Hallo Matthias und MisterX,
Ich habe eure Argumentation mit Interesse verfolgt, ihr habt beide in vielen Fällen bestimmt nicht unrecht!!
Nun zu meiner Einschätzung der Lage:
da muss ich leider Einspruch einlegen. 1-2 von 10 Patienten geeignet?
Das ist definitiv keine realistische Zahl
Nach den neusten Erkenntnissen bezüglich der Nebenwirkungen würde ich sagen dass rund 50% welche sich für eine Voruntersuchung anmelden aus medizinischer Sicht nicht für eine OP geeignet sind. Sei es wegen trockener Augen, HH-Dicke bzw. Form, Dioptrienwerte, psychische Verfassung, Beruf, Erwartungen usw.
Ich denke die tatsächliche Prozentzahl die abgelehnt wird ist bedeutend kleiner, man will ja nicht den Kundenkreis unnötig verkleinern.
Leider scheint es auch in Deutschland noch Anbieter zu geben, die entweder nicht über die aktuellste Technik verfügen, bei der Voruntersuchung oder Auswahl ihrer Patienten nicht gründlich genug selektieren, oder nicht ordentlich Aufklären
Da würde ich einfach frech behaupten dass es sich hier nicht um Einzelfälle handelt. Das Ganze hat schon System.
Veto meinerseits!
Es gibt Patienten die nach Routineeingriffen nicht wieder aufgewacht sind, wird aus diesem Grund die Medizin generell in Frage gestellt?
Das kannst du nicht vergleichen. Oft sind dies Lebenserhaltende bzw. lebensverlängernde Operationen.
Es handelt sich hier meist nicht um Lifestyle-Operationen, zu denen die meisten refraktiven Eingriffe zählen.
Ich bin mir nicht sicher ob die refraktive Chirurgie Ursprünglich für diesen Zweck angedacht war.
Für alle medizinischen notwendigen OPs an der Hornhaut würden wohl eine handvoll Augenlaser Geräte in Deutschland ausreichen.
Schlussendlich kann man sich ewig darüber unterhalten, es gibt immer verschiedene Ansatzpunkte!
Die entscheidende Frage ist doch eigentlich wie man eine erfolgreiche OP definiert:
1. MöglichkeitDer Patient ist zufrieden. Da liegt die Erfolgsquote warscheinlich doch relativ hoch, schätze bei 70%.
2.MöglichkeitDie Operation war aus medizinischer Sicht sinnvoll.
Mmmh da sieht es wohl schon etwas dürftiger aus, 5%
3. MöglichkeitDie Operation brachte eine Verbesserung der Sehqualität bzw. eine bessere Visusgruppe.
Hier bin ich auch der Meinung dass dies nach wie vor die wenigsten Patienten betrifft, ausser man hatte zuvor schlecht angepasste KL oder Brillen. 20%
Bin gespannt auf eure Inputs.
Gruss