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Erfahrungsbericht lCL Impl. in MA, Monovision, Prof. Knorz

Imlantierbare Contactlinsen (ICL), IOL, Artisan, Verisyse, Bioptics, Hinterkammerlinsen, Vorderkammerlinsen, Iris Clip Linsen, Clear Lens Extraction (CLE)

Moderator: Frankyboy

Erfahrungsbericht lCL Impl. in MA, Monovision, Prof. Knorz

Beitragvon Anandaya » 05.09.2018, 09:30

Hallo,

Nachdem ich hier einige Zeit nur ein stiller Mitleser war, möchte ich nun auch meine Erfahrungen mit euch teilen, zumal hier über Mannheim wenig zu finden ist.

Meine Ausgangsdaten:
W, 43J, gestatten : Maulwurf

Seit fast 4 Jahrzehnten habe ich mich mit meinen Brillen irgendwie arrangiert. Oft mehr schlecht als recht.
Lange Kontaktlinsenhistorie.... Erst hart.... Dann weich... Jahreslinsen... Monatslinsen... Wegen Unverträglichkeit dann Tag und Nachtlinsen, natürlich nur tagsüber (welch Erleichterung sie abends wieder rauszunehmen...) dann nur noch alle paar Tage oder Wochen mal, weil Augen einfach zu trocken.... Seufzt...

Irgendwann dann war der Leidensdruck so groß dass ich mich doch operieren lassen wollte....
Warum?
Spaßrutschen im Schwimmbad? Bei fast - 10 Diops hört der Spaß leider auf. Was soll ich meinen Kindern sagen? Allein dürfen sie noch nicht, ich kann leider nicht weil ich nix seh? Na toll....
Regenwetter.... Backofen öffnen... Dubiose Flecken auf der Brille, zum Kuckuck wie sind die da wieder drauf gekommen???... Sport im allgemeinen... Regenwetter... Kopfschmerzen und Nackenverspannungen... erhöhte Blendungsempfindlichkeit... erhöhte Augentrockenheit... unbequem beim lesen, fernsehgucken, 3D-Kino,... Toben und kuscheln mit den kids schmerzhaft, teuer, Sorgen dass jemand auf die Brille hüpfen könnte... Und und und...
Alles doof!

Also Internet zu Rate gezogen, ist ja einiges passiert die letzten Jahre, besonders die Sache mit den ICL-Linsen gefällt mir.

Nun denn, sagte ich mir, jetzt reichts, auf nach Mannheim zu Prof. Knorz ins FreeVis Lasik Zentrum in der Uni Klinik.
Eine Freundin hat sich dort vor Jahren lasern lassen und ich wohne in der Nähe.

Die Untersuchung war sehr gründlich und die Mitarbeiterinnen sehr freundlich und nett.

Lasern wollte ich nicht da ich ja eh schon mit trockenen Augen Probleme habe. Mein Favorit waren ICL Linsen obwohl ich niemanden kenne der auch welche hat. Gelaserte kenne ich ein paar, alle sehr zufrieden.
Prof. Knorz hat mir dann auch bestätigt dass lasern bei mir nicht geht, Myopie zu groß, zudem noch eine starke Hornhautverkrümmung. Infrage kämen also ICL und Multifokallinsen. Wobei ich für letzteres noch ein bisschen zu jung wäre.
Da ich kein Problem mit einer Lesebrille habe und lieber den Alltag ohne Brille für die Ferne erlebe haben wir uns auf eine leichte Monovision geeinigt und normale ICL.

Zweitmeinung bei Prof. Volz in Heidelberg, auch er würde torische ICL bevorzugen, allerdings wäre da die Frage mit der Monovision, ich hatte den Eindruck, dass er da nicht so ein Freund von ist.
Allerdings wären die Kosten in HD um einiges höher gewesen, wenn man sich die Praxis anschaut weiß man auch warum.
Davon abgesehen hatte ich von ihm einen guten Eindruck. Da ich von ihm ja "nur" eine Zweitmeinung wollte war es uns beiden klar, dass ich wenn ich mich für die OP entscheide, dann in Mannheim bei Prof. Knorz.

