von Pani Panika » 12.01.2012, 13:43
Keiner kann Dir versichern, dass es beim ersten, zweiten oder x-ten Mal zu einem 100-prozentigen Ergebnis kommt. Meiner Meinung nach ist bei einer Re-OP das allgemeine Risiko (Infektion, unerwünschte Nebenwirkungen) nur deswegen geringer, weil man den Flap nicht neu schneiden muss. Von zwei OP-Schritten entfällt eben der erste.
Bei mir war nach der LASIK auf einem Auge eine Restfehlsichtigkeit von 0,5 Dioptrien. Wenn man nach der offiziellen Definition geht, war ich damit in der „Happiness-Zone“, denn 0,5 daneben gilt immer noch als gelungen. Nur war ich leider nicht happy, denn selbst diese halbe Dioptrie hat sich sehr störend ausgewirkt.
Wo bei einem seriösen Arzt die Schwelle liegt, d.h. ob er/sie bei 0,25 Dioptrien Restfehlsichtigkeit keine Re-OP machen würde, weiß ich nicht. Ich weiß aber auch nicht, wie stark oder schwach sich 0,25 im Vergleich zu 0,5 bemerkbar machen. Mein Arzt hat jedenfalls von sich aus zu einer Re-OP geraten, und das, obwohl ich dafür nichts extra bezahlen musste. Er hätte sich die Arbeit auch sparen können, wenn er erwartet hätte, dass sich danach neue Probleme ergeben, mit denen ich dann wiedergekommen wäre.
Nach der Re-OP war anfangs das Ergebnis deutlich schlechter als vorher, also viel schlechter als nur 0,5 Dioptrien daneben. Aber es hat sich dann eingerenkt, und nun bin ich definitiv in der Happiness-Zone. Das Ergebnis war also bei mir direkt nach der ersten bzw. zweiten OP jeweils anders.
Meiner Meinung nach braucht man bei der Entscheidung, ob Re-OP oder nicht (und stattdessen Hinnehmen des Restsehfehlers oder dann doch wieder Korrektur mit Brille, wenngleich mit schwächeren Gläsern als zuvor) das gleiche Maß an Risikobereitschaft wie bei der Erst-OP.