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Fragen zu Acrysof Cachet - danke!!

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Fragen zu Acrysof Cachet - danke!!

Beitragvon Anja1976 » 22.06.2011, 17:22

Liebe Forengemeinde,

mein Name ist Anja, ich bin 35 Jahre alt und interessiere mich für eine Linsenimplantation. Ich habe auf beiden Augen eine Fehlsichtigkeit von ca. -10 Dpt., einschließlich eines leichten Astigmatismus. In diesem Forum sind ja schon einige (hoffnungsvoll stimmende) Erfahrungsberichte zu Acrysof Cachet zu finden - trotzdem hätte ich noch einige Fragen und würde mich über Hilfe sehr freuen!!!

Trage übrigens seit über 20 Jahren Kontaktlinsen, davon ca. 15 Jahre weiche KL. Habe die Linsen aber wegen trockenen Auges nie sonderlich gut vertragen.

Nun meine Fragen:

- wie gehe ich am besten vor, um einen guten, erfahrenen Operateur zu finden? Mein Problem ist, dass ich berufsbedingt in einem westlichen Nachbarland lebe, aber eine etwaige OP aus sprachlichen und qualitativen Gründen gerne in D machen würde. Sprich, der Arzt hier kann mir niemanden empfehlen. Habt Ihr Empfehlungen, sofern das hier im Forum erlaubt ist?

- wie lange ist der Vorlauf, bis man tatsächlich unters Messer kommt - wie lange muss man auf einen Termin warten, wie oft zu Vorgesprächen kommen und wie oft zur Nachsorge?

- inwiefern gibt es schon Langzeit-Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Produkten? Wie lange hat man seine Ruhe, bis die Linsen ausgetauscht oder ganz entfernt werden müssen?

1000 Dank für Eure Hilfe. Erfahrungsberichte zu anderen Aspekten sind natürlich auch herzlich willkommen!

Viele Grüße erst mal, Eure Anja
Anja1976
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Re: Fragen zu Acrysof Cachet - danke!!

Beitragvon HarryD » 25.06.2011, 17:23

Hallo Anja,

da kann ich Dir nur Prof. Knorz in Mannheim wärmstens empfehlen. Habe gerade 2 mal Lasik und einmal Acrysof bei ihm hinter mir. Bei mir war´s halt etwas komplizierter.

Also bei Deinen Werten würde ich auch nur eine Zusatzlinse empfehlen. 10 dpt wegzulasern geht zwar manchmal, aber die "Treffsicherheit" ist schlechter als bei einer Linsenimplantation, d h. die Notwendigkeit eine Re-Lasik wäre sehr wahrscheinlich. Außerdem würde recht viel Hornhautgewebe irreversibel "verdampft".

Die Arcysof Cachet ist die derzeit wohl am Besten verträgliche IOL. Bis zu Deiner Star-OP in ca. 30 Jahren plus X kann die drin bleiben Falls es doch Probleme geben sollte, kann man den Eingriff auch wieder rückgängig machen. Bei Lasik geht das halt nicht. Im direkten Vergleich fand ich die Linsenimplantation übrigens "angenehmer" wie die Lasik. Bereits am nächsten Tag habe ich nichts mehr gespürt, nicht mal ein gerötetes Auge. Trockene Augen nach Lasik sind eine häufige Komplikation. Wenn Du da schon "vorbelastet" bist, ist die Zusatzlinse auch besser.
Astigmatismus ist bis ca. 2 dpt auch kein Problem, das kann durch zwei gegenüber liegende Schnitte in der richtigen Achse bei der OP mit korrigiert werden.

Konkret geht das so:

Erst mal eine Voruntersuchung, um zu klären, ob etwas gegen die OP spricht. Kann man direkt auf der HP von Freevis "buchen".
Wenn alles klar ist, werden die Linsen bestellt, das dauert ca. 2 Wochen. OP-Termin wird bei Bestellung der Linse gleich vereinbart.
Dann OP an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Nachkontrolle jeweils am nächsten Tag.
Am Besten im Patientenhaus auf dem Klinikgelände mit "Babysitter" einquartieren, da hat man ca. 5 Minuten zu Fuß ins Lasik-Zentrum. Falls wider erwarten doch etwas wäre, ist dort rund um die Uhr Hilfe verfügbar. Morgens beim Frühstück trifft man dann die ganzen "ge-Knorzten", erkennbar an der "topmodischen" Sonnenbrille, die man nach der OP erhält.
Danach Kontrolle nach ein bis drei Wochen, kann aber auch der örtliche Augenarzt machen.
Dann jährlich Kontrolle zur Sicherheit bei Knorz.

