Hallo Bernhard,
die Richtlinien in Ehren, aber sie stellen den kleinsten gemeinsamen Nenner dar.
Die meisten Kliniken haben Mikrokeratome, die nominal 160µ-Flaps schneiden, so daß keine dünnen Flaps geschnitten werden können. Hinzu kommt vielfach ein Laser, der aggressiv abträgt. Damit ist in solchen Umgebungen unter Umständen eine Kurzsichtigkeit von -8,0 Dioptrien bereits im Risikobereich.
LASIK wird seit 1989-90 angewandt, in Deutschland seit 1994. Ursprünglich wurden, wie bereits erwähnt hohe bis extreme Kurzsichtigkeiten behandelt. Es ist nicht bekannt, daß die betreffenden Hornhäute im relevanten Maße (d.h. im Maß, der veröffentlichungswürdig wäre) instabil geworden wären.
Für die Stabilität der Hornhaut ist nicht die Dioptrienzahl entscheidend, sondern wieviel Hornhaut nach der Laserabtragung übrig bleibt. Solange man da auf der sicheren Seite ist (250 - 300µ) ist keine Instabilität nach heutigem Wissensstand zu erwarten.
Wie hoch ist deine Kurzsichtigkeit? Hat man das Abraten dir gegenüber begründet.
Gruß
Martina