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Hyperopie+Astigmatismus: Miese Fernsicht nach LASIK

Sehbeeinträchtigungen wie Halos (Lichthöfe), Glare (Blendung), Starburst, Kontrastverlust (Schleiersehen) und Trockene Augen nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

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Hyperopie+Astigmatismus: Miese Fernsicht nach LASIK

Beitragvon Pani Panika » 27.07.2011, 09:21

Ich habe seit einigen Tagen eine wellenfrontgesteuerte Femto-Lasik (Flap mit Ziemer LDV-Laser, dann Hornhautabtragung mit „normalem“ Excimerlaser) hinter mir und bekomme jetzt leichte Panik. Vielleicht kann mir jemand etwas dazu sagen – womöglich sogar etwas Beruhigendes?


Ich bin/war weitsichtig mit Astigmatismus; außerdem brauche ich wegen Alterssichtigkeit eine „Lesebrille“. Dass ich diese auch nach der LASIK weiter brauche, war mir bekannt und ist kein Problem. Meine alten Brillenwerte waren:


Gleitsichtbrille:
R +2,25 -1,25 135 Add. 2,00
L +1,50 -3,00 30 Add. 2,00


Nach der LASIK, die fast schmerzlos war, mit anschließend gut anliegendem Flap und bislang ohne Augentrockenheit, ist das Ergebnis nun:


Nahesehen (z.B. Lesen, Nägel schneiden etc.) mit Lesebrille +2: perfekt

Mittlere Abstände, ca. 1 bis 3 Meter: perfekt

Alles, was weiter entfernt ist, ist unscharf. Autofahren ist damit extrem schwierig, Schilderlesen, Fernsehen, Gesichter erkennen etc. sind alles total unzufriedenstellende Seheindrücke.

Außerdem sehe ich Reflexe um jede Lichtquelle (star bursts, halos) und bin extrem blendempfindlich (glare), was beim Autofahren eine reine Tortur ist. Dass diese star bursts oft – aber nicht immer – von alleine nach einigen Monaten verschwinden oder zumindest nachlassen, habe ich gelesen und hoffe darauf, ohne deswegen jetzt schon in Panik zu verfallen.


Allerdings bin ich total enttäuscht und verunsichert, dass ich nach der LASIK in der Ferne nicht mehr gut sehe. Der Seheindruck in der Ferne ist deutlich schlechter als mit Korrektur durch Gleitsichtbrille und nur leicht besser als ohne selbige.


Wer weiß dazu etwas? Hat das etwas mit beabsichtiger oder unbeabsichtigter Unter- oder Überkorrektur zu tun? Ist das einfach ein unglücklicher Zufall? Gibt sich das auch nach einer gewissen Zeit von selber? Kann/sollte es gegebenenfalls nach einigen Monaten nachgelasert werden, ohne dass dadurch die jetzt gute Nah- und Mittelzone sich verschlechtern? Oder habe ich den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben und brauche künftig statt EINER Gleitsichtbrille ZWEI Brillen: eine zum Lesen und eine für die Ferne?

Danke für jegliche sachdienliche Kommentare oder Erfahrungsberichte weitsichtiger LASIK-Patienten.

Natürlich werde ich bei der nächsten Nachuntersuchung auch den Arzt fragen, aber ich möchte auch gern Erfahrungen von Betroffenen hören. Offenbar sind aber die überwiegende Mehrheit an LASIK-Operierten Ex-Kurzsichtige.

Danke im Voraus.
Pani Panika
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Re: Hyperopie+Astigmatismus: Miese Fernsicht nach LASIK

Beitragvon Frankyboy » 27.07.2011, 09:47

Hallo Pani,

als ex-Kurzsichtiger kann ich bei Weitsicht-Patienten natürlich nur bedingt mitreden.

Deine LASIK ist, wie Du schriebst, erst ein paar Tage her, somit kann sich natürlich während des Heilungsverlaufes noch einiges zum Guten ändern. Vor allem, was die Lichterscheinungen und die Blendempfindlichkeit betrifft.

Wie verlief denn der Sehtest bei Deiner Nachuntersuchung? Hat der Arzt sich bezüglich Deiner Sehschärfe geäußert? Deine schlechte Fernsicht könnte möglicherweise bedeuten, dass Du überkorrigiert und somit leicht kurzsichtig geworden bist; eines der Risiken eines refraktiven Eingriffes. Endgültig kann man diese Aussage aber erst nach einigen Wochen treffen, nachgelasert wird frühestens drei Monate nach der ersten OP. Sollte man Dich ohne vorherige Absprache bewusst nicht auf "null" gelasert haben, fände ich das allerdings unschön.