Viel Glück
HarryD

P. S. Nach der OP merkt man erst, wie wirklich "behindert" man im Leben davor doch war. Ich bin deutlich älter wie Du und denke gelegentlich melancholisch darüber nach, wie mein Leben ohne diese "Hypothek" hätte verlaufen können ...
Mir darf jedenfalls jetzt kein sogenannter "Gesundheitspolitiker" mehr über den Weg laufen, der vollmundig erklärt, dass refraktive Chirurgie in die Kategorie "Schönheits-OP" fällt. Danach hätte ich wahrscheinlich ein Verfahren wg. Beleidigung oder gefährlicher Körperverletzung am Hals.
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Re: Fragen zu Acrysof Cachet - danke!!

Beitragvon Frankyboy » 25.06.2011, 17:26

HarryD hat geschrieben:P. S. Nach der OP merkt man erst, wie wirklich "behindert" man im Leben davor doch war. Ich bin deutlich älter wie Du und denke gelegentlich melancholisch darüber nach, wie mein Leben ohne diese "Hypothek" hätte verlaufen können ...
Mir darf jedenfalls jetzt kein sogenannter "Gesundheitspolitiker" mehr über den Weg laufen, der vollmundig erklärt, dass refraktive Chirurgie in die Kategorie "Schönheits-OP" fällt. Danach hätte ich wahrscheinlich ein Verfahren wg. Beleidigung oder gefährlicher Körperverletzung am Hals.


D'accord. Die Brillenindustrie mit ihren gewaltigen Umsätzen wird bei dem Thema auch noch ein Wörtchen mitzureden haben... :evil:
Femto-Wellenfront-Lasik bei Augentis in Krefeld am 21.10.2010
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Erfahrungsbericht: http://augenlaser.operationauge.de/femto-wellenfront-lasik-bei-augentis-krefeld-t8599.html
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Beitragvon HarryD » 25.06.2011, 18:12

@Frankyboy

Einspruch Euer Ehren!

Die potentiellen "Folgekosten" eines derartigen Eingriffs sind nicht zu unterschätzen!

Man spart zwar die sündhaft teuren, doppelt asphärisch geschliffenen, hochbrechenden Gläser, aber eine Ray-Ban oder Oakley ist jetzt ja erstmals möglich. Lesebrille braucht es auch noch und die Autofahrerbrille, um Nachts denn letzten Tick an Sehschärfe herauszuholen (für 300km/h bei Nebel im geliehenen Ferrari :lol: ) kostet auch. Schutzbrillen für die Heimwerkerei sind auch noch fällig). Der Brillenindustrie bleibe ich als gut zahlender Kunde jedenfalls erhalten.

Der Blick durch ein wirklich gutes Fernglas - unbeschreiblich -, Tauchen lernen, warum eigentlich nicht, die Route 66 auf der Harley, why not, Gleitschirm fliegen lernen, auch eine Option, mit dem Jeep durch die Sahara, war schon immer mein Traum.

Um es mal militärisch auszudrücken: Meine Durchhalte- und Überlebensfähigkeit hat jetzt einen Stand erreicht, die es mir erlauben würde auch einige bisher nicht ansatzweise denkbare Risiken einzugehen - meiner Holden wird schon himmelangst ...
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Re: Fragen zu Acrysof Cachet - danke!!

Beitragvon Frankyboy » 25.06.2011, 18:20

HarryD hat geschrieben:Der Brillenindustrie bleibe ich als gut zahlender Kunde jedenfalls erhalten.


Ich nicht. Und der Abschied vom Optiker war nur eine der vielen freudigen Folgen meiner LASIK.

Gruß
Frank
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