Hallo Sylvia,
es handelt sich hierbei nicht um Monovision. Monovision besteht darin, daß nur ein Auge um 1,5 bis 2,0 unterkorrigiert ist. Das ist in der Regel eine zu große Differenz, as daß sie gut vertragen würde.
Was ich meinte, wäre eine geringe Unterkorrektur an einem und eine etwas größere Unterkorrektur am anderen Auge. Wenn die Differenz zwischen den Agen nicht zu groß wird (ca. 1,0 D), wird sie gut vertragen und man hat sowohl in der Ferne als auch in der Nähe eine gute Sicht. Der Witz mit der Probebrille ist, daß man vor der OP ausprobieren kann, welche Korrektur einem am angenehmsten ist.
Mit 34 kannst du mit der Vollkorrektur problemlos lesen. Aber wenn man als Alterssichtige oder demnächst Alterssichtige eine operative Korrektur machen läßt, sollte man genau überlegen, welcher Kompromiß einem am besten paßt.
Ich bin leicht kurzsichtig (ca -0,75 und -1,0 jeweils kombiniert mit leichtem Astigmatismus) und alterssichtig. Dank meiner Kurzsichtigkeit brauche ich zum Lesen noch keine Brille und meine Fernsicht reicht vollkommen zum Autofahren und für das Kino. Ich muß im Geschäft nicht mit einer Lesebrille herumlaufen, um sehen zu können, wieviel die einzelnen Artikel kosten. Mit anderen Worten, ich brauche im Alltag keine Brille, selbst wenn ich eine in meinem Auto habe und mit ihr in der Ferne einen Tick schärfer sehen kann.
Wie ich bereits schrieb, kommt es nach meiner Meinung nicht darauf an, das letzte Quentchen Sehschärfe "herauszukitzeln", sondern darauf, im Alltag nicht mehr auf Sehhilfen angewiesen zu sein.
Gruß
B.