Nach gelungener (Nach)OP mit regelgerechter Lichtbrechung des Auges sollte die Fern- und Mittelsicht dann einwandfrei sein. Lediglich die Nahsicht muss dann, wegen altersbedingt nachlassender Elastizität der Augenlinse, durch eine Lesebrille korrigiert werden. Denn Ziel von LASIK oder LASEK sollte sein, das zuvor bestkorrigerte Sehergebnis, nur dann eben ohne Sehhilfe, zu erreichen.

Viele Grüße
Frank
Femto-Wellenfront-Lasik bei Augentis in Krefeld am 21.10.2010
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Re: Hyperopie+Astigmatismus: Miese Fernsicht nach LASIK

Beitragvon Pani Panika » 27.07.2011, 10:57

Hallo Frank,

meine erste Nachuntersuchung war einen Tag nach der OP. Dabei wurde nachgeschaut, ob der Flap richtig sitzt (was er tut), und ich musste die üblichen Zahlen auf der Wand gegenüber ablesen. Das Ergebnis bzw. der Kommentar des Arztes haben mich insofern irritiert, als ich die Zahlen – zumindest die oberste Reihe und einige der kleineren in der zweiten Reihe – durchaus lesen konnte, aber unscharf. Man weiß ja auch, was da stehen könnte, d.h. ob es sich um eine runde oder eckige Ziffer handelt, d.h. ob es z.B. eine Acht oder eine Sieben sein könnte.

Der Kommentar des Arztes an die Helferin, die seine Kommentare in die Patientenakte eingetragen hat, lautete: „100 Prozent“. Unter 100 Prozent verstehe ich „gut“ oder „ohne Einschränkungen“. Das Ziel sollte doch sein, die Zahlen nicht nur erkennen, sondern scharf, also gut lesen/sehen zu können. Meine Erwartung war und ist, dass ich nach LASIK nicht schlechter als mit Brille sehe, und zwar auf alle Entfernungen bis auf den Nahbereich (Lesebrille).

Ich werde morgen bei meinem nächsten also gezielt nachfragen, ob man mich auf Null gelasert oder bewusst leicht überkorrigiert hat, in der Annahme, dass sich die Überkorrektur (= jetzige leichte Kurzsichtigkeit) im Laufe des Heilungsprozesses wieder zurückbildet. Über diese Feinheiten wurde ich im Vorgespräch nicht informiert.

Ich finde es auch ziemlich beunruhigend, dass ich monatelang nicht wissen werde, wann und wie sich das Endergebnis einpendelt.

Auch kann ich nicht einschätzen, in welchem Maße es beim Anpassungs-/Heilungs-/Übergangsprozess um die Hornhaut geht, deren Zellen sich vielleicht neu „ausrichten“ müssen, bis die endgültige Sehschärfe erreicht ist, und inwiefern sich das Gehirn neu einstellen muss, um den neuen Seheindruck zu verarbeiten.

Eine Nachkorrektur innerhalb eines Jahres ist im Preis eingeschlossen, und ich habe es damit auch überhaupt nicht eilig, weil ich zumindest jetzt noch den Eindruck habe, dass das Ergebnis auch wieder nicht sicher vorhersagbar sein könnte.

Gruß
Pani Panika
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Re: Hyperopie+Astigmatismus: Miese Fernsicht nach LASIK

Beitragvon Frankyboy » 27.07.2011, 11:15

Hallo Pani,

interessant wäre, wie gut Deine korrigierte Sehleistung vor der OP war. 100% bzw. Visus 1,0 klingt ja schon mal nicht schlecht. Viele hier kämpfen am Anfang ihrer Heilungsphase mit deutlich weniger. Das Ergebnis der LASIK soll natürlich nicht schlechter sein als zuvor mit Brille, aber da gib Dir bitte noch ein bisschen Zeit, auch wenn es schwer sein mag, Geduld zu üben. Längst nicht alle habe so kurz nach der OP ihr Endergebnis erreicht und für eine Vorhersage, wie sich Deine Sicht entwickelt, ist es noch viel zu früh.

Vergessen wir bitte nicht, eine LASIk ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Gewebe geschnitten und abgetragen wird, quasi eine Wunde, die heilen muss. Auch ist Sehen eine in vielen Bereichen subjektive Angelegenheit und irgendwie ist es ohne Sehhilfe ein "anderes" sehen.

Viele Grüße
Frank
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Re: Hyperopie+Astigmatismus: Miese Fernsicht nach LASIK

Beitragvon neo3380 » 28.07.2011, 18:44

als Weitsichtiger wirst Du in der Regel etwas überkorrigiert,d.h. aktuell bist Du etwas Kurzsichtig. Das sollte sich in den kommenden Wochen geben
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