Hallo zusammen,
ich bin neu hier und möchte gleich mit einem Extremen Fall beginnen. Mit Mir. Ich wurde an beiden Augen mit der LASIK Methode mit Mikrokeratom behandelt. Meine Werte vor der OP lagen bei etwa -6 Dpt. kurz nach der OP begann eine Infektion in beiden Augen. Die Keratitis war mit herkömmlichen Antibiotika nicht in den Griff zu bekommen. nach etwa 2 Monaten war die Sehkraft auf einem Auge bei nahezu 0%. Auch ein stationärer Aufenthalt in einer Augenklinik brachte keine Besserung. Auch das 2. Auge verschlechterte sich zunehmend sodas ich etwa 3-4 Monate nach der LASIK nahezu vollständig blind war. Erst nach Hornhauttransplantationen beiderseits war die Infektion besiegt. Was hier so kurz geschildert wurde sind etwa 2,5 furchtbare Jahre mit starken Schmerzen, teilweiser und vollständiger Blindheit, Lichtempfindlichkeit und einer psychischen Extrembelastung.
Nun kommt auch noch folgendes Problem auf mich zu. Es gibt den § 52 Abs. 2 SGB V, wonach eine gestzliche Krankenkasse nicht verpflichtet ist bei sog. Schönheitsoperationen die Folgekosten bei Komplikationen zu übernehmen. Ich habe nun einen Brief bekommen das meine Krankenkasse prüft ob sie mich bei den Folgekosten beteiligt. Da die Kosten allein für die Transplantationen enorm sind stehe ich vor einem Problem. Nun meine Frage an jemanden der sich nach Möglichkeit WIRKLICH damit auskennt.
1. Muss der Arzt bereits im Aufklärungsbogen über den § 52 Abs. 2 SGB V aufklären, bzw. darauf hinweisen? Hat mein Arzt nämlich nicht gemacht. Die OP war in 2008, das Gesetz schon inkraftgetreten.
2. Ist es nicht so das nur Folgekosten die von Komplikationen herrühren nur innerhalb der ersten 30 Tage nach der entsprechenden OP von der Kasse eingefordert werden dürfen? (hab ich mal irgendwo gelesen). Stimmt das??
3. Ist die LASIK überhaupt eine Schönheitsoperation und fällt damit unter den §?? Denn nach einer Änderung geht es nur noch um "Schönheitsoperationen" und nicht allgemein um "medizinisch nicht indizierte" Operationen.
4. Gibt es überhaupt einen Fall bei dem die Krankenkasse jemanden an Folgekosten beteiligt hat oder wo sich jemand dagegen gewehrt hat?? Bitte beide Varianten melden!!
Ich wäre über sachkundige Hilfe sehr dankbar



