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Augenlängenkorrektur durch Druck

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

Augenlängenkorrektur durch Druck

Beitragvon BlueEagle » 11.11.2018, 19:56

Hallo!

Kurzsichtige haben ja einen zu langen Augapfel, welcher angeblich nicht durch Training der Augenmuskeln oder sonst irgendwas wieder kürzer gemacht werden kann. Wir umgehen dieses Problem, indem wir verschiedenste mehr oder weniger risikoreiche Aktionen setzen, die Lichtbrechung an oder vor der Hornhaut zu veränden, so dass das Licht weiter hinten gebündelt ankommt. Wurde aber denn schon mal versucht, einfach das Auge mittels Hilftsmittel von außen wieder kürzer zu bekommen und somit das Problem an der Wurzel zu beseitigen? Wir verwenden Zahnspangen zur Korrektur der Zähne und indigene Völker verändern sich mit Hilfsmittel die Form und Größe verschiedenster Köperteile. Warum sollte das nicht auch für das Auge funktionieren? Zum Beispiel in der Nacht eine speziellee Augenbinde anlegen, die ganz leicht das Auge nach innen drückt. Natürlich nur so leicht, dass keine negativen Effekte auftreten (wie bei Zahnspange ja auch). Gibt es einen Grund, warum das nicht funktionieren sollte?

Lg
Bill
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Re: Augenlängenkorrektur durch Druck

Beitragvon Donauwelle » 13.11.2018, 09:56

Es gibt Kontaktlinsen, die man nachts trägt, und die durch den Druck eine vorübergehende Umformung bewirken, sodass der Betroffene im besten Fall tagsüber ohne Brille auskommt. Das klappt im besten Fall bei eher geringer Kurzsichtigkeit. Im Forum gibt es auch den ein oder anderen Beitrag darüber.
Blöd ist, dass im Laufe des Tages wieder dir Ursprungssituation zurückkehrt.

Bei Kindern stark kurzsichtiger Eltern, die bereits früh eine leichte Myopie hatten soll es tatsächlich schon geholfen haben, wenn harte CL gefertigt wurden, die in kurzen Abständen immer flacher angefertigt wurden. Angeblich kam das Kind auch als Erwachsener noch ohne oder nur mit dünnen Brillengläsern aus. - Hat sich aber offensichtlich auch nicht durchgesetzt (vielleicht weil sich das nur Optiker leisten können, die Top-Zahlungskonditionen erhalten), und ob es dazu auch Studien gibt, bezweifle ich.
LG
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Re: Augenlängenkorrektur durch Druck

Beitragvon BlueEagle » 13.11.2018, 17:36

Hi Donauwelle,

danke für deine Antwort! :)
Ich kenne die Nachtlinsen und hab viel positives darüber gehört - auch dass der Effekt teilweise sogar 2 Tagen anhält. Nachtlinsen sind derzeit mein Favourit, um meine -2 dpt Kurzsichtigkeit wegzubekommen. Zwar teurer, dafür aber viel weniger Risiken, vor allem Langzeitfolgen.

Aber: Du redest von der Korrektur der Hornhaut mittels Druck um die Brechkraft zu ändern. Ich aber meine die Korrektur der Augapfellänge (der Ursprung der Kurzsichtigkeit) mittels Druck. Das würde mich interessieren.
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Re: Augenlängenkorrektur durch Druck

Beitragvon Donauwelle » 14.11.2018, 11:09

Falls du diese Liinsen tatsächlich probierst, wären deine Erfahrungen hier im Forum sicher interessant. Für jeden scheinen sie eher nicht in Frage zu kommen. Dass die Verwendung weniger Risiko als eine OP birgt, glaube ich natürlich auch.

Folgenden Auszug habe ich gerade aus http://www.test.de kopiert.
Die Linsen müssen stets penibel gepflegt werden. Getragen werden sie über Nacht.

Beim Gebrauch der Linsen ist eine konse­quente Hygiene erforderlich, denn Eiweiße und Fette aus dem Tränenfilm bilden einen Nähr­boden für Bakterien. Das betrifft auch den Linsenbehälter und das Hände­waschen. Wird das vernach­lässigt, können Infektionen der Hornhaut mit gefähr­lichen Geschwüren die Folge sein. Unter den dann möglicher­weise entstehenden Narben kann das Sehen ernst­haft leiden. Regel­mäßige Augen­kontrollen beim Optiker oder Augen­arzt sind unerläss­lich, um eventuelle Hornhautschäden früh­zeitig zu bemerken. Nach der Anpass­zeit stehen sie alle drei Monate im Terminkalender.

Das Abflachen der Hornhaut durch Ortho-K-Linsen hat einen riskanten Neben­effekt. Beim Messen des Augen­innen­drucks kann der Wert zu nied­rig ausfallen. Dann wird dieses Symptom für einen grünen Star eventuell nicht früh genug bemerkt. Hinzu kommt, dass Augen­optiker nicht dafür ausgebildet sind, krankhafte Entwick­lungen am Auge früh­zeitig zu erkennen. Ob das Verfahren auf Dauer ohne gesundheitliche Folgen bleibt, ist noch nicht sicher zu beur­teilen. Vor allem die Fähig­keit, Kontraste scharf wahr­zunehmen, nimmt deutlich ab. Die schlechte Kontrast­wahr­nehmung kann nach Ende des Tragens von Ortho-K-Linsen bestehen bleiben.


