Hallo,
ich hatte vor gut 15 Monaten meine Lasik und würde es aus heutiger Sicht nicht wieder machen lassen. Es überwiegen für mich einfach die negativen Dinge, mit denen ich mich seither rumschlagen muss. Aber nur kurz:
- Ausgangswerte waren zwischen -6 und -7.
- Nach OP konnte ich für einige Wochen sehr, sehr gut sehen.
- Nach circa 3 Monaten trat eine deutliche Verschlechterung insbesondere auf dem linken Auge auf.
- Bei Sehtests vor 3 Monaten teilten mir 2 Optiker mit, ich bräuchte eine Korrekturbrille mit Werten -1 / -1.25. Mein Augenarzt und Operateur sagte mir nach eingehenden Tests mit Pupillenerweiterung etc, dass ich zwar stark "akkomodieren" würde, aber letztlich nur Werte von - 0.25 und -0.5 auf dem linken Auge annähme. Gleichzeitig stellte er starke Streulichtfehler bei Dunkelheit fest.
Soweit, so schlecht. Mir geht es in diesem Beitrag jedoch vor allem um folgenden Sachverhalt:
Wenn ich morgens aufwache, sehe ich weiterhin gut. Kennzeichen in größerer Entfernung (>50m) geparkter Fahrzeuge kann ich noch lesen, die Uhrzeit auf dem Sat-Receiver unter dem Fernsehe ist klar, klarer geht es gar nicht, und so weiter und so weiter. Doch das ändert sich im Tagesverlauf alles sehr, sehr schnell.
Obgleich ich immer noch regelmäßig tropfe und auch der Augenarzt bei der letzten Untersuchung nicht mehr wie zuvor von trockenen Augen gesprochen hat und ich auch nur noch "bei Bedarf und Trockenheitsempfinden" tropfen solle (vorher: "Sie müssen tropfen, tropfen, tropfen!"), nimmt die Sehschärfe im Tagesverlauf konstant ab: schon 1-2 Stunden nach dem Aufstehen ist das zuvor noch lesbare Kennzeichen nur noch verschwommen erkennbar (nicht lesbar), nachmittags tue ich mich selbst mit Kennzeichen in 10 Meter Entfernung schwer und bei Einbruch der Dämmerung ist es dann total vorbei. Da kann ich dann draussen kaum noch was vernünftig erkennen, alles verschwommen, alles ohne Kontrast, mit Starburst, Doppelkonturen und und und. Wenn ich im Pub sitze und die Jungs und Mädels locker lässig auf den Tafeln das Getränke- und Speiseangebot checken, kann ich aus der gleichen Entfernung nichts richtig erkennen. Kurzum: Furchtbar! Selbst die Logos oder Untertitel auf dem in 3-4 Meter Entfernung stehenden 50" Fernseher sind für mich abends eine seh- und erkennungs-technische Herausforderung. Von der Uhrzeit oder dem Senderplatz in der Display-Anzeige des oben angesprochenen Sat-Receivers gar nicht zu reden. Das ist für mich nur noch eine LED-Matsche.
Und das bringt mich zu der eigentlichen Frage: Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen machen müssen? Wie geht Ihr damit um? Habt Ihr oder Euer Arzt etwas unternehmen können, um das starke Nachlassen der Sehkraft im Tagesverlauf abzuschwächen?
Wie gesagt, ich freue mich einerseits ja darüber, morgens aufzuwachen und auf dem Wecker neben dem Bett wieder die Uhrzeit erkennen zu können. Bei -7 war das vor der OP nicht der Fall. Und natürlich kann ich hier in der Wohnung rumlaufen, ohne gegen die offene Schranktür zu laufen. Aber die miserable Sicht in der zweiten Tageshälfte ist dermaßen schlecht und mitlerweile emotional belastend, dass ich für mich persönlich von einem Mißerfolg der OP spreche und mir wünschte, den Eingriff hätte nie vornehmen lassen.
Würde mich aber über Meinungen / Erfahrungen Eurerseits sehr freuen.
Danke & Gruß
DUS