von Pani Panika » 11.12.2011, 09:22
Hallo Tom,
woher Ghosting kommt bzw. was dabei hinsichtlich des physiologischen Heilungsprozesses in der Hornhaut passiert, kann ich Dir leider nicht sagen.
Ich kann Dir nur sagen, dass ich nach meiner ersten LASIK überhaupt kein Ghosting hatte, nach der Re-LASIK auf einem Auge aber dann nach zwei Tagen ganz massiv – aber nur etwa zwei Wochen lang. Danach waren die Doppelbilder, die vor allem nachts bei Leuchtschrift, Rücklichtern und Lampen besonders stark ausgeprägt und Besorgnis erregend waren, plötzlich weg.
Was sich da im Auge tut, ist mir schleierhaft, aber es tut sich sehr viel.
So war ich z.B. nach der Re-LASIK erst mal sehr verunsichert, da meine Schärfezone sich hin- und herbewegte wie ein Gummiband. Zieleinstellung war ja optimale Schärfe im Fernbereich und unscharfes Sehen im Nahbereich, da altersbedingt die Akkommodation der Linse mehr richtig funktioniert (= Lesebrille).
In den ersten Wochen sah ich aber mit dem nachoperierten Auge durchaus öfter mal im Nahbereich scharf, dafür aber in der Ferne verschwommen, plus anfangs Ghosting. Dann sah ich mit diesem Auge im Mittelbereich, so auf drei bis fünf Meter, gestochen scharf, aber in der Ferne unscharf. So ging das die ersten zwei bis drei Wochen hin und her. Dann verschwand das Ghosting, und so allmählich sehe ich im Fernbereich immer häufiger genauso scharf wie mit dem guten, d.h. im ersten Anlauf gut auf Zieleinstellung gelaserten Auge. Die Schärfeschwankungen sind noch da, aber sie sind mit jeder Woche schwächer ausgeprägt und treten nicht mehr täglich auf.
Was also das Ghosting angeht, so kann es plötzlich verschwinden. Aber es geht alles sehr langsam. Ich bin übrigens 56, insofern vermutlich hier die OP-Oma vom Dienst.