Nutzer melden Licht und Schatten

Die meisten berichten, ihre Sicht am Tage sei gut oder sehr gut. Viele empfinden sie aber zum Teil als deutlich schlechter als zuvor. Eventuell liegt das am durch die Linsen nicht ausreichend korrigierten Astigmatismus. Starke Einschränkungen gibt es oft bei Dämmerung und Dunkelheit: Zerr-, Doppel­bilder, Lichter mit Heiligen­schein, verschwimmende Kontraste. Wenn Pupillen sich weiten, fällt Licht durch weniger stark umge­formte Hornhaut­bereiche.


Für Auto­fahrer unge­eignet


Ortho-K-Linsen Meldung


Die Nutzer­erfahrungen zum Sehen am Tage sind nicht einheitlich. Diese Linsen sind keine Dauer­lösung – und können zum Beispiel für Auto­fahrer problematisch sein.

Inwieweit Kurz­sichtig­keit optimal aus­ge­glichen werden kann, steht dahin. Auch kann die Sehleistung im Tages­verlauf schwanken. Mit jeder Stunde ohne Kontaktlinse nähert sich die Hornhaut wieder ihrer ursprüng­lichen Form an. Da dieser Prozess lang­sam erfolgt und das Gehirn Sehver­änderungen bis zu einem gewissen Grad ausgleicht, täuscht sich der Nutzer eventuell über die Güte seiner Sehfähig­keit. Das kann im Straßenverkehr gefähr­lich werden. Wegen möglicher Sehverschlechterung und der nicht im gesamten Tages­verlauf gesichert guten Sicht vertritt die Bundes­regierung die Auffassung, Ortho­keratologie-Nutzer seien zum Führen von Kraft­fahr­zeugen unge­eignet.

Werden die Linsen nachts nicht getragen, erreicht die Hornhaut lang­sam wieder ihre alte Form. Während dieses Prozesses ist gutes Sehen kaum möglich. Die frühere Brille hat während der Umform­zeit nicht mehr die richtige Korrektur. Das ist auch der Fall, wenn Ortho-K-Linsen nicht getragen werden dürfen, wie etwa bei Husten, Schnupfen und fieberhaften Erkrankungen.


Wenn man die Augapfellänge relativ einfach verändern könnte, wäre das bestimmt eine tolle Sache. Die von dir genannten Beispiele betreffend Veränderung von Körperteilen unterscheiden sich meiner Meinung nach aber in einem wesentlichen Punkt. Zähne oder diverse Körperteile, die von Ärzten bzw. manchen Völkern bewusst verändert werden, sind relativ leicht von außen zu umschließen um Druck oder Zug auszuüben. Beim Auge bietet sich eigentlich maximal die Möglichkeit der Veränderung von der Vorderseite (also dem Bereich der Hornhaut).
LG
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Re: Augenlängenkorrektur durch Druck

Beitragvon BlueEagle » 14.11.2018, 17:21

Ja, den eher kritischen test.de Artikel kenn ich.

Hier sind jedoch ein paar sehr postitive Erfahrungen in den Kommentaren, denen ich auch Glauben schenke: https://derstandard.at/2000042403015/Di ... f-schlafen

"Habe die OrthoK jetzt das vierte Jahr und bin sehr zufrieden. (Sehleistung 160%). Da ich verhältnismäßig wenig Dioptrien habe aber mit normalen Kontaktlinsen und Brillen (die hab ich mir beim Sport regelmäßig zerstört) nie zurecht gekommen bin, waren die Nachtlinsen für mich Ideal, trotz des hohen Preises. (bei mir sind die Reinigungsmittel allerdings inklusive).
Ich bin sogar so überkompensiert, dass ich die Linsen nur alle zwei Tage einsetzen muss und am 2. Tag abends hab ich immer noch 120%. Es stimmt allerdings, dass man nachts etwas lichtempfindlicher wird. Aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit auch."

"Trage OK-Linsen seit über 12 Jahren und möchte sie nie mehr missen. Habe morgens 125% (überkorrigiert) und am späten Abend noch über 100%. Kann mittlerweile auch den zweiten Tag ohne Linsen überstehen ohne in der Nacht die Linsen getragen zu haben. Kommt aber fast nie vor, da ich mittlerweile ohne Linsen schlecht einschlafe.
Die Freiheit, die die Linsen bringen, ist einmalig. Keine Sonnenbrille mit Stärken kaufen müssen, keine Brille tauschen, keine schmerzenden Augen bei Linsen und Klimaanlage, keine Linsen beim Schwimmen verlieren, kein trockenes Gefühl in den Augen wenn man mit Linsen in die Sauna geht...
Positive Nebenwirkung: Seitdem ich die OK-Linsen trage hat sich meine Kurzsichtigkeit nicht mehr verschlechtert."

However, ich wage den Selbstversuch und werde die nächsten Nächste mit meinem Buff über den Augen schlafen und somit von außen Druck ausüben - mal schaun, was passiert :)
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