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Erfahrungsbericht eine Woche nach Lasek Behandlung

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Erfahrungsbericht eine Woche nach Lasek Behandlung

Beitragvon entdeckerin » 22.12.2016, 16:15

Hallo zusammen :)

Erstmals möchte ich mich bedanken, bei allen die so fleißig Ihre Erfahrungen hier im Forum teilen. Es hat mir sehr viel bei meiner eigenen persönlichen Entscheidung weitergeholfen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich vor meiner ersten Voruntersuchung noch nicht in das Thema Augenlasern belesen war. Somit musste ich dann noch etliche E-Mails und Anrufe mit dem Arzt im nachhinein abhalten. Mein Tipp also für allen denen das noch bevorsteht, unbedingt vorher schon konkrete Fragen überlegen.

Ich habe mir in Summer 3 Augenlaserinstitute angesehen. Ein sehr günstiger Anbieter: Care Vision in Wien, ein Laserinstitut in Wels (Empfehlung meiner Augenärztin) wie auch das Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz.
Welche es auch schlussendlich wurden.

Ich habe eine Kurzsichtigkeit von 5 und 4,75, meine Pupillengröße war bei 5,6 und meine Hornhautdicke im absoluten Normbereich- den Wert weiß ich leider nicht mehr. Alle drei Institute haben mir versichert, dass ich im absoluten optimalen Bereich liege und sowohl Lasik als auch Lasek möglich wäre.

Nach reichlich Überlegung habe ich mich für die Lasek Methode entschieden. Der Schnitt bei der Lasik stellte ein zu großes Risiko für mich persönlich dar.

Meine Lasek-Behandlung hatte ich am 15.12.2016 also genau vor einer Woche. Am Tag meiner Laserung war ich sehr angespannt. Dennoch war ich überzeugt, dass alles gut gehen wird. Ich muss hier sagen das alle Mitarbeiter im Konventhospital äußerst zuvorkommen waren und alle meine Bedenken sehr ernst genommen haben. Sowohl bei den Vorgesprächen, Voruntersuchungen, am OP Tag wie auch bei der Nachuntersuchung.

Am OP Tag wurde mein Auge nochmals untersucht und ich hatte nochmals ein kurzes Gespräch mit meinen zuständigen Arzt. Danach wurde ich zur Tagesklinik gebracht und ich erhielt mein Zimmer wie auch die OP-Kleidung und natürlich eine Beruhigungstablette :) Nach ca. einer halben- dreiviertel Stunde wurde ich dann in den OP-Bereich gebracht. Ein wirklich sehr modern ausgestatteter OP. Auch hier waren alle sehr fürsorglich, da wie ich schon sagte sehr aufgeregt war. Ich bekam meine Nakosetropfen ins Auge und kurz drauf wurde ich schon zum Laser gebracht. Die Laserung selbst ging sehr schnell vonstatten ich denke ich war ungefähr 15min unter dem Laser.
Das Einsetzen der Augenklammer war mir nicht unangenehm, der Arzt meinte, dass aufgrund meiner "großen" Augen die Klammern nicht so weit gespreizt werden mussten und ich deshalb auch keinen Schmerz verspürte.
Beim Lasern selbst hatte ich ein kurzes Brennen gespürt. Das hat mich anfangs erschreckt da ich nie davon etwas gelesen habe. Aber der Arzt meinte, dass dies kein Grund zur Besorgnis wäre und es schon mal vorkommen kann.
Nach der Laserung erhielt ich eine super schicke Sonnenbrille und es ging zur Nachuntersuchung. Hier wurde mir nochmals bestätigt, dass die Laserung wie aus dem Lehrbuch vonstatten ging. Dann bekam ich noch eine Schutzbrille welche ich Nachts wie auch tagsüber tragen solle und meine Tropfen. Ich war sehr erleichtert als ich zurück ins Zimmer kam. Eine Stunde später fuhren wir dann nach Hause, vorher wurde natürlich noch der Blutdruck gemessen. Nicht das mein Kreislauf am nach Hauseweg flöten geht :) Bereits im Krankenhaus hatte ich Schmerzmittel genommen, da mir der Arzt nochmals gesagt hat, dass die Schmerzen doch sehr heftig werden können. Als ich zu Hause war, konnte ich an diesem Tag noch sehr gut sehen war jedoch sehr müde von der Aufregung und den Schmerzmitteln. Somit habe ich eigentlich den gesamten restlichen Tag verschlafen. Am nächsten Tag dann sah ich dann schon etwas schlechter und die Schmerzen wurden mehr. Jedoch mit den Schmerzmitteln war es absolut erträglich. Einzig die Nebenwirkungen vom Schmerzmittel (Übelkeit, Erbrechen) und meine Migräne haben mich in den Wahnsinn getrieben. So ging es mir auch am Samstag. Da ich jedoch sehr müde war von den Medikamenten konnte ich fast die ganze Zeit schlafen. Dennoch muss ich sagen, dass die beiden Tagen sehr heftig waren. Ab Sonntag musste ich keine Schmerzmittel mehr nehmen. Ich sah auch schon viel besser und einzig die Schutzlinse hat mich gekratzt. Am Montag kam dann gleich in der Früh die Schutzlinse heraus. Völlig schmerzfrei. Die erste Schicht an meinen Augen ist bereits verheilt und es sieht alles sehr gut aus. Jedoch sah ich nach rausnehmen der Schutzlinse wieder viel schlechter. In den nächsten Tagen hat sich aber meine Sicht um einiges verbessert. Ich kann nun heute eine Woche nach der OP bereits fernsehen und auch am Handy kann ich schon SMS schreiben. Der Laptop ist noch sehr anstrengend für mich. Autofahren könnte ich noch nicht. Die Lichter blenden noch zu sehr in der Nacht bzw. kann mein Auge im Fahrtempo nicht so schnell "scharf" stellen (kommt mir zumindest so vor). Lesen funktioniert nur unter großer Anstrengung. Ich merke aber das es von Tag zu Tag besser wird und bin schon sehr gespannt was der Arzt beim nächsten Kontrolltermin zum Heilungsverlauf sagen wird. Meine Augen kratzen auch nicht sonderlich viel und auch die Lichtempfindlichkeit war nur am Freitag und Samstag wirklich schlimm.

