Hallo Chantal,
sich informieren geht über sich echauffieren.
Hättest du dich vorher informiert, hättest du gegen das Fallen vom Stuhl nicht anzukämpfen brauchen, denn:
1. Es gibt keine definierte obere Altersgrenze für LASIK. Man kann LASIK durchführen, solange keine Anzeichen eines beginnenden Grauen Stars feststellbar sind.
2. Presbyope Weitsichtige haben selbst bei moderaten Werten einen erheblich größeren Leidensdruck als presbyope Kurzsichtige, denn sie können weder in der Nähe noch in der Ferne scharf sehen. Moderat Kurzsichtige können in der Nähe ohne Brille gut sehen. Diese Fähigkeit bleibt ihnen, außer bei sehr geringer Kurzsichtigkeit, auch beim Eintreten der Presbyopie erhalten. Aus diesem Grund muß man sich überlegen, ob man bei Kurzsichtigkeit und Presbyopie auf 0 Dioptrien lasert. Bei presbyopen Weitsichtigen ist ein Lasern mit einer Verbesserung des unkorrigierten Sehens in der Ferne und in der Nähe verbunden.
3. Aufgrund von 1. und 2. sprach nichts gegen eine LASIK bei Lucy/Karin. Bei ihr wurde nicht die Presbyopie sondern die Weitsichtigkeit korrigiert. Die Presbyopie ist mit den gegenwärtig bekannten Methoden nicht korrigierbar.
4. Man kann im nachhinein (wenn die körpereigene Linsen ausgetauscht worden ist) nicht feststellen, ob Grauer Star vorgelegen hat. Insoweit ist die Aussage über dessen etwaiges Vorhandensein oder angebliches spätes Erkennen widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. Die Tatsache, dass die Operation nicht zu Lasten der Krankenkasse durchgeführt wurde, spricht dafür, dass kein Grauer Star vorgelegen hatte.
Zusammenfassend:
Jedes nicht zufriedenstellende Ergebnis ist zu bedauern, aber voreilige Schlüsse, die nicht auf Sachkenntnis basieren, sind auch nicht hilfreich.
Gruß
B.