OP-Termin war abhängig von der langen Bestelldauer der Linsen, daher leider erst nach meinem Urlaub. Sicher auch vernünftiger aber wenn ich mich zu etwas entschlossen habe, dann bitte sofort :-)

Zwischendurch immer wieder im Internet gestöbert, habe dann damit gehadert ob die leichte Monovision (1 Diop) wirklich eine gute Idee ist? Und die üblichen Negativberichte mit Halos, Starbursts,...
Kenne ich natürlich schon in gewissem Maße von meinen Kontaktlinsen wenn die zu lange drin waren oder einfach die Augen mal wieder zu trocken waren.
Der Gedanke dass jemand an meinen Augen rumschnibbelt ist wahrlich nicht schön aber wie gesagt der Leidensdruck inzwischen groß genug.

Letzte Woche dann war es endlich soweit.
Montag das eine Auge, Dienstag das andere.
Alles sehr routiniert im Ablauf, viele Tropfen, Schmerz- und LmaA-Tablette und dann ab in den OP. Am unangenehmsten war das Spülen des Auges mit Alkohol und danach das helle Licht, wirklich seeeehr unangenehm. Das Ruckeln und Schieben und alles andere am Auge war gut auszuhalten dank der Betäubungstropfen. Danach gabs noch ne Tablette gegen erhöhten Augeninndruck und eine stylische Sonnenbrille, die immer getragen werden soll wenn man raus geht.
Sicht etwas neblig aber soweit ok, sehr blendempfindlich, Auge war ja weitgetropft wie ein Scheunentor.
Gut dass ich eine Begleitperson hatte, fahren wäre in keinster Weise möglich gewesen.
Zuhause dann bei meiner Brille das eine Glas herausgenommen. Gleichzeitiges gucken war schier unmöglich mit dem operierten Auge und dem Brillenauge. Warum auch immer das fürs Hirn so schwierig ist, egal, war ja nur für einen Tag.
Wie gut dass es Hörbücher gibt :-)

Am nächsten Tag das andere Auge, selbe Prozedur nur dass ich den OP erkennen konnte, aha, spannend. Und dass das Detail des Auge-spülens und ins Licht gucken und am Auge rumruckeln viel bewusster wahrgenommen habe, echt unangenehm aber gottseidank schnell vorüber (kann auch daran gelegen haben, dass ich nur eine halbe LmaA-Tablette wollte).

Vor der OP war die erste Kontrolluntersuchung und am nächsten Tag, also Mittwoch, die zweite.

Das erste Auge hat die Monovision (1 Diop schlechter als möglich) bekommen und hat trotzdem 100% Sehleistung, das zweite Auge habe ich vergessen zu fragen, ist aber auf jeden Fall noch besser, gefühlt 120%.
Autofahren also problemlos möglich!

Alltag ist gut zu meistern, etwas Probleme habe ich noch bei Handy- oder Tabletbildschirmen. Eine leichte Lesebrille habe ich mir für den Notfall besorgt, bisher aber erst 1mal gebraucht.
Nach Absprache mit Prof. Knorz soll ich alles solange es geht ohne Brille erledigen um die Augen zu trainieren.
Sogar Kinderfingernägelschneiden ging ganz gut ohne.
13 € für die Lesebrille beim Drogeriemarkt.... Tränenlach... meine letzte Brille hat 600€ gekostet!

Also bisher alles gut, die einzigen Lichterscheinungen sind Lichtkreise wegen der Aquaports, sind aber nicht allzu störend eher lustig und ich vermute dass das auch noch weniger wird.

Tja, Monovision ist ein Thema, tatsächlich sehe ich mit meinem linken Auge (Führungsauge) jetzt in der Ferne und in der Nähe besser. Hoffe das wird noch, es heisst ja dass es bis zu 6 Wochen dauern kann bis Hirn und Augen wieder voll zusammen arbeiten. Ist ja erst 1 Woche her die OP.

Ansonsten sind Kontraste und räumliches Sehen perfekt!

So, das wars erstmal, ist irgendwie ganz schön lang geworden...
Anandaya
schaut sich noch um
 
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Re: Erfahrungsbericht lCL Impl. in MA, Monovision, Prof. Knorz

Beitragvon Anandaya » 06.09.2018, 07:49

Nachtrag:

hatte vergessen zu erwähnen wie MEGA-genial das Leben im Alltag ohne diesen Behelf auf der Nase ist!
HAMMER!!!

Schwimmen im See :D (endlich werde ich nicht mehr für unhöflich gehalten weil ich nicht grüße :lol: , dabei hab ich die Leute nur nicht erkannt :roll: )

Also alles prima, nur Mittags muß ich mich nach der Arbeit erstmal hinlegen, weil ich und meine Augen echt müde sind. Hoffe das gibt sich bald.

Lg
Anandaya
schaut sich noch um
 
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