Hallo,
ich hatte vor 1,5 Wochen eine PRK in der Augenklinik am Neumarkt in Köln. Bei mir war nur eine PRK möglich, da diese mit einer PTK zur Beseitigung einer Landkartendystrophie verbunden wurde. Eine Landkartendystrophie ist eine angeblich vererbte Veränderung der obersten Schicht der Augenhornhaut. Dort bilden sich feine Linien ähnlich einer Landkarte, welche dann das Sehen erheblich verschlechtern. Mit normal geöffneten Auge kam ich so rechts auf einen Visus von nur noch 0,6, nur mit stark zugekniffenem Auge waren noch 1,0 möglich. Dies ging doch erheblich zu Lasten der Lebensqualität.
Ich hänge meinen Erfahrungsbericht mal hier an, da meine OP ähnlich verlaufen ist. Bei der Geschichte mit dem falschen Arzt im OP-Saal scheint es sich um eine Art "Running-Gag" in der Klinik am Neumarkt zu handeln

. Bei mir stand auch der falsche Arzt an der OP-Liege, wobei ich dies noch VOR der OP bemerkte & monierte, um dann ca. 30 Minuten im OP-Saal auf Dr. Gerten zu warten. Bei mir war die Arztwahl jedoch auch mit stattlichen EUR 1k bepreist. Wenn man dort liegt, ist einem das im Grunde jedoch ziemlich egal. Ich hätte auch mit Herrn Schmied vorlieb genommen, aber er wollte dann auch nicht mehr

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Vielleicht noch eine kleine Ergänzung zum OP-Verlauf zum ansonsten sehr umfangreichen Bericht des Threaderstellers: Man muß während der OP auf einen roten Punkt schauen, was durch die diversen Spülvorgänge jedoch nicht gerade einfach ist, denn der rote Punkt erscheint dann aus vielen bewegten Linien zu bestehen. Laut dem Arzt würde der Laser geringen Augenbewegungen jedoch folgen.
Die Schmerzen kamen wie prognostiziert erst am zweiten Abend nach der OP, dafür aber sehr heftig. Man hatte mir neben Ibuprofen und Novaminsulfon sogar Tramal Schmerztropfen verschrieben. Tramal erhalten Krebspatienten (!), es wurde zusammen mit Magentropfen verschrieben, da sie auf den Magen schlagen. Ich habe dieses Teufelszeugs gar nicht erst aus der Apotheke mitgenommen. Ein Fehler, wie sich dann später herausstellte. Das Brennen und Stechen in den Augen tut höllisch weh. Das ganze hält rund 1,5 Tage an. Dabei läuft die Nase wie ein Wasserfall. Ich habe dann zum Einschlafen Betäubungstropfen in die Augen getropft, die helfen zwar, verzögern jedoch den Heilungsprozeß. Überhaupt soll ich ständig diverse Augentropfen anwenden. Ich soll eine Sonnenbrille tragen. Nach 4 Wochen könnte ich dann wieder einigermaßen normal leben (Rasierwasser, Duschen mit Wasser an den Augen, Sport), nach 3 Monaten soll der Fisch geputzt sein. In 95% der Fälle soll man dann ohne Brille auskommen, ansonsten wäre noch eine Nach-OP möglich, am besten nach 6 Monaten.
Zu der Verwaltung der Klinik ringsherum sage ich besser nichts.
Jetzt mein Problem: Nach den Beratungsgesprächen bin ich davon ausgegangen 1, maximal 1,5 Wochen nicht arbeiten zu können. Nun sind 1,5 Wochen herum und ich sehe immer noch fast nichts. An autofahren ist nicht zu denken. Aufgrund aufkeimender Panik(hatten die in dem Chaos evtl. den Lasercomputer falsch programmiert

?) habe ich mich letzte Woche nochmal nach Köln fahren lassen. Dort hies es, bei dem einen heile das Epithel schneller, bei dem anderen dauere es länger. Alles sei im grünen Bereich. Nun falle ich auch die nächste Woche noch arbeitsmäßig aus. Die Sehleistung ging übrigens nach dem Entfernen der Schutzlinse nochmal ein Stück zurück

. Dies hänge mit dem anfangs unrunden Heilungsprozeß des Epithels zusammen. Jetzt hocke ich hier in der Wohnung, kann kaum die Schrift am PC erkennen, Fernsehen ist auch eher eine Qual, tropfe Cortison und Ersatztränenmittel, verwende zum Schlafengehen noch eine Bepanthen-Augenheilsalbe und warte... Schön wäre eine etwas realistischere Aufklärung im Vorfeld der OP gewesen, Das ganze geht mir langsam aber sicher ungemein auf den Zeiger

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Gibt es hier Patienten bei denen es ähnlich lange dauert bzw. dauerte nach einer PRK? Ich bin für jegliche Tipps und Hinweise sehr dankbar!
Ach ja, sofern es relevant ist: Ich war kurzsichtig mit ca. 4,5 und 5,5 Dioptrien.