von Pani Panika » 11.12.2011, 14:58
Ich kann natürlich nur für mich antworten: Ja.
Für eine Sendung, die für die Allgemeinheit gedacht ist, also z.B. eine Person, die sich erst in der Anfangsphase des Entscheidungsprozesses befindet, ist die Informationstiefe durchaus in Ordnung. Ja, es ist keine Wissenschaftssendung (Beispiel Krankenschwester, die wegen Vorwölbung der Hornhaut jetzt harte Kontaktlinsen tragen muss; warum Vorwölbung? Bleibt offen). Aber das kann nicht Ziel eines solchen Films sein.
Was ich sehr gut und erschöpfend behandelt fand, ist die Darstellung der Voruntersuchungen, der Vorbereitung für die OP und der OP selber am Beispiel der Frau, die Polizistin werden will. Ich wäre froh gewesen, wenn ich so einen Film vor meiner OP zu sehen bekommen hätte. Was man kennt bzw. gesehen hat, macht weniger Angst, als wenn man das alles nur liest und sich dann Dinge ausmalt, die so gar nicht sind.
Insofern finde ich den Beitrag gut und hilfreich als erste Information. Wer dann noch Fragen hat, googelt entweder und findet Studien oder wissenschaftliche Artikel zu den Punkten, die ihm/ihr wichtig sind. Oder er/sie landet in solchen Foren wie diesem. Natürlich gibt es Laser-OPs in Nahaufnahme bei YouTube, die ich auch angeschaut habe. Aber da kommt einem eher das Grausen vor der OP, die ja überhaupt nicht schlimm ist.
Der Beitrag geht 43 Minuten. Das ist für eine Sendung, die nur einem Thema gewidmet ist, extrem ausführlich. Ich kenne die Branche und könnte ein Lied vom Häppchen-Journalismus singen. Dreißigsekünder, Sechzigsekünder... Wenn man Glück hat, gewährt einem der Sender zwei oder drei Minuten.
Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit hat der Redakteur auch versucht, mindestens drei Anbieter abzudecken (Freevis, Euro Eyes und einen Anbieter in Leonberg, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere). Insofern war es auch nicht eine verkappte Werbesendung für ein bestimmtes Laserzentrum.