Ich bin sehr optimistisch gestimmt dennoch kommen immer wieder Zweifel auf, ob ich auch wirklich in zweieinhalb Wochen meine Arbeit wieder aufnehmen kann. Ich habe mir mit viel Mühe einen dreieinhalb-wöchigen Urlaub erarbeitet und hoffe, dass dies auch wirklich ausreichend ist. Wie schnell konntet Ihr wieder längere Zeit am Computer arbeiten und bei Nacht fahren?

Liebe Grüße eure
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Re: Erfahrungsbericht eine Woche nach Lasek Behandlung

Beitragvon Donauwelle » 26.12.2016, 10:52

Dreieinhalb Wochen Urlaub müssten mehr als genug sein. Wahrscheinlich macht nach dieser Zeit nicht einmal Computerarbeit Probleme. Falls der Nah-Fern-Wechsel anfangs ein bisschen mühsam ist, sollte dich das nicht beunruhigen. Ein junges Auge lernt das schnell, und sogar ein nicht mehr ganz jugendliches Auge stellt sich meist bald darauf ein. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich nach 1,5 Wochen auch Bedenken hatte, dass die Sicht für längere PC-Arbeit nach dem Urlaub nicht reichen wird. Häufiges bewusstes Blinzeln, öfters den Blick vom PC in die Ferne schweifen lassen und Tränenersatzmittel sind hilfreich.

Die absolute Beschwerdefreiheit kommt manchmal beinahe über Nacht.

Falls du den Eindruck hast, dass die Nachtsicht problematisch wird, kümmere dich rechtzeitig um eine Mitfahrgelegenheit. Ich halte dir aber die Daumen, dass du zu jenen zählst, die auch bei Dunkelheit bald keine Probleme haben.

Alles Gute.
LG
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Re: Erfahrungsbericht eine Woche nach Lasek Behandlung

Beitragvon entdeckerin » 25.07.2017, 13:44

Hallo nochmal,

Diesmal gut ein halbes Jahr später. Nur zwei Tage nach meinen letzten Eintrag, verschlechterte sich mein Zustand schrecklich. Ich konnte 8 Wochen kaum etwas sehen. Das lag daran, dass ich plötzlich unter einer extremen Augentrockenheit litt. Ich musste wöchentilch zur Kontrolle -was mir zwar ein sicheres Gefühl gab- jedoch leider dennoch keine Besserung in Sicht war. Mir wurden ständig die Augentropfen/Cremen ausgewechselt, man versuchte wirklich alles daran, dass endlich irgendetwas half. Schlussendlich erhielt ich dadurch auch noch eine Hornhautverkrümmung, was die Sicht noch schlechter machte.
Erst nach 8 Wochen konnte ich wieder zur Arbeit fahren und meine Arbeit am PC aufnehmen. Doch auch da schaffte ich Anfangs nur mit Müh und Not einen ganzen Tag dabei zu sitzen, Abends sah ich dann meist wieder sehr schlecht vor allem auch doppelt.

Dann erhielt ich einen Tipp. In Oberösterreich, Bad Hall gibt es eine Augenkur, bei welcher Jod in das Auge geleitet wird. Man kann diese Kur auch Ambulant tätigen, was mir persönlich sehr gefiel. Während der Kur hatte ich 100% Sehkraft und das mit nur 3x täglichen Eintropfen. Davor musste ich nach wie vor stündlich eintropfen. Leider konnte ich arbeitsbedingt die Kur nur 10 Tage machen, was mir aber auch sehr half. Nach der Kur verschlechterete sich die Trockenheit leider wieder etwas. Meine Sehkraft ist jedoch an Wochenenden, wo ich nicht beim PC sitze bei 100% und unter der Woche bei 0,25-0,50 Dioptrin.
Eintropfen muss ich nach wie vor mind. alle 2 Stunden.
Doppelt sehe ich nur noch leuchtende Pfeile aber auch nur in bestimmten Farben. Kratzen tut mein Auge nach wie vor, aber es ist für mich aushaltbar.

Mein Arzt sagte mir, dass es bis zu 2 Jahren noch dauern kann bzw. das es überhaupt nicht mehr gut werden kann.

Bei den Voruntersuchungen wurden spezielle Trockenheitstest auf meinen Wunsch gemacht. Da ich immer schon Probleme mit trockenen Augen hatte. Mir wurde jedoch versichert, dass die trockenen Augen nur vom täglichen Linsen tragen kommen, und das dies dann keinen Einfluss auf das Lasern nehmen kann.

Ich möchte keinen Abraten zu diesem Schritt, ich möchte nur das Bewusstsein schaffen, dass selbst bei absoluten Normalwerten immer etwas schief gehen kann. Ich persönlich würde heute Brille/Linse bevorzugen. Zumal ich nicht weiß ob ich je wieder eine Linse als Ausgleich nehmen könnte, da ich solch extrem trockene Augen habe.

Psychisch war ich völlig ausgelaugt und am Ende mit meinen Nerven. Auch heute belastet mich das Erlebte und das noch immer nicht gesunde Auge extrem.

LG
entdeckerin
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