Hallo zusammen,
wenn diese Berichte, die ihr erwähnt, nicht mehr da sind, so muß deren Entfernen einen Grund gehabt haben. Z.B. Beleidigungen oder sonstige Aussagen, die gegen die Forums-Regeln verstießen und somit nicht hilfreich waren.
Ich denke, man muß nicht alles für bare Münze nehmen, was in diesem Forum erscheint - weder positiv noch negativ.
Evy, ich lebe mit einer ständigen Unterkorrektur und fühle mich sehr gut dabei. Insoweit kann ich ein wenig nachempfinden, wie es ist, auf -0,5/-1,0 zu landen.
Der Gedanke hinter einer kleinen Unterkorrektur an einem und einer etwas größeren Unterkorrektur am anderen Auge bei Alterssichtigen ist wie folgt. Damit man ohne Brille lesen kann, wird ein Auge auf ca. -1,0 bis -1,75 unterkorrigiert. Für die Fernsicht wird das andere Auge auf ca -0,5 eingestellt. Eine Fehlsichtigkeit von -0,5 wird selten wahrgenommen. Sie hilft jedoch, die Verträglichkeit dieser Korrektur zu verbessern, denn die Differenz zwischen den Augen wird dadurch relativ klein gehalten und besser vertragen, als wenn das "Fernauge" auf 0 steht.
Entscheidend ist, daß die Korrektur nicht vom Arzt verordnet, sondern von dem OP-Kandidaten mit Hilfe einer Probebrille ausprobiert wird, mit der verschiedene OP-Ergebnisse simuliert werden. Auch dir empfehle ich, vor der Nachlaserung verschiedene Ergebnisalternativen mittels Probebrille zu testen.
Man muß dann das Sehen mit beiden Augen beurteilen - sieht man damit in der Nähe und in der Ferne zufriedenstellend?
Wenn man alterssichtig wird, muß man Kompromisse eingehen : entweder optimale Sicht für die Ferne und eine Lesebrille oder optimale Sicht für die Nähe und eine Fernbrille oder eine Sicht, die weder für die Ferne noch für extrem Kleingedrucktes optimal ist, aber in allen Bereichen so gut ist, daß man im Alltag ohne Brille/Linsen auskommt.
Die Heftigkeit der Reaktionen kann ich durchaus verstehen, wenn ich den Kenntnisstand der meisten OP-Kandidaten betrachte. Man hat gehört, wie toll präzise die Laser sind, man hat die positiven Erfahrungsberichte gelesen und geht davon aus, daß sich die optimale Sicht innerhalb kurzer Zeit nach der OP einstellt. In der Regel läuft es auch so. Aber nicht immer.
Wie ich bereits schrieb, ist man weniger enttäuscht, wenn man weiß, daß Unter- und Überkorrekturen zum "Geschäft" gehören und daß in nahezu allen Fällen problemlos nachkorrigiert werden kann.
Anja schrieb, daß sie das Gefühl hatte, gut zu sehen, bis sie zum Optiker ging. Dieser versetzte sie mit falschen Behauptungen in Panik. Dabei hat sie nichts versäumt und keinen Schaden erlitten. Das zweite Auge kann noch immer nachgelasert werden, sobald sie dies wünschen sollte. Im übrigen haben früher viele Kliniken zuerst ein Auge und erst später das zweite Auge gelasert.
Gruß
B.



