nachdem ich nun viele Monate in diesem Forum mitgelesen habe, möchte ich von meinen Erfahrungen berichten.
Viele Jahre habe ich daran gedacht mir die Augen operieren zu lassen. Im Herbst letzten Jahres war es dann soweit. Meine Ausgangswerte kann ich heute nicht mehr so genau sagen, links -7.45 und rechts 7,25; dazu noch beidseitige HV (den Wert weiß ich nicht mehr).
Mein Augenarzt hat alle notwendigen Voruntersuchungen durchgeführt und mir mitgeteilt, dass ich für die OP geeignet bin, wenn ich auch damit rechnen muss, dass ich nicht auf 0 kommen werde, da meine Werte sehr hoch sind. Auch sagte er mir, dass das Risiko von Komplikationen sehr hoch sei.
Egal dachte ich mir - mir passiert das sicher nicht; schnell einen Termin ausgemacht und am 26. November war es soweit. Die OP selber ist so verlaufen, wie hier oft beschrieben - kurz und schmerzlos.
3 Stunden nach der OP bekam ich allerdings grauenhafte Schmerzen und die Lichtempfindlichkeit war unerträglich. 1 Tag nach der OP waren die Schmerzen nur mehr wie ein leichter Druck. Licht war allerdings noch immer ein NO. Von der Sehkraft, war ich erstaunt wie gut ich damals sah, verglichen zu dem vorherigen Zustand. Allerdings war alles sehr verschwommen.
Die erste Nachuntersuchung hat dann gezeigt warum. Linkes Aug – Narbenbildung (2 Punkte und ein Strich..) und haze, rechtes Aug „nur“ haze. Daraufhin musste ich neben den normalen Tropfen, meine Kortisonration auf mindestens 7x Tag eintropfen erhöhen. Meine Werte 2 Wochen nach der OP – li+re schwankend zwischen -1,5 und -2. Dazu tollste Lichtspiele der Sonderklasse und extreme Lichtempfindlichkeit. Je später der Tag, desto schlechter war meine Sehleistung.
Dieser Zustand hat dann die nächsten 2 Monate angehalten; ich war laufend bei Kontrolluntersuchungen, und mir wurde mitgeteilt, dass der Haze schon viel besser sei bzw. die Narben fast nicht mehr ersichtlich. Nur, dass ich sehr oft Schmerzen auf beiden Augen hatte, als wenn sie nicht mehr in meine Augenhöhlen passen würden – so ein Druck. Dazu ewig ein Brennen und eine Rötung. Aber wenigstens konnte ich mit meiner Behelfsbrille schon Autofahren, dass war ja die ersten 3 Wochen unmöglich.
Die nächste Untersuchung hat gezeigt warum – mein Augendruck war viel zu hoch. Also, weg mit dem Kortison und her mit Tropfen die den Augeninnendruck senken. Die waren erst gemein. Am Abend einmal eingetropft, hatte ich dann am Morgen so rote und vertrocknete Augen, dass ich sie fast nicht aufbrachte.
Im Februar musste ich dann für einen Monat auf Dienstreise nach Südafrika. Nach Absprache mit meinem Augenarzt, habe ich dann alle Tropfen bis auf die Tränenflüssigkeit abgesetzt. Ca. 2 Wochen danach bemerkte ich auf einmal, dass ich ganz toll sehen konnte. Wenn auch nicht immer, manchmal hatte ich den Eindruck, dass alles ganz scharf zu sehen ist. Gegen Ende meiner Dienstreise, konnte ich dann meine Brille zum Bildschirmarbeiten nicht mehr benutzen – ich brauchte sie nur mehr rein zur Fernsicht.
Nach meiner Rückkehr bin ich dann ganz gespannt zu meinem Arzt – schnell messen, da hat sich was getan.
So, da bin ich heute: rechts -025 und links -1. Tagsüber brauche ich noch ab und zu meine Feuchtigkeitstropfen
Ich bin sehr, sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, die Brille brauche ich nur mehr zum Autofahren, wenn es dunkel ist. Es war ein langer Weg, und ich habe oft gezweifelt, dass es die richtige Entscheidung war, aber heute bin ich wirklich froh. Jeder reagiert auf diesen Eingriff und auf Kortison anders. Bei mir hat es länger gedauert – aber Ende gut, alles Gut



