sich mind. 1 Woche frei zu nehmen, besser 1,5-2 Wochen. Das Nahsehen muss aber trotzdem "trainiert" werden, da die natürliche Linse das stärkere Akkommodieren wieder üben muss. Aber mit vielen Pausen.

Die ersten zwei Tage nach der OP hatte ich in beiden Augen ein Fremdkörpergefühl, diese waren wohl trocken. Ab dem 3. Tag war mein linkes Auge gefühlt komplett verheilt, das Rechte war bis vor kurzem (knapp 2 Wochen danach), noch etwas "wund" bei leichten Berührungen und beim zu schnellen Schließen der Augen oder nießen hat es leicht wehgetan. Mittlerweile ist das aber fast weg. Beide Augen sind nicht trocken. Links hatte ich immer Probleme mit der Trockenheit, vor allem mit Kontaktlinsen.

Die 2. Nachuntersuchung war nach einer Woche. Der Sehtest ergab auf beiden Augen ca. 140/150%, links hatte aufgeholt. 125% gingen locker, bei 160% sah ich 3/5 Buchstaben und auch bei 200% konnte ich 1,2 Buchstaben erahnen. Der Wahnsinn. Der Schnitt heilt perfekt und auch der Sitz der Linse ist perfekt. Ich hatte schon etwas Angst, dass evtl. eine leichte Überkorrektur vorliegt, aber auf beiden Augen wurden 0 dpt gemessen, auch keine Hornhautverkrümmung mehr. :D

Teilweise sehe ich tagsüber bei Sonneneinfall in einem bestimmten Winkel, aber vor allem nachts, diese filigranen Ringe um Lichtquellen aufgrund des Lochs in der Mitte der Linse. Damit kann ich aber sehr gut leben, und ich glaube auch dass das in den nächsten Wochen noch weniger wird. Ansonsten habe ich trotz meiner großen Dunkelpupillen von 8,0 mm nachts praktisch keine Probleme mit Halos etc. Hatte ich auch mit weichen Kontaktlinsen nicht. Nachts Autofahren war bisher kein Problem. Ich denke die optische Zone der Linsen deckt bei mir alles ab.

Insgesamt kann ich nach zwei Wochen sagen, dass das Sehen der Wahnsinn ist, ich sehe seit dem 1. Tag nach der OP gestochen scharf. Die Augen sind schnell und problemlos verheilt.

Ich kann die ICL OP bei Dr. Parasta jedem empfehlen! Vor allem wenn man keine Kontaktlinsen mehr verträgt und nicht geeignet ist fürs Lasern.
Ich beantworte gerne Eure Fragen :)
Magenta
schaut sich noch um
 
Beiträge: 4
Registriert: 03.08.2018, 12:09

Re: ICL OP Dr. Parasta München Februar 2019

Beitragvon tom79 » 06.03.2019, 20:25

Hi,

super deinen Bericht zu lesen! Macht mir sehr Mut!
Hab jetzt Ende März meine Hauptuntersuchung bei Dr Parasta und dann sicher bald danach die OP...
War ja vor 5 Jahren schon dort, hatte mich dann aber doch nicht getraut :-( (weil auch meine Werte noch nicht so stabil waren).

Erstaunlich finde ich, dass du Nachts trotz der Dunkelpupille keine Probleme hast. Meine ist bei ca 6,5/7mm da bin ich guter Dinge..

Wird man nicht krank geschrieben nach der OP? Muss man seinen Urlaub dafür opfern? Dachte dass man u.U. eine Woche eh zu Hause bleiben muss. Nachdem ich jeden Tag viel beruflich im Auto sitze + PC Arbeit, wäre arbeiten am Tag oder in der Woche danach sicher nicht so gut...

Wenn du noch Tipps hast oder Eindrücke oder oder, dann gerne :D

Grüße
Tom
tom79
Forums-Benutzer
 
Beiträge: 33
Registriert: 06.01.2013, 11:44


Zurück zu Linsenchirurgie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste