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Erfahrungen nach Implantation von Zeiss AT LISA toric 909M?

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Erfahrungen nach Implantation von Zeiss AT LISA toric 909M?

Beitragvon redlion2011 » 17.08.2011, 11:08

Liebe Forum-Mitglieder!
Diese (rechtes Auge) und letzte Woche (linkes Auge) wurde mir jeweils eine intraokulare LInse von Zeiss AT LISA toric 909M implantiert. Es war ein beginnender grauer Star diagnostiziert worden und mit der Brille hatte ich Sehbeeinträchtigungen in der Ferne. In der Nähe war die Sehfähigkeit mit Brille optimal (wegen starker Kurzsichtigkeit mit 50 immer noch Einstärkengläser - also noch keine Altersweitsichtigkeit).
Jetzt wäre ich sehr interessiert daran, ob jemand Erfahrung mit diesen Linsen hat und mir berichten kann, wie sich die Sehfähigeit postoperativ entwickelt hat.
Bei mir treten folgende Phänomene auf: sehr unscharfes Sehen in der Nähe, "Schattenbilder", die das Lesen sehr anstrengend machen, Lichtreflexionen im Auge (Blinken), bei Nacht extreme Halos um Lichtquellen. "Heiligenscheine" und "Lichtränder" um Gegenstände und Personen, teilweise Doppelbilder. Das tägliche Leben ist für mich zurzeit schwer zu bewältigen, da mir die Sehschärfe in der Nähe einfach fehlt. "Scharfes" Sehen ist erst ab einer Entfernung von ca 1,5 bis 2 m möglich, dann mit den geschilderten Phänomenen. Bei weiterer Fernsicht habe ich regelrechte "Adleraugen"(super)!!
Ich habe Hoffnung, dass sich das Nahsehen noch bessert, denn ich werde natürlich auf später vertröstet, weil das Gehirn sich ja erst an die neue Situation anpassen müsste.
Kann mir jemand Positives berichten, der die gleichen Linsen hat und evtl. auch solche Anfangsschwierigkeiten? Das würde mir schon sehr helfen!
Danke für jede aufmunternde Antwort!
Eure "redlion2011"
redlion2011
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Re: Erfahrungen nach Implantation von Zeiss AT LISA toric 909M?

Beitragvon Charlentino » 17.08.2011, 12:56

Hallo,
ich habe vor 1 Jahr auf beiden Augen die AT LISA 809M (keine torische sonst gleiche wie Deine) implantiert bekommen. Seit Anfang an hatte ich die gleichen Probleme Doppelbilder in Form v. Schattenbilder, kann dadurch keine Zeitung lesen, Bildschirmarbeit geht auch nicht
Ich habe Streuungen über helle Sachen, und Scheins über alle Objekte z.B. Personen.
In die Ferne sehe ich auch Prima, kurzum ich habe die gleichen Phänomene wie DU, und das wurde auch nach einem Jahr nicht besser sondern eher schlechter. Ich war bei 4 Augenspezalisten es war nichts zu finden, es liegt allso an den Linsen. Es gibt zwei Möglichkeiten entweder Du lebst mit den Gegebenheiten oder Du läst Dir die Linsen wieder rausmachen.
Frage: von wem und wo hast Du die Linsen implantiert bekommen?

Grüsse
Zuletzt geändert von Charlentino am 24.04.2012, 10:38, insgesamt 2-mal geändert.
Charlentino
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Re: Erfahrungen nach Implantation von Zeiss AT LISA toric 909M?

Beitragvon fea » 21.08.2011, 17:52

Hallo,

ich habe im Januar 2008 am linken Auge (ich sehe nur noch auf diesem Auge) wegen eines Grauen Stars eine Hinterkammerlinse (Monofokallinse) eingesetzt bekommen, von welchem Anbieter sie ist, weiß ich leider nicht. Ich hatte bis zum Zeitpunkt der OP zirka -6,5 Dioptrien und einen Astigmatismus, nun habe ich noch zirka -1, empfinde das aber dennoch als sehr gut, da ich auch mit Brille nicht besser gesehen habe. Doppelbilder oder Starbursts kenne ich nicht, was vorkommt sind leichte Halos, jedenfalls habe ich mitunter den Eindruck, wenn ich direkt in eine Straßenlaterne sehe, es fällt mir aber eher nebenbei auf und stellt für mich keinerlei Belastung dar.

Zur Nahsicht, Ihrem hauptsächlichen Problem, wenn ich das richtig sehe: Ich sah anfangs in die Nähe noch relativ schlecht, für kleine Schrift, wie man sie etwa aus dem Telefonbuch kennt, brauchte ich eine Lupe, zum Zeitunglesen bei künstlichem Licht oder wenn es nicht ganz so hell war, ebenfalls. Solche Dinge wie Fingernägelschneiden waren ebenfalls schwierig. Da ich von Klein auf stark kurzsichtig war und alles ziemlich nah vors Auge hielt, hat mich diese Situation zunächst sehr irritiert. Auf einmal konnte ich gar nichts mehr erkennen, wenn ich mir einen Gegenstand sehr nahe vor das Auge hielt, während ich es doch gewöhnt war, dann alles deutlich sehen zu können. Obwohl ich sehr glücklich über die gute Fernsicht und vor allem über die Tatsache, dass ich nun keine Brille mehr benötige war, war ich eben andererseits auch ein wenig unglückich über die fehlende Nahsicht. Jedoch: Im Laufe der Zeit hat sich diese gebessert, ohne dass ich es bewusst verfolgen konnte, ich stellte einfach irgendwann fest, dass ich in die Nähe wieder viel besser sehe, das hat sich, denke ich, durchaus über mehr als ein Jahr hingezogen. Es ist nicht wie vorher, aber doch ganz annehmbar, Lesen kann ich auch bei künstlichem Licht oder bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen problemlos. Wenn ich ein Foto in der Zeitung ganz genau sehen möchte, nehme ich eine Lupe, das heißt aber nicht, dass ich ohne etwa nur verschwommenen Gesichter sehen würde, ich könnte halt nur beispielsweise Augenfältchen nicht sehen. Insgesamt bin ich also mittlerweile ganz zufrieden und dass ich irgendwann in den nächsten Jahren eine Lesebrille brauchen werde, war mir ohnehin bekannt, das wäre ja auch ohne OP der Fall gewesen.

Für Sie beide hoffe ich, dass bei Ihnen auch noch eine Besserung eintritt. Viele Grüße
fea